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Gun Valkyrie: Smilebit is back - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Gun Valkyrie: Smilebit is back - Leser-Test von buckshot
Dreamcast und nicht zuletzt auch Xbox Besitzern dürfte der Name Smilebit ein Funkeln in die Augen zaubern. Genau dieses Entwicklerteam, der japanischen Softwareschmiede Sega, erschuf mit Jet Set Radio (Future) einen Klassiker der jüngeren Videospielegeschichte. Ursprünglich noch für den Dreamcast geplant, befand sich bereits seit geraumer Zeit GunValkyrie in der Entwicklung. Nach dem Produktionsstopp der hauseigenen Konsole wurde der Titel jedoch vorübergehend auf Eis gelegt. Erst Sega's plattformübergreifende Geschäftspolitik brachte den Actionshooter wieder ans Tageslicht, um ihn nun für die Xbox zu veröffentlichen. Fans stellen sich natürlich die Frage, ob Smilebit's neuester Streich in die großen Fußstapfen eines Jet Set Radio treten kann.

Die Story des Third Person Shooters und deren Erzählweise muten etwas ungewöhnlich an und verblüffen mit einer Mischung aus Science-Fiction und Anime. Im Jahr 1835 als der Halleysche Komet an der Erde vorbei zog, regneten energiegeladene Gesteinsbrocken auf den blauen Planeten. Dr. Hebble Gate machte sich das Gestein für seine Forschungszwecke zunutze und kam so zu bahnbrechenden Entwicklungen. Um den Missbrauch der Kerne zu verhindern, gründete der Wissenschaftler die GunValkyrie Organisation. Die Mitglieder setzen sich ausschließlich aus sogenannten Halley-Jüngern zusammen, die ebenfalls in Kontakt mit den Gesteinsbrocken kamen und dadurch übermenschliche Kräfte erlangten. Ausgestattet mit waffenstrotzenden Kampfanzügen, erreicht eine handvoll Halley-Jünger die Kampfkraft einer ganzen Armee. Dr. Hebble Gate muss gewusst haben, dass er sich in Gefahr befindet, seit nunmehr vier Jahren ist er spurlos verschwunden. Während einer Forschungsreise zum Planeten Tir na Nog, brach der Kontakt zu ihm ab. Die GunValkyrie Einheit sieht sich nun damit beauftragt die Geschehnisse auf Tir na Nog zu untersuchen und den Doktor aufzuspüren. Als reines Singleplayer-Game konzipiert, kämpft sich der Spieler durch zahlreiche Level um so langsam den Geheimnissen um den Doktor und den Planeten Tir na Nog auf die Spur zukommen. Das Briefing zu Beginn eines Auftrages gibt wichtige Informationen zum Gegneraufkommen und informiert über die Gefahren im Einsatzgebiet. Bevor es dann richtig zur Sache geht, muss sich der Spieler für eine von zwei Kampfeinheiten entscheiden. Kelly richtet sich an Anfänger, da sie sich durch vielfältige Powerups zu einer wahren Killermaschine aufrüsten lässt und dabei trotzdem äußerst beweglich bleibt. Der eher schwerfällige Saburouta ist die Alternative für erfahrene Profis, die auch mit spärlichen Upgrades die Lage meistern. Sein Vorteil liegt eindeutig in der durchschlagenden Feuerkraft. Die Wahl getroffen ist es an der Zeit, Landschaften, beklemmende Höhlenlabyrinthe und verwinkelte Schächte auf Tir na Nog von jeder Menge feindlicher Horden zu befreien. Dabei fühlt sich der Spieler ein um's andere Mal an den Film Starship Troopers erinnert, sieht man sich doch meist furchterregenden Insekten gegenüber. Diese befallen die GV-Einheiten meist in riesigen Schwärmen, ein Glück dass die meisten Waffen mit komfortabler Zielautomatik ausgestattet sind. Getroffene Gegner hinterlassen schon mal nützliches Inventar wie Energiezellen oder Schutzschilder, womit die eigenen Reserven aufgefrischt werden. Wer nun jedoch glaubt die einzige Herausforderung besteht darin den Namen GunValkyrie richtig auszusprechen liegt falsch. Schnell wird auch geübten Schützen klar, dass zu Fuß kein Blumentopf gegen die feindliche Übermacht zu gewinnen ist. So empfiehlt es sich möglichst rasch die Techniken der sogenannten Boost-Combos zu erlernen. Durch geschickte Sprungeinlagen werden die Treibstoffreserven aufgefüllt, was es ermöglicht durch die Lüfte zu gleiten. Von hier aus lassen sich Feindverbände wesentlich effektiver unter Beschuss nehmen. Leider ist das Manövrieren über die Boosttechniken unnötig kompliziert gelöst, so dass die Steuerung nur schwer in Fleisch und Blut übergehen mag. Gerade aufgrund des immensen Feindaufkommens aus allen Himmelsrichtungen ein ernsthafter Kritikpunkt, der des öfteren für Frustmomente sorgt. Nach gemeisterter Mission errechnet sich aus benötigter Zeit, Anzahl der getöteten Feinde, verwendeten Boost-Techniken etc. ein Bonus, der nützliche Power-Ups aktiviert. Die Planetenoberfläche überzeugt mit kilometerlanger Fernsicht und beeindruckenden Grafikeffekten, gerade beim Waffeneinsatz. Die Areale sind reich bewachsen, Flüsse und Wasserfälle bieten selbst verwöhnten Xbox Zockern Eye-Candy an allen Ecken und Enden. Lediglich die Innenabschnitte fallen demgegenüber, mit vergleichsweise tristen Texturen, etwas ab. Das Design der Spielfiguren ist sicherlich Geschmacksache, wird Fans japanischer Mangas jedoch hellauf begeistern. Der Sound möchte dem natürlich in nichts nachstehen und donnert mit wuchtigen Schussgeräuschen aus den Boxen. Das Fazit zu GunValkyrie gleicht einem Drahtseilakt. Gerade noch von der opulenten Grafik überwältigt, sieht man sich Sekundenbruchteile später in Versuchung sein Gamepad frustriert gegen die Wand zu werfen. Für einen kompromisslosen Actiontitel hat Sega die Anforderungen in Sachen Steuerung eindeutig zu hoch geschraubt. So offenbart sich ausschließlich hartnäckigen Zockern ein technisch, wie inhaltlich überzeugender Shooter.

Negative Aspekte:
Steuerung

Positive Aspekte:
Grafik

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 7.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.4/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 7/10
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