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Heroes of Might and Magic 3: Epische Schlachten um Strategie und Ehre - Simple Suchtgefahr! - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Heroes of Might and Magic 3: Epische Schlachten um Strategie und Ehre - Simple Suchtgefahr! - Leser-Test von Andy1977
Heroes of Might & Magic 3 ist nun schon der vierte Teil einer beliebten und eigenwilligen Serie, die geschickt ein einfaches Strategie-Spiel mit wenigen, aber wichtigen Rollenspiel-Elementen ergänzt. Angefangen bei King's Bounty, damals noch ohne Multi-Player Option, bis hin zu den beiden direkten Heroes of Might & Magic Vorläufern hatten aber all diese Spiele auch ein Problem: Das Design war nie perfekt ausbalanciert. Immer wieder passierte es, dass große Armeen von wenigen, aber viel mächtigeren Gegnern einfach platt gewalzt wurden, ohne das der Spieler vorgewarnt war. HoMM3 gibt sich sichtlich Mühe, diese Schwäche auszumerzen, ohne dabei auf den Charme eines Detail überhäuften Brettspieles zu verzichten.

Das Spiel-Konzept selbst unterscheidet sich kaum vom Vorgänger:
Sie wählen anfangs zwischen einer Kampagne, einem einzelnen Szenario oder einer Multi-Player Karte. In der Kampagne spielen Sie mehrere Szenarien hinter einander. Abspeichern können Sie zu sowohl zwischen den Szenarien, als auch mitten im Spiel.
Ein Szenario ist in einzelne Runden aufgeteilt. Eine Runde steht für einen Tag, sieben Tage machen eine Woche.

Sie besitzen anfangs meist einen Helden und meist eine Stadt, eines von beidem aber in jedem Fall. Im Laufe des Spieles kontrollieren Sie immer mehr Städte und Helden. Städte dienen zur eigenen Bereicherung und zum Bau von Armeen und können nur von Helden eingenommen werden. Falls eine Stadt schon einen Besitzer hat, gibt es einen Kampf zwischen Ihrer Heldenarmee und der Armee des Gegners, die in seiner Stadt verweilt.
Um alle Optionen einer Stadt nutzen zu können, muss diese aber erst nach und nach aufgebaut werden. Sie können auch eine Burg in jede Stadt setzen, die aber nur in einer Stadt am größten ausgebaut werden darf (welche damit auch zu ihrer Hauptstadt wird). Gemeinerweise können Sie die Stadt pro Runde nur um ein Gebäude erweitern, egal wieviel Geld Sie besitzen. Wichtig sind Gebäude, die Ihnen pro Woche mehr Geld einbringen.

Für jeden Einheitentyp, den Sie bauen wollen, brauchen Sie das passende Gebäude. Erst dann bekommen Sie nach jeder neuen Woche ein paar Einheiten zur Verfügung gestellt, die Sie aber noch bezahlen müssen. Die Einheiten können Sie dann zu einem Helden stecken. Dieser kann bis zu sieben Einheitenblöcke mit nehmen. Jeder Block darf nur aus einer Anzahl eines Einheitentyps bestehen, welche beliebig hoch sein darf. Helden sind quasi die Anführer Ihrer Armeen und können in einer Taverne rekrutiert werden. Sie besitzen zudem Charakterwerte und können im Laufe Ihrer Kampferfahrung aufgestuft werden.

Das Ziel eines Szenarios ist recht unterschiedlich: Meist geht es darum, alle Gegner zu schlagen. Manche Szenarien verlangen abe auch von Ihnen das Einnehmen bestimmter Gebäude oder das Sammeln von Artefakten. Die Ziele sind in den Szenarien einer Kampagne unterschiedlicher, als in den einzelnen Szenarien.

Kehren wir nochmal zum Anfang eines einfachen Spieles zurück: Dort sehen Sie einen schon fertig rekrutierten Helden, wie er auf seinem Pferd sitzt und dieses bei Ihrer Stadt steht (sofern Sie anfangs eine besitzen). Mit dem Helden können Sie pro Tag eine bestimmte Wegstrecke zurücklegen. Die Landschaft, auf der Sie sich bewegen können, wird dabei von schräg oben dargestellt, Gebäude und Gegenstände sind zur besseren Veranschaulichung fast seitlich gezeichnet. Zudem sehen Sie kleine Figuren, die Sie zunächst als Feinde ansehen sollten. D.h. wenn Sie mit Ihrem Held zu einer Figur laufen, gibt es in der Regel einen Kampf zwischen der Armee Ihres Helden und der Armee, die hinter der Figur steckt. Manchmal sind jene Kämpfer aber auch von Ihrer Kraft so beeindruckt, dass sie lieber zu Ihnen überlaufen wollen. Wenn die Gegner fliehen wollen, können Sie entscheiden, ob Sie sie angreifen oder sich die Zeit sparen möchten.

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