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Headhunter: Der letzte große DC-Hit ? - Leser-Test von axelkothe


1 Bilder Headhunter: Der letzte große DC-Hit ? - Leser-Test von axelkothe
Obwohl immer weniger Spiele für den Dreamcast erschienen, kamen immer wieder neue Spitzenspiele für die Kringelkonsole auf den Markt. Bestes Beispiel hierfür sei Headhunter von Sega / Amuze, von dem schon gemunkelt wurde, dass es nicht mehr für den Dreamcast kommen würde. Doch allen Zweifeln zum Trotz ist die PAL-Version doch noch in den Läden eingetroffen.

Wir befinden uns im Los Angeles des frühen 21. Jahrhunderts. Durch florierenden Organhandel steigen die Lebenserwartungen der Reichen, die der Armen sinken weiter. Die Medien unterliegen einer strengen Zensur. Um der zunehmenden Kriminalität Herr zu werden, hat man die Verbrechensbekämpfung privatisiert und von nun an ziehen statt den Cops Kopfgeldjäger durch die Straßen.

Auch ihr, Jack Wade, seid einer dieser Kopfgeldjäger – oder wart ihr zumindest einmal. Denn zu Beginn des Spiels wacht ihr auf einem Versuchtisch auf, wo sich gerade welche an euch zu schaffen machen wollen. Mit letzter Kraft entkommt ihr eurem Schicksal als Organspender und brecht in einer Gasse zusammen. Als ihr in einem Krankenhaus wieder aufwacht, leidet ihr unter Gedächtnisschwund. Von eurem ehemaligen Vorgesetzten erfahrt ihr, dass ihr einmal der beste Kopfgeldjäger wart, der bei ACN (Anti Crime Network) angestellt war.

Kaum ist diese Info verdaut, kommt auch schon eine junge Frau in euer Zimmer und bittet um eure Hilfe. Angela ist die Tochter des ACN-Gründers Christopher Stern, welcher auf mysteriöse Weise um Leben gekommen ist. Sie bittet euch den Fall zu untersuchen. Da ihr nichts besseres zu tun habt, und ihr euch erhofft, auf diesem Wege einige Informationen auch zu euch selbst zu sammeln, sagt ihr zu.
Doch leider ist das nicht so einfach. Bei eurem Rausschmiss aus dem ACN wurde euch auch eure Kopfgeldjägerlizenz entzogen, und so müsst ihr erst eine Prüfung ablegen. Dazu schwingt ihr euch auf euer Motorrad und fahrt zu Leila, wo ihr in einem Simulator die Prüfungen absolviert. Wäre diese Hürde überwunden geht es endlich los: Euer erster Hinweis führt euch zu einer Tankstelle, wo ihr zwei Informanten treffen sollt. Doch leider kommt ihr zu spät, und die beiden haben das sprechen verlernt. So klappert ihr nach und nach die verschiedensten Lokalitäten mit eurem Motorrad ab auf der Suche nach Informationen.

Den Hauptteil des Spiels macht der Action-Adventure Teil aus. Hier steuert ihr euer Alter Ego in der Third Person Perspektive durch die Areale. Vieles erinnert dabei an die Abenteuer von Solid Snake (Metal Gear Solid) – Ihr könnt euch von hinten an die Gegner anschleichen und sie so lautlos unschädlich machen, ihr klettert durch Belüftungsschächte und hört Gespräche ab, ein Radar zeigt euch die Blickrichtung, Position und Wachsamkeit eurer Gegner an. Fällt ein Schuss, werden alle Wachen im Raum alarmiert und stürmen auf euch zu. Zum Glück könnt ihr hinter Kisten Deckung nehmen, eine Rolle zur Seite machen und vorsichtig um Ecken spicken. Zu eurer Verteidigung schleppt ihr im Laufe der Zeit einiges an Waffen mit euch rum. Doch solltet ihr nicht wie Rambo durch die Gegend rennen, da ihr so nur selten eine Chance haben werdet. Am besten ist es, ihr schaltet erst einmal so viele Gegener wie möglich lautlos aus, bevor es die anderen mitkriegen – diese Verhalten sich nämlich recht clever und nehmen schon mal hinter Kisten und Wänden Deckung. Auch vor dem Einsatz von Handgranaten schrecken die Jungs nicht zurück.
Besonders spannend sind die Endgegnerkämpfe – wie zum Beispiel der erste, der auf dem Dach des Wolfpack-Hauptquartiers stattfindet. Da euer Gegner die überlegene Waffe hat, und starker Regen eure Sicht einschränkt (sieht übrigens hervorragend aus! ), müsst ihr euch was einfallen lassen, um den Kerl zu besiegen – des Rätsels Lösung sind die herumstehenden Fässer, welche bei Beschuss explodieren und allen im Explosionsradius kräftig Energie abziehen.

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