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Gravity Games im Gamezone-Test


1 Bilder Gravity Games im Gamezone-Test

Hat eine Spielidee einmal einen gewissen Erfolg verbucht, wird sie auf das munterste von Jedermann kopiert und nachgemacht. So anscheinend auch geschehen mit diesem Titel, der zwar alles bereithält was man von einer Sportsimulation dieser Art erwartet, gleichzeitig aber auch nichts Neues bietet was man in anderen Games nicht schon so oder ähnlich gesehen hätte. Wie gewohnt existieren diverse Areas, vorzugsweise öffentliche Parks oder Industriezentren, in denen es durch verschiedene Stunts und vorgegebene Aufgaben Punkte zu sammeln gibt. Dabei steht uns, genau genommen, nur ein einziger Spielmodi zur Auswahl, was etwas wenig ist, denn den "Schnellstart" oder den "Free Ride" kann man kaum als vollwertigen Spielmode ansehen. So bleibt nur noch die Karriere, in der wir uns, ebenfalls wie gewohnt, einen Fahrer oder eine Fahrerin unserer Wahl aussuchen und diesen dann von Area zu Area führen. Dabei versteht es das Gameplay schon einen gewissen Spaß zu vermitteln, denn die Stunts sind leicht auszuführen und auch das Gleichgewicht lässt sich mithilfe der diversen Zeiger, je nach Trick, recht gut halten. Dafür enttäuscht die gesamte Physik etwas, denn das Verhalten des Bikes ist mitunter etwas seltsam, z.B. wenn man auf der Stelle stehend einen Grind ausführt, welcher Geräusche von sich gibt als würde man mit 50 Sachen auf der Stange schliddern, oder wenn wir mit dem hinteren Rad an einer Ecke hängen ohne hinunter zu fallen. Auch kommt einem die Grind-Automatik schon etwas weit entgegen, denn schon Meter vor oder neben der Kante reagiert der Knopf und schiebt das Bike in die gewünschte Position, ohne dass man sich besonders Mühe gegeben hat auf den Anfahrtswinkel o. Ä. zu achten. Dafür können die Areas gefallen, welche sich meist über mehrere Ebenen erstrecken und viele Möglichkeiten für die Tricks bieten.

Die Grafik muss sich nicht verstecken, sie leistet sich auch keine auffälligen Fehler oder dergleichen, dafür schafft sie es auch nicht sich aus dem Gro der Genrevertreter hervorzutun. Die Effekte kann man als funktionell aber nicht gerade fulminant bezeichnen, denn das verlorene Blut der Biker wirkt wie auf den Boden aufgeklebt, die Giftbrühen in den Industrieanlagen sehen aus wie Slush-Puppie und die sprühenden Funken erinnern eher an Speiseeis als an glühendes Metal. Zu allem Überfluss wartet die Xbox-Version noch mit partiellem Ruckeln auf, was wir bei dieser Hardware überhaupt nicht verstehen können, wo doch die PS2-Version schön flüssig läuft.

Die Steuerung hält sich nicht ganz an die Gepflogenheiten der Genrevertreter, ist aber trotzdem schnell zu erlernen und recht eingängig umgesetzt. Generell kommt einem die Steuerung ziemlich entgegen, so dass der Spielspaß mehr im Vordergrund steht als das Können des Zockers. Selbst Einsteiger sollten keine Probleme haben ihre ersten Stunts zu vollführen.

Ebenso durchschnittlich wie der Rest des Games gibt sich auch die Soundkulisse. Bisschen Kettengerassel, etwas Kratzgeräusche und dazu den allbekannten Insel-Pop.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Gravity Games - Street, Vert, Dirt." Ist ein durchschnittliches Biking-Game ohne Besonderheiten. Das Gezeigte funktioniert alles recht gut ohne allerdings mit etwas Besonderem aufwarten zu können. Damit eignet sich dieser Titel eigentlich nur für die Sammler und Freaks, denn alle Anderen bedienen sich lieber bei der Konkurrenz, die in diesem Genre deutlich stärker vertreten ist. Dafür können die Areas begeistern, welche sich meist über mehrere Etagen erstrecken und durch ihre vielfältigen Möglichkeiten glänzen.
Gravity Games (XB)
  • Singleplayer
  • 5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 4/10 
Pro & Contra
Große Areas
Hackige Physik
durchschnittliche und manchmal ruckelnde Grafik
im Grunde nur ein einziger Spielmode
nämlich die Karriere
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