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Gunman Chronicles: Als Vollpreistitel zu teuer - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Gunman Chronicles: Als Vollpreistitel zu teuer - Leser-Test von CONQUEROR
Es ist einfach nicht totzukriegen: Wieder einmal hält das Action-Wunder Half-Life für eine Konvertierung her. Zugegeben: Die ist so umfangreich, dass sie die Bezeichnung „neues Spiel“ fast verdient. Die Story: In einer fernen Zukunft sorget eine Art Weltraumpolizei für Ruhe und Ordnung. Der „General“ wird als gefallener Held verehrt, der bei einer Mission auf einem Planeten tragischerweise ums Leben kam. Der Spieler ist Mitglied der Organisation, die von ihrer Weltraumstation aus operiert. Schon Anfangs merken sie jedoch anhand allerlei Pannen, dass auch die Helden ferner Zukunft noch mit technischen Schwierigkeiten gekämpft haben. Haben sie sich im Training erst einmal mit der Handhabung der Waffen und einigen Bewegungsgrundlagen vertraut gemacht, geht es auch schon los zu einer Außenmission auf einen Dschungelplaneten. Doch schau an, wie sich zeigt ist der General gar nicht so tot wie man denkt – und blöderweise hat er was gegen sie. Kurzerhand löscht er ihre Landungstruppen aus und bald sind sie alleine in ihrem verzweifelten Kampf ums Überleben.
Damit der nicht allzu schwer wird, gibt es eine Vielzahl skuriller Wummen. Vielseitigkeit wird hier großgeschrieben. So stellen sie ihre Standardpistole auf Schnellfeuer und sammeln später sogar ein Scharfschützenupgrade ein. Die Bio-Knarre lässt ihnen sogar die Wahl bei der Zusammensetzung des ausgestoßenen Schleimklumpens. Auch der obligatorische Raketenwerfer ist wieder mit von der Partie – nun auch mit zielsuchenden Geschossen und einer Menge anderem Schnickschnack. Auf ihrer Reise durch vielerlei Locations werden sie all diese Rückendeckung dringend brauchen, denn bevor sie den General schließlich stellen dürfen, müssen sie an einem Riesen-Dino in der Dschungelwelt vorbei, folgen dem Übeltäter dann später auf einen vom Asteroidenniederschlag gebeutelten Planeten und landen in der Wüste, wo sie sich mit den (eindeutig westernmäßig angehauchten) Revolvermänner des Generals duellieren. Reichlich Abwechslung also. Dabei haben die Entwickler alles aus der Engine herausgeholt. Die Umgebung wirkt manchmal knallbunt und in großen Arealen dürfen sie später sogar einen Panzer fahren – MGs und fette Kanone eingeschlossen. Fieserweise müssen sie aber erst einmal Sprit für das Gefährt besorgen. Nichtsdestotrotz muss aber gesagt werden dass es eben immer noch nur die Half-Life Engine ist. Grafik-Orgien a la Unreal oder Quake 3 dürfen sie nicht erwarten. Dafür ist das Programm genügsam, was die Hardware angeht. Das Spiel läuft Half-Life typisch sehr linear ab, was bedeutet dass sie konstant der Story folgen. Leider tun sie das jedoch nicht sehr lang. Shooter-Veteranen sind nach kurzer Zeit durch und fragen sich: Hat sich da das Geld gelohnt? Automatisch stellt sich da die Frage nach dem Mehrspieler-Modus, der jedoch leider eher misslungen ist und nicht einmal Ansatzweise die Qualität des Hauptprogramms erreicht. Meiner Meinung ging man hier mit der Kommerzialisierung zu weit. Als Total Conversion hätte Gunman sicherlich alle Rekorde gebrochen – schließlich ist die Story recht spannend und die Levels äußerst originell aufgebaut. Jedoch stellt der Verkauf jeden potentiellen Käufer vor die Frage, ob er das eigene Geld nicht lieber in ein „professionelleres“ Spiel investieren sollte. Mein Tip: Falls sie Gunman zum Schleuderpreis sehen: geben sie dem Spiel eine Chance. Vom Kauf als Vollpreisprodukt würde ich abraten - lieber Unreal kaufen.

FAZIT: eingeschränkt empfehlenswert

Negative Aspekte:
Grafik angestaubt, schlechter Multiplayer-Modus,

Positive Aspekte:
gute story, originelle Waffen und Levels

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 6.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 8/10
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