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Harry Potter und der Gefangene von Askaban: Teamwork ist oberste Maxime - Leser-Test von demonwarrior


1 Bilder Harry Potter und der Gefangene von Askaban: Teamwork ist oberste Maxime - Leser-Test von demonwarrior
Der gefährliche Sirius Black, der Harrys Eltern auf dem Gewissen hat, ist aus dem Gefängnis von Askaban entflohen. Ganz Hogwarts ist verunsichert. Zu allem Übel patroullieren nun auch noch Dementoren, die gefürchteten Wächter Askabans, schrecklichste Wesen, um das Anwesen. Denn eines ist sicher: Sirius will Rache...


Ihr schlüpft in die Rolle von Harry Potter samt seiner beiden Kumpanen Ron Weasley und Hermine Granger. In eurem dritten Jahr an der Hogwarts-Universität muss weiterhin kräftig gepaukt werden, so seid ihr die meiste Zeit damit beschäftigt, mit dem Sammeln von Zutaten für magische Tränke eure Hausaufgaben zu erfüllen, oder müsst im Rahmen des Unterrichts Zauberbücher in den atmosphärischen Gemäuern Hogwarts' finden. Dort erwarten euch allerhand Rätsel, deren Lösung das perfekte Zusammenspiel unseres Dreigespanns erfordert. Jede Figur verfügt über spezielle Fähigkeiten und erlernt darüber hinaus eigene Zauber. So meistert der athletische Harry beispielsweise Sprungpassen und schwingt sich dank peitschenähnlicher Magie auch über weite Abgründe, während Ron ein wahrer Meister im Finden von Geheimtüren ist und oft im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkle bringt. Am begabtesten von allen zeigt sich allerdings Hermine, die nicht nur mithilfe fröstelnden Zaubers Wasser und brodelnde Lava zu eisigen Pfaden verwandelt, sondern unter anderem auch kleine Drachenstatuen zum Leben erweckt, die durch Rösten fliegenden Getiers bei der Zutatensuche behilflich sein können oder ganze Wandteppiche versengen, hinter denen sich praktische Geheimgänge verbergen. Teamwork ist oberste Maxime. Die anfangs noch völlig harmlosen Schiebe- und Spiegelrätsel entwickeln sich im Verlauf des Spiels nämlich zu hirnschmalzfordernden Haselnüssen. Mit einer gesunden Portion logischen Denkvermögens sind jedoch alle Aufgaben ohne übermäßiges Kopfzerbrechen überwindbar. Ab und an beschreitet ihr darüber hinaus die Pfade des Solid Snake, wenn es ungesehen von Punkt A zu Punkt B zu gelangen gilt.

Natürlich trefft ihr auf eurem Abenteuer auch auf zahlreiche Widersacher, die allerdings keine allzu große Bedrohung darstellen. Einmal anvisiert könnt ihr fokussiert um euer Ziel herumstreifen und es mit magischen Geschossen eindecken. Kniffliger gestalten sich da schon die vereinzelten Kämpfe mit dicken Zwischengegnern, in denen die richtige Strategie gefragt ist, die wiederum ohne das harmonische Zusammenspiel eurer Charaktere nicht durchführbar ist. Erfreulicherweise seht ihr euch im Verlauf des Spiels mit einem abwechlungsreichen Gegnerportfolio konfrontiert.

Die simple Steuerung geht schnell in Fleisch und Blut über. An dieser Stelle gibt es allerdings Punktabzug für einen schlecht gewählten Umschlagpunkt zwischen Gehen und Rennen. Oft rennt ihr so vor Schatztruhen hin und her, ohne euch direkt davor positionieren zu können, was verständlicherweise zum Öffnen nötig ist. Die Kamera präsentiert das Geschehen aus der Verfolgerperspektive und vermag dieses weitestgehend optimal einzufangen. Mithilfe des rechten Analogsticks lässt sich bei Belieben dennoch nachjustieren, wobei löblich anzumerken ist, dass die Protagonisten die Sicht durch einen Transparenzeffekt niemals in störendem Maße beeinträchtigen. Sollte man trotzdem einmal durch tiefen Fall das Zeitliche segnen, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Dasselbe gilt für anderweitig begründete Bildschirmtode, da ihr nach eurem Ableben einfach wieder im zuletzt betretenen Raum anfangt. Außerdem könnt ihr an jedem beliebigen Punkt speichern und wisst dank etlicher Tipps eurer Mitstreiter und eingeblendeter Hinweise stets, was als nächstes zu tun ist. Dieser angenehme Schwierigkeitsgrad unterstreicht die kindgerechte Aufmachung des Titels, was allerdings keine negativen Schlüsse hinsichtlich der Präsentation ziehen lassen soll. EA-typisch dürft ihr euch auf eine fantastische Inszenierung Harrys drittem Abenteuer freuen. Die Spielzeit beläuft sich im Übrigen auf etwa zwölf Stunden.


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