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Half-Life: Blue Shift - Black Mesa ruft - Leser-Test von Berte


1 Bilder Half-Life: Blue Shift - Black Mesa ruft - Leser-Test von Berte [Quelle: Valve]
Jawoll, und das bereits zum dritten mal. Half-Life ist eines der innovativsten Action-Spiele, die es auf dem PC je gegeben hat. Genau wie auf der großen Kinoleinwand vollzog das gesamte Genre einen großen Wandel, weil die Spiele (bzw. Filme) mit etwas ausgestattet wurden, daß heute immer noch die Kassenknüller von den Ladenhütern unterscheidet - einen ordentlichen Plot. Matrix leitete diese Entwicklung im Kino ein, Half-Life auf dem PC.

Vorbei die Zeiten, in denen es genügte wild schreiend durch die Gegend zu laufen, den Finger am Abzug zu lassen bis sich der Gewehrlauf weißglühend nach unten biegt und sich vor mir neue Geländeformationen in Gestalt erledigter Gegnerhorden formierten (in diesem Sinne "Back to the roots" - SERIOUS SAM hat dieses Prinzip in Reinkultur wieder aufgegriffen). Bei Half-Life basierte die Spannung auf anderen Faktoren.

HALF-LIFE: Sie spielen Gordon Freeman, Wissenschaftler in der Black Mesa Research Facility. Nach einem Unfall im Labor wird dasselbe von Alienhorden aus einer anderen Dimension überflutet. Zugleich stürmen Soldatentrupps das Gelände, um etwaige Zeugen aus dem Weg zu räumen. Und was hat es mit diesem ominösen Mann im Nadelstreifenanzug auf sich, der Gordon auf seinem Weg aus der Facility und in andere Dimensionen immer wieder über den Weg läuft? Mit List, Geschick und etwas Grips bahnte man sich seinen Weg durch ein zerstörtes Labor, Reaktorkerne, andere Dimensionen und dergleichen bis hin zum fulminanten und überraschenden Ende.

OPPOSING FORCE: Zurück nach Black Mesa war das Motto. Diesmal aber haben sie die Seiten gewechselt. In diesem Half-Life Add On kämpften sie auf Seiten der Soldaten. Allerdings dauert es nicht lange, bis auch diese zu ihren erklärten Feinden gehörten. Die Story verlief parallel zu Half-Life und folglich war es auch ihr Auftrag, den flüchtigen Gordon Freeman zu fangen.

BLUE SHIFT: Und ein drittes Mal tauchen wir ein in die düsteren Korridore der Forschungseinrichtung. Wieder geht es um die gleiche Handlung. Das Labor wird durch einen Unfall verwüstet, Alienhorden schleichen durch die Korridore und Gordon Freeman ist irgendwo in ihrer Nähe. Sie selbst sind Barney Calhoun, der auch schon in den Vorgängern einen Gastauftritt hatte. Barney ist Wachmann und erlebt den Black Mesa Alptraum auf seine ganz persönliche Art und Weise. Ein anderer Lösungsweg und ein anderes Ziel, denn logischerweise ist es nicht sein Auftrag, Gordon Freeman zu schnappen. Die gleichen Gegner, fast die gleiche Waffen (sogar ein paar weniger), ein Besuch in der anderen Dimension und viele knifflige Rätsel...kurz gesagt, BLUE SHIFT ist nichts anderes als Half-Life in der Kurzfassung. Da auch BLUE SHIFT nur ein Add-On ist, erscheint bereits nach knapp 4 Stunden der Abspann.

Bis dahin erlebt man aber 4 Stunden, die sich gewaschen haben. Die Rätsel sind erstklassig (besonders im zweiten Teil des Spiels) und nur mit Rumballern kommt man selten weiter. Was fehlt ist ein Zwischen- oder Endgegner, der den Namen auch verdient, denn selbst die stärksten Gegner sind nur solche, die im ersten Teil schon zuhauf auftraten. Dafür macht die Handlung wieder vieles wett. Rein spannungs- und storymäßig steht BLUE SHIFT seinem großen Bruder in nichts nach und zweitweise werden auch Parallelen zu diesem deutlich (ja, wir sehen auch Gordon wieder).

Grafikmäßig hat sich auch ein wenig verändert. Auf der BLUE SHIFT CD befindet sich ein Grafik-Patch mit dem man die angestaubten verschwommenen Texturen auch der Vorgängerspiele wieder ein wenig aufpeppeln kann (was auch bitter nötig war). Das Spiel läuft aber auch damit noch extrem flüssig auch auf älteren Rechnern.

4 Stunden für 30,-DM mögen nicht viel sein. Auf der CD befinden sich aber als Bonus noch die Vollversion von OPPOSING FORCE und COUNTERSTRIKE (der geniale Multiplayer-Ableger von Half-Life). Insgesamt also ein Paket, das die Anschaffung durchaus lohnt. Gewarnt sei aber wieder vor der entschärften deutschen Version, in der die Soldaten durch seelenlose Roboter ersetzt wurden. Die Bemühungen des Jugendschutzes in allen Ehren, aber wenn die KI darunter leidet, greife ich lieber zur englischen Version. BLUE SHIFT ist auch ohne Half-Life spielbar und wer die Zeit bis zu HALF-LIFE 2 etwas verkürzen will, der kommt an BLUE SHIFT nicht vorbei. Als Alternative böte sich noch HALF-LIFE GUNMAN an, daß sich aber vom großen Namensvetter nur die Grafikengine ausgeliehen hat.

Negative Aspekte:
mittelprächtige Grafik

Positive Aspekte:
Gameplay, nachdenken ist angesagt

Infos zur Spielzeit:
Berte hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Berte
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 10/10
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