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Guilty Gear: Alles schonmal dagewesen - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Guilty Gear: Alles schonmal dagewesen - Leser-Test von HALLofGAME
Kaum ein Genre trotzt der technischen Entwicklung so, wie das klassische 2D-Beat'em Up. Selbst vor der Playstation 2, von der sich viele Spieler erheblich mehr erwarten, als platte Bitmap Prügeleien, macht es nicht Halt. Mit Guilty Gear erreichte uns seinerzeit mal wieder einer jener Titel, der vorher jahrelang durch die Ankündigungslisten gegeistert ist. Interessant zu sehen ist, wie die Jungs vom Team Neo Blood die lange Entwicklungszeit genutzt haben. Offenbar haben sie sich in erster Linie fleißig durchs Genre gekloppt, Prügel-Fans entdecken wieder und wieder Altbekanntes.

So findet sich unter den zehn Charakteren, die von Anfang an zur Verfügung stehen, z.B. Sol Badguy, ein Recke der genausogut aus Samurai Shodown, oder der King of Fighters Serie stammen könnte. Wer auf Marvel-Held Juggernaut steht, der wird mit dem trägen Riesen Potemkin bestens bedient. Die blonde Schönheit Millia Rage dagegen, hat Beine wie Streetfighters Chun Li, greift aber vorzugsweise mit ihren Haaren an, was man bereits aus Darkstalkers kennt. Dort würden sich auch Kliff Undersn und Baldhead, zwei weitere kuriose Gestalten des Fighter Line Ups auf Anhieb wohlfühlen. Wie in Beat'em Ups üblich, können außerdem 3 weitere Kämpfer freigespielt werden, die leider die einzige Belohnung für ausdauerndes Zocken sind und auch nur im VS-Mode eingesetzt werden können.

In Sachen Spielmodi haben sich die Entwickler bedauerlicherweise nichts von der Konkurrenz abgeschaut. Außer dem Normal-Mode gibt es nur noch die obligatorische Trainingsmöglichkeit und besagten VS-Mode. Auch das Optionsmenü setzt voll auf Minimalismus: Verstellbarer Schwierigkeitsgrad und wählbare Rundenzahl? Fehlanzeige! Auch die spartanische Präsentation des Spiels fügt sich hier ins Bild. Bevor der Kampf beginnt, präsentieren zwei bescheidene Portraits die Kontrahenten, dazu gibt es eine kurze Liste mit 4 bis 5 Kombinationen für Special Moves und das wars dann schon!

Kann man über Inhalt und Präsentation geteilter Meinung sein, so ist zumindest die technische Präsentation einwandfrei. Vor den abwechslungsreichen, abgedrehten Hintergründen finden schnelle, flüssig animierte Kämpfe statt. Die Special Moves sind sauber ausgearbeitet und teilweise spektakulär anzusehen. Erfreulich ist auch der eigenständige, sehr rockige Soundtrack.

Und dann bietet Guilty Gear doch tatsächlich noch eine echte spielerische Innovation. Jedem Kämpfer steht ein spezieller Supermove zur Verfügung, der mit einem Schlag die komplette Lebensleiste des Gegners auslöscht. Und das so gründlich, daß dadurch nicht nur die jeweilige Runde, sondern gleich der ganze Kampf gewonnen, bzw. verloren wird. Was so erstmal nicht schlecht klingt, kann sich leider sehr schnell zum handfesten Ärgernis entwickeln. Spätestens dann, wenn man sich in höheren Stages mühsam die erste Runde erkämpft hat, in der nächste Runde aber buchstäblich mit einem Schlag ausgeknockt wird und die sonst übliche dritte Entscheidungsrunde ausfällt. Das ist offenbar den Entwicklern auch aufgefallen, im Nachfolger sollten diese Moves nicht mehr enthalten sein.

Alles in allem ist Guilty Gear ein durchschnittliches Game, das insbesondere durch seinen erschreckend geringen Umfang auffällt und dadurch einiges an Punkten verliert. Für Japano-Freaks und Beat'em Up Enthusiasten sicherlich interessant, alle anderen Zocker sollten erstmal ein Probespiel wagen.

Negative Aspekte:
Zu kurz

Positive Aspekte:
Nette Charaktere

Infos zur Spielzeit:
HALLofGAME hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    HALLofGAME
  • 6.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 6/10
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