Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Harbinger – Neues Interview


1 Bilder Harbinger – Neues Interview
Harbinger ist ein isometrisches Action-Rollenspiel für den PC, das schon des öfteren mit dem Klassiker Diablo verglichen wurden. In einem neuen Interview bei AVault geht es jetzt unter anderem um die Frage ob (und in welchem Maße) dieser Vergleich angebracht ist. Im Text werden außerdem zahlreiche weitere Themen wie etwa das Szenario und die Besonderheiten angesprochen. Das Spiel wird von einem bisher unbekannten und ziemlich kleinen amerikanischen Team namens Silverback Entertainment entwickelt und die Fragen werden von einem Mitbegründer der Firma beantwortet, der auch gleichzeitig der Art Director ist.

Die Entwickler haben sich für ein Science Fiction-Szenario entschieden weil sie so viel mehr Freiheiten haben als es bei einem Spiel mit historischen Hintergründen der Fall wäre. Die Welt des Spiels ist noch nie in irgendwelchen Vorlagen aufgetaucht und das Team kann so nach Herzenslust alle möglichen Elemente einbauen ohne dass sich irgendjemand beschwert. Gleichzeitig ist es in diesem Fall aber auch gar nicht so leicht einen Publisher zu finden, weil die Firmen of kein Risiko eingehen wollen. Und dann werden doch lieber Spiele mit bekannten Lizenzen veröffentlicht. Im Spiel geht es eigentlich weniger um die typische „Rette die ganze Welt“-Geschichte sondern eher um den jeweiligen Charakter, der vor allem seinen eigenen A... (äh...Hintern *g*) retten möchte.
Harbinger soll viel mehr werden als ein Diablo in der Zukunft mit Außerirdischen statt Monstern. Diablo gehört zu den Lieblingsspielen der Entwickler und sie bewundern Blizzards interessante Fantasy-Welt, aber Harbinger konzentriert sich deutlich mehr auf die Story und sämtliche Handlungen des Spielers beeinflussen das Gameplay. Die Geschichte ist nichtlinear und je nach gewähltem Charakter bekommt man andere Situationen zu sehen und man hat unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten, aber am Ende geht es dann immer um den selben Showdown. Das Spiel ist nicht wie viele andere Games in einzelne Kapitel oder Akte aufgeteilt und die Entwickler können im Moment nicht genau sagen wie lange man brauchen wird um das Abenteuer durchzuspielen. Harbinger wurde von den verschiedensten Rollenspielen beeinflusst. So hat man sich etwa am Interface von Diablo und den typischen Mausklicks orientiert und darüber hinaus haben sich die Entwickler vor allem mit misslungenen Konkurrenten beschäftigt um deren Fehler zu vermeiden.
Die verschiedenen Charaktere haben alle sehr komplexe Persönlichkeiten und die Leute von Silverback sind darauf besonders stolz. Im Spiel gibt es drei Charakterklassen, die im Interview jedoch nicht genauer beschrieben werden (ich habe die Figuren aber schon in anderen News erwähnt). In den Levels gibt es unzählige interaktive Elemente, wobei vor allem passive und aktive Effekte unterschieden werden. Zur ersten Gruppe gehören zum Beispiel Gifte, Hitze oder Strahlung (je nach Charakter haben diese andere Auswirkungen) während die aktiven Elemente oft mit den Kämpfen zu tun haben. Man kann zum Beispiel bestimmte Maschinen zerstören, ohne die sich manche Gegner nicht bewegen können. Besonders interessant sind angeblich die verschiedenen Waffentypen. Die Gegner haben meistens spezielle Schwachstellen und man sollte deshalb immer die passenden Waffen dabeihaben. Mithilfe der so genannten Upgrade Cards kann man bestimmte Funktionen einbauen und diese Karten können beliebig ausgetauscht werden. In Kämpfen kann man blitzschnell von einer Funktion zur anderen wechseln.
Einer der Charaktere kann besonders interessante Hilfsmittel einsetzen, denn er kontrolliert verschiedene ferngesteuerte Miniroboter und andere High Tech-Geräte. Die Einsatzmöglichkeiten werden im Text auch noch genauer beschrieben.
Die Entwickler haben sich für die Iso-Grafik entscheiden, weil man zur Zeit mit 3D-Engines angeblich einfach noch nicht so viele Details darstellen kann. Die durchschnittlichen Charaktere in Harbinger bestehen aus etwa neuntausend Polygonen und oft sind mehr als ein Dutzend Figuren gleichzeitig zu sehen. Durch die dreidimensionale Grafik würden die Hardware-Anforderungen zu hoch oder man müsste auf viele Details verzichten.
Harbinger soll laut Interview ein reines Singleplayer-Spiel werden. Die Entwickler wollen nach dem Release wahrscheinlich das gesamte Tool-Set veröffentlichen so dass die Fans eigene Levels zusammenbauen können. Zur Zeit verhandelt Silverback gerade mit einem Publisher und der passende Vertrag wird möglicherweise schon bald unterzeichnet. Das Spiel könnte dann etwa an Thanksgiving in den USA erscheinen.

Ceilans Meinung:
Im Interview werden dann noch ein paar andere Themen angesprochen und Rollenspielfans sollten sich ruhig mal den ganzen Text durchlesen. Was sofort auffällt ist die Tatsache dass die Leute von AVault wohl ziemlich begeistert sind und ich muss sagen dass das Spiel auch wirklich recht vielversprechend zu sein scheint. Im Text findet man auch ein paar Screenshots so dass man die Grafik schon etwas besser beurteilen kann. Das düstere Zukunftsszenario gefällt mir persönlich zwar nicht so gut wie typische Fantasy-Welte, aber es ist auf jeden Fall mal etwas Anderes. Die Idee mit der nichtlinearen Geschichte ist schon mal nicht schlecht, denn in anderen Spielen wie etwa Diablo gibt es ja keine großen Entscheidungsmöglichkeiten oder charakterspezifische Aufgaben. Normalerweise unterscheiden sich eben nur die Fähigkeiten während die Geschichte immer gleich bleibt. In dieser Hinsicht ist Harbinger wohl deutlich abwechslungsreicher.

Quelle: www.avault.com

e_gz_ArticlePage_Default