Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Herdy Gerdy im Gamezone-Test


1 Bilder Herdy Gerdy im Gamezone-Test
Mit "Herdy Gerdy" kann man den in der Kindheit versäumten "Urlaub auf dem Bauernhof" nachholen. In Person des kleinen Gerdy sammelt man Glocken ein, damit die Kühe glücklich sind und bessere Milch geben. Neben den Kühen existieren auch noch quietschende Hühnertiere, genannt Doops, welche einen gar unglaublichen Freiheitsdrang verspüren und sich ständig irgendwo herumtreiben, nur nicht im Stall wo sie hingehören. So ist eine der ersten zu erfüllenden Aufgaben das treiben der Doops in ihr Gehege. Dabei verhalten sich die armen Tierchen ziemlich panisch und man muss schon höllisch aufpassen sie nicht versehentlich ins Wasser zu treiben. Als Belohnung bekommt man typische Hirtenwerkzeuge geschenkt, wie einen Hirtenstab, der die Doops magisch anzieht oder eine Flöte, welche man zum Anlocken der Bleeps benötigt, welche so eine Art Hasen sind, die sich nicht mehr so einfach wie die Doops einfangen und umhertreiben lassen, dafür werden sie von Musik magisch angezogen.
Doch nicht alle Tiere ordnen sich dem Willen unseres Gerdy unter, da gibt es z.B. die großen Gromps, von der Optik her dem violetten Wuschelmonster aus "Monster AG" ähnlich, die mit niemals stillenden Appetit versuchen unsere Bleeps und Doops zu fressen! Hat man noch kein geeignetes Werkzeug erhalten, bleibt einem nur die Möglichkeit zu versuchen den Gromp auf Gredy aufmerksam zu machen und dann die Beine unter die Arme zu nehmen, auf das man ihn ins Wasser oder an den Rand einer Klippe lockt.
Je mehr aufgetragene Aufgaben man erledigt hat, desto größer wird das Spielfeld, welches auf einer Insel angelegt wurde. So stellt man immer mehr Kontakte zu den niedlichen Bewohnern her und erfährt manch nützliche Dinge, die ich an dieser Stelle aber noch nicht verrate, man will ja niemanden den Spaß verderben.

Die Grafik ist im Comic-Stil realisiert und mit einem Wort als "niedlich" zu bezeichnen. Fast vermeint man auf dem Kinderkanal gerutscht zu sein, was nicht negativ gemeint ist, denn "Herdy Gerdy" kann man damit uneingeschränkt auch der jüngsten Videospieler-Generation empfehlen. Leider wurden die Videosequenzen ziemlich stark komprimiert, so dass sie eine deutlich schlechtere Qualität aufweisen als die Ingame-Grafik. Die virtuelle Welt des Games hingegen wurde mit vielen Details geschmückt und ist anscheinend auf das kindliche Empfinden zurechtgeschnitten worden, was sich in der geradezu "schreienden Harmonie" manifestiert die einem ständig begegnet. Alle Figuren im Spiel sprechen betont freundlich und langsam, nichts wirkt wirklich bedrohlich oder angsteinflössend, alles ist vom Sonnenschein durchflutet und die Luft ist von den Stimmen der Vögel geschwängert.

Die Soundkulisse komplettiert den gesamt guten Eindruck ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Das Gemisch aus lauer Hintergrundmusik und den Geräuschen vom Bauernhof lässt eine seltsame "heile Welt" Atmosphäre aufkommen wie man es von einem Spiel dieser Art erwartet. Kritisieren dagegen kann man vielleicht die nicht lippensynchrone Sprachausgabe der Charaktere, genau genommen bewegen nur wenige von ihnen den Mund, meistens wackelt der Kopf einfach nur beim Sprechen. Allerdings kann man sich auf Wunsch die Untertitel einblenden lassen, welche in großer Schrift am unteren Bildschirmrand erscheint, leider in einem etwas geschmückten Zeichensatz, der für Kinderaugen nicht ganz so leicht zu lesen sein dürfte.

Die Steuerung darf man als gelungen bezeichnen, da man praktisch kein Handbuch dafür benötigt. Mit dem linken Analog-Stick wird unser Gerdy gesteuert und die vier Aktionstasten werden mit den diversen Werkzeugen, wie den Zauberstab oder die Flöte, belegt. Ebenfalls kann man mit einem Tastendruck die Kamera direkt hinter unseren Hauptdarsteller postieren, so dass man nie den Überblick verliert.

"Herdy Gerdy" ist ein nettes Spiel für die jüngere Generation. Das bedeutet aber nicht, dass es besonders leicht oder einfach wäre, denn es gibt ja bekanntlich auf einem Bauernhof immer genug zu tun und zu entdecken. Langweilige Passagen in denen man kleine Ewigkeiten von einem zum anderen Ort läuft hat man Idealerweise vermieden, und selbst wenn man einmal nicht weiter wissen sollte, kommt schwups ein blauer Maulwurf aus der Erde und versucht helfend einzugreifen. So kann man "Herdy Gerdy" als rundherum gelungen bezeichnen, besonders für die jüngsten unter uns Gamern.

Herdy Gerdy (PS2)
  • Singleplayer
  • 7,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
e_gz_ArticlePage_Default