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Gun Metal im Gamezone-Test


1 Bilder Gun Metal im Gamezone-Test

Irgendwann in einer fernen Zukunft feiert die Menschheit den größten Wissenschaftlichen Erfolg den sie je auf die Beine stellten. Es war ihnen gelungen die Urkraft der Wurmlöcher zu bändigen und so den ersten Überlichtantrieb zu realisieren. Das Zeitalter der interstellaren Raumfahrt hatte begonnen. Als Sprungbrett in die weiten des Universum erkor man den Planeten Helios, welcher der erste Planet mit einem Sternentor werden sollte. Doch statt des erhofften Friedens gingen die auf die Barrikaden, die auf der Erde zurückgelassen werden sollten. Praktisch über Nacht flohen die Auserwählten durch das Sternentor und setzten es außer Betrieb, damit ihnen niemand folgen konnte.
Das Leben auf Helios schien wieder seinen geregelten Gang zu gehen, bis plötzlich völlig unerwartet eine gigantische Armee durch das tot geglaubte Sternentor eindrang und die Menschen überfiel. Nur dem maroden Zustand des Tores ist es zu verdanken, dass es nicht mehr Feinde durch geschafft haben. Trotzdem war die Bedrohung immens, die Menschheit kurz vor dem Ende, als das Programm "GunMetal" ins Leben gerufen wurde. Die kompletten Reserven der Menschheit flossen in dieses Projekt, obwohl niemand sagen konnte ob es erfolgreich sein würde. Doch sie hatten keine andere Wahl.

An dieser Stelle kommen wir ins Spiel. Ausgestattet mit der neuesten Waffe der Menschheit, einen Mech der sich in ein Flugzeug verwandeln kann, treten wir gegen die außerirdische Macht an. Dies gestaltet sich als schwieriger als es sich anhört, da die Feinde ziemlich gewieft und auch sehr stark sind. Ohne die Kenntnisse der Verwandlung und über die verschiedenen Waffensysteme hat man kaum eine Chance gegen sie.
Die ersten Missionen geben einen Gelegenheit sich mit den Eigenarten der Maschine auseinander zu setzen. Wir bemerken so ziemlich schnell, dass sich der Mech zwar hervorragend eignet um Bodenziele zu eliminieren, seine Schwäche aber definitiv in der langsamen Geschwindigkeit liegt, was beim Ziel aufnehmen ganz praktisch ist, wenn man aber unter Beschuss steht und Deckung sucht ein großer Nachteil ist. Das Flugzeug hingegen besitzt einen Nachbrenner und erreicht wesentlich höhere Geschwindigkeiten, dafür eignet es sich weniger für die Bodenziele, die viel zu schnell wieder aus dem Blickfeld wandern, gegen fliegende Ziele hingegen ist es wunderbar einzusetzen.
Die Umwandlung vom Mech zum Flugzeug, und umgekehrt, kann jederzeit erfolgen. Selbst in luftiger Höhe stellt es kein Problem dar, da der Mech selbst im freien Fall bereits Ziel aufnehmen und aktiv werden kann. Mit der Zeit kann man so ziemlich schnell zwischen den Modi hin- und herschalten, je nachdem welche Waffensysteme augenblicklich die beste Wahl darstellen. So kann der Mech mit dem MG automatisch Ziel aufnehmen, das Flugzeug kann das nur mit den Raketen, die Projektile hingegen wollen manuell ins Ziel gebracht werden.

Das Missionsdesign kann sich sehen lassen. Keine einzige beinhaltet nur ein zu erreichendes Ziel sondern immer mehrere voneinander abhängige. Dadurch entsteht ein Gameplay das einen nicht still sitzen lässt, denn man will unbedingt die nächste Überraschung der Außerirdischen sehen.

Die Grafik braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken. Trotz der Teils immensen Detailflut sinkt die Framerate nur unmerklich und auch nur dann wenn man vor lauter Aktion auf dem Schirm kaum mehr etwas erkennt weil man sich inmitten mehrerer Explosionen befindet und verzweifelt versucht durch das abfeuern aller verfügbaren Waffen den Angriff zu überstehen. Wäre es nicht so ernst könnte man sich fast zurücklehnen und die wunderbare Pracht der Explosionen und Strahlenwaffen genießen wie sie einem in dieser Anzahl nur selten geboten werden.

Die Soundkulisse gibt sich auch alle Mühe nie Ruhe zu geben und passt gut zum Spiel. Meist ist sie geschwängert von den Waffen- und Explosionsgeräuschen durch die man sich hindurchbewegt, während man über Funk die neuesten Anweisungen oder Erfolgsmeldungen gesagt bekommt. Leider klingt die deutsche Synchronisation etwas hölzern, was aber nicht besonders ins Gewicht fällt, da zum einen die Funksprüche meistens im allgemeinen Kampfgetümmel untergehen und man zum anderen sowieso Untertitel einblenden lassen kann, die schneller gelesen sind als der Sprecher sie aufsagt.

Über die Steuerung kann man nichts Negatives sagen. Ein einziger Blick ins Handbuch genügt um alle Funktionen benutzen zu können. Das Gefährt wird dabei mit dem linken Analogstick gesteuert während man mit dem rechten Stick das Ziel auffasst. Die Schultertasten dienen zum Feuern der Primär- und Sekundärwaffe, welche mit den Aktionsknöpfen durchgeschaltet werden. Ansonsten benötigt man nur noch eine Taste für die Umwandlung und um das automatische Zielsystem ein- und ausschalten zu können. Selbstverständlich lässt sich die Steuerung nach den eigenen Bedürfnissen umkonfigurieren.

  • Peter Grubmair"-"
  • Irgendwie scheint einem alles aus diesem Game bekannt vorzukommen. Transformierende Flugzeuge kennt man schon seit gut 15 Jahren aus dem Nachmittagsprogramm, die Sternentore begegnen uns allabendlich in "Stargate" und die bösen Außerirdischen kennen wir auch schon seit halb Amerika in der Sechzigern panisch auf ein Hörspiel reagierte. Trotzdem kann "GunMetal" begeistern, denn das Gebotene ist solide Umgesetzt und versteht es Spaß zu bereiten. Vielleicht ist es ja gerade die Kombination aus all diesen Klischees die es zu etwas Besonderem machen. Denn gut kopiert ist immer noch besser als schlecht selbst gemacht.
Gun Metal (XB)
  • Singleplayer
  • 8,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 10/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Gutes Missionsdesign, detailreiche Grafik die einer Xbox gerecht wird
Gut umgesetzte Steuerung
Im Grunde gab es das Alles schon einmal
nur nicht in dieser Kombination
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