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Gungrave im Gamezone-Test


1 Bilder Gungrave im Gamezone-Test

Erst schießen, dann ballern!

Die Präsentation des Spiels ist wirklich außerordentlich gut gelungen, die Artworks des berühmten Anime-Zeichners Yasuhiro Nightow tragen hauptsächlich dazu bei, dass richtig gute, düstere Manga-Stimmung aufkommt. Oft werden die Abschnitte der Level mit einem kleinen Renderfilmchen eingeleitet, diese stehen vom künstlerischen Aspekt her den großen japanischen Produktionen in nichts nach. Im Spiel selbst wird mit Cel-shading gearbeitet, allerdings wurde hier extrem viel Liebe ins Detail gesteckt, die Figuren wirken sehr plastisch und vor allem die zahlreichen Explosionen und Spezialeffekte sind hervorragend gelungen. Geruckelt wird eigentlich nie, ist aber auch kein Wunder, denn in vielen Leveln ist die Sichtweite schon sehr knapp bemessen und man wundert sich, wo denn eigentlich der ganze Nebel herkommt. Der Hintergrundsound ist fetzig, packend und passt sich hervorragend an das optische Geschehen an, da gibt es wirklich nichts zu meckern.

Spielerisch kann man Gungrave ganz klar im Shooter-Genre einordnen. Wir sehen unseren Helden aus der Third-Person-Perspektive, dabei wird geballert was das Zeug hält und zwar auf unzählige Gegner. Neben dem automatisch anvisierenden Standardschuss mit unseren zwei extrem coolen Revolvern, gibt es noch einen dicken Hieb mit dem Sarg, den unser Held auf dem Rücken zu tragen pflegt. Dieser "Sargschlag" ist besonders praktisch wenn es den Feinden doch einmal gelingen sollte uns ganz dicht auf die Pelle zu rücken. Als ganz besonders schlagkräftig hat sich unsere Superwaffe erwiesen, diese kann man leider nur sehr selten einsetzen, das raketenartige Geschoss vernichtet allerdings, mit einem tollen grafischen Effekt, so ziemlich alles im Umkreis des Helden.

So ballert man sich, vorzugsweise mit eingeschaltetem Dauerfeuer, durch die optisch toll gestalteten Level. Das Spiel hat dabei einen Touch von "Devil May Cry" nur eben mit wesentlich weniger Abwechslung und Spieltiefe. Ehrlich gesagt, "Devil May Cry" hatte auch nicht sonderlich viel Spieltiefe, "Gungrave" bietet aber leider noch viel weniger davon.

  • - GreenAcid"-"
  • Die großen Pluspunkte des Spiels liegen eindeutig bei der hervorragenden Grafik, dem packendem Sound und den absolut professionell gestalteten Charakteren. Obwohl das Gameplay nicht viel mehr Anspruch bietet als das von Pacman, spielt man gerne noch ein paar Level aufgrund des tollen Designs weiter. Nach einer Weile werden die meisten Spieler allerdings aufgrund der unweigerlich auftretenden Schmerzen im rechten Daumen dann doch aufhören, da hilft auch keine tolle Grafik weiter. Wer total auf Mangas abfährt kann sofort zugreifen, Spieler die etwas anspruchsvollere Balleraction suchen, sollten lieber zu "Devil May Cry" greifen. Hinzu kommt, dass Gungrave sehr schnell durchgespielt ist und danach nur noch wenig Gründe bietet noch einmal aus dem Schrank hervorgeholt zu werden.
Gungrave (PS2)
  • Singleplayer
  • 6,9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
tolle Inszenierung und Zwischensequenzen
coole Charaktere
viel zu kurz
Gameplay zu eintönig
kurze Sichtweite
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