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Grandia: Grandiöses RPG von Game Arts - Leser-Test von Rpgmaniac-No1


1 Bilder Grandia: Grandiöses RPG von Game Arts - Leser-Test von Rpgmaniac-No1
Grandia gehörte damals zu den interessantesten Anime Rollenspielen für die Playstation. Überzeugend vor allem ist bei Grandia das schöne Charakterdesign und die recht interessante Story. Das interessante an der Story ist, das sie im Laufe des Spiels immer mehr an Spannung nimmt. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Jungen Namens Justin welcher nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter Lily in der beschaulichen Stadt Parm lebt. Seine Mutter war früher interessanter Weise eine berüchtigte Piratin und betreibt jetzt das beliebteste Restaurant in der Stadt. Sein Vater allerdings war ein mutiger Abenteurer und machte auf seinen Reisen viele interessante Entdeckungen. Als er jedoch durch einen unglücklichen Unfall gestorben ist, überreichte er Justin seinen wertvollen Spirit Stone. Der Spirit Stone ist ein Artefakt aus vergangener Zeit welches unser kleiner Held wie ein wertvolles Relikt hütet. Justin ist jedoch vom Charakter her wie sein Vater und möchte um jeden Preis ein Abenteurer werden. Da man bereits schon das Ende der Welt entdecken konnte, gibt es leider nicht mehr so viele unerforschte Gebiete zu erkunden. Allerdings gibt Justin trotzt allem nicht auf. Er bekommt nämlich vom Museumsdirektor einen Besucherpass für die neu entdeckten Sult Ruinen. Zusammen mit seiner besten Freundin Sue und einen niedlichen Wollkissen Namens Puffy macht er sich auf den Weg in die Sult Ruinen. Tief in den Ruinen entdecken unsere Helden ein mysteriöses Alter, als auf einmal der Spirit Stone von Justin zu leuchten beginnt...

Jeder Rollenspiel Fan kennt Sicherlich Game Arts welche ebenfalls für die Anime Rollenspiele Lunar Silverstar und Lunar Eternal Blue verantwortlich sind. Im Jahre 1997 brachten die Spielehersteller von Game Arts Grandia für die Playstation und für Sega Saturn in Japan heraus. Interessanter Weise wurde die Amerikanische und die Europäische Version nur angedacht, allerdings wurden die Umsetzungen angesichts dem Ende des Sega Saturn in den westlichen Ländern wieder vergessen. Trotzt allem wurde Grandia in Japan zu Kult. Zwei Jahre später war es dann soweit. Game Arts brachte durch die enormen Anfragen eine Playstation Version heraus die übrigens schnell von SCEA in die USA gebracht wurde. Dadurch konnten sich auch die amerikanischen Rollenspiel Fans von Grandia überzeugen lassen. Hinterher erschien das Spiel dank Ubi Soft auch in einer PAL Version in Europa welches allerdings nicht so erfolgreich wurde wie in Japan oder Amerika.


Was Grandia jedoch besonders macht, sind die neuen Ideen. Wer zum ersten Mal Grandia spielt, der wird schnell viele Elemente erkennen, die man in anderen, in Japan später erschienenen Rollenspielen schon gesehen hat. Wenn man noch das Zeitalter von Grandia bedenkt, erkennt man welchen Einfluss der Klassiker auf die späteren Rollenspiele hatte. Die grafische Umgebung zum Beispiel gibt es ebenfalls in ähnlicher Form in Xenogears zu sehen.
Das Spiel bietet also eine frei drehbare Polygonumgebung, die von vielen Anime Bitmap Figuren bevölkert wird. Damit das Spiel ein wenig unterhaltsamer wird, hat Game Arts noch wunderschöne Anime Bilder eingefügt, die sich der Gemütslage der Charaktere anpassen und so die fein ausgearbeiteten Figuren noch lebensechter machen. Ich finde dass es auch bitter nötig ist da die ganzen Charaktere und auch Monster schon bei kleinen Zoomstufen total pixelig aussehen. Capcom hat es mit Breath of Fire 3 deutlich besser gemacht finde ich. Außerdem merkt man es deutlich dass die Grafikengine ursprünglich für den stärkeren Saturn gedacht war, da die Spielgeschwindigkeit bei aufwendigeren Umgebungen oft langsamer wird. Aber auch die Ladezeiten dauern meiner Meinung nach viel zu lange. Allerdings ist das nur halb so schlimm da man sich schnell an die technischen Schwächen gewöhnt und ein flüssiger Spielablauf sich schnell einstellt. Sehr hilfreich fand ich allerdings die vielen Markierungen in den Dungeons. Um bei den großen Dungeons nicht den Überblick zu verlieren, findet der Spieler nützliche Punkte, an denen er die Kamera in eine Vogelperspektive schwenken kann und so den Blick auf alle Abzweigungen, Geheimgänge und Schatztruhen in der nahen Umgebung frei hat. Es gibt viele Dungeons im Spiel bei denen man schnell den Überblick verlieren kann und da sind die Punkte wirklich hilfreich. Neben den vielen Zwischensequenzen, die oft mit Sprachausgabe unterlegt sind, bietet Grandia noch zusätzlich viele Filmsequenzen in denen gerenderte und gezeichnete Elemente vorkommen. Ich finde die Filmsequenzen wurden wie bei Star Ocean The Second Story gemacht nur halt ein wenig farbvoller. Ich finde bis auf die kleinen technischen Schwächen ist die Grafik ganz gut ausgefallen.

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