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Headhunter im Gamezone-Test


1 Bilder Headhunter im Gamezone-Test
Im Amerika der Zukunft ist die Verbrechensrate ins unendliche gestiegen. Um der Lage Herr zu werden wurde das AntiCrimeNetwork ins Leben gerufen, welches sogenannte Headhunter ausbildet die gegen das organisierte Verbrechen eingesetzt werden. Die Macht dieser Organisation hat bereits totalitäre Züge angenommen, die Bürger werden überwacht, freies Denken ist unerwünscht und wird demnächst unter Strafe gestellt.

Du übernimmst die Rolle eines solchen Headhunters und lernst zuerst das Computersystem LEILA kennen. Dies ist ein virtueller Kampfsimulator der benutzt wird um den Headhuntern ein gefahrloses erlernen diverser Techniken zu ermöglichen. Gleichzeitig dient es zur Lizenzerwerbung, was sich auf die zu erfüllenden Auftrage auswirkt. Je mehr Lizenzen man im Laufe des Spiels erworben hat, desto komplexer werden die Aufgaben.
Zur Fortbewegung innerhalb der Stadt besitzt unser Hauptdarsteller ein Motorrad, mit dem er sich recht flott von A nach B bewegen kann.

Schon der beginn der Story lässt nichts Gutes ahnen. Du erwachst auf einer Art Operationstisch, umgeben von maskierten Menschen an hochtechnisierten Apparaten. Die aufkommende Panik lässt dich die Flucht ergreifen, aufgrund Deines geschwächten Körpers aber verlierst Du schon bald dein Bewusstsein und kommst erst wieder im Krankenhaus zu Dir. An dein früheres Leben kannst Du Dich nicht mehr erinnern, nur soviel scheint klar zu sein, Du bist ein sogenannter "Headhunter", ein von der Regierung bezahlter, privater Kopfgeldjäger. So entwickelt sich eine spannende Story um Intrigen und Verbrechen, in der vieles anders ist als es den Anschein hat.

Die Steuerung zu "Headhunter" ist etwas gewöhnungsbedürftig, so benötigt man zwei Tasten plus des Steuerkreuzes um sich an eine Wand zu drücken und um die Ecke zu sehen, eine Dritte wird benötigt damit unser Hauptdarsteller in den "Waffen-Modus" wechselt, was bedeutet, dass er automatisch Ziel aufnimmt damit man dann mit der vierten Taste einen Schuss abgeben kann. Trotzdem ist sie nicht so schwierig, als das man sie nach bisschen Übung nicht intus hätte. Ebenso verhält es sich mit dem Motorrad, anfangs schon sehr ungewohnt, da der Flitzer bei voller Beschleunigung praktisch nicht mehr lenkt, prescht man innerhalb kürzester Zeit wie ein Profi durch die Stadt.

Die Grafik ist in Ordnung, die Städte sind ausreichend genug möbliert und beherbergen so manche Überraschung, auch die Innenräume sind gut ausgestattet, es gibt es kaum etwas auszusetzen, bis auf die manchmal etwas ungünstige Kameraposition, allerdings kann man sich am Radarschirm jederzeit orientieren oder den Blick per Waffenmodus nach vorne richten.

Der Sound ist einwandfrei, alle Charaktere besitzen Sprachausgabe die auch ziemlich lippensynchron vonstatten geht und die Videountermalung entspricht Fernsehniveau. Apropos Video: Die vielen Zwischensequenzen sowie das ziemlich lange Intro-Video zeigen beim Szenenwechsel für kurze Zeit starke Komprimierungsartefakte, da hätte man sicher etwas sorgfältiger arbeiten können.

"Headhunter" ist ein spannendes Action-Adventure, welches durch die Motorrad-Sequenzen angenehm aufgelockert wird. Die Rätsel sind logisch und man kommt auch ohne Lösungsbuch gut zurecht. Die Story darf als gelungen bezeichnet werden, sie zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Gameplay. Trotz der eingesetzten Waffen fließt kein Blut, auch wenn schon die ein oder andere Leiche in der Geschichte vorkommt.
So kann man "Headhunter" guten Gewissens empfehlen, insofern man die Altersempfehlung beachtet.

Headhunter (PS2)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 9/10 
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