Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Gran Turismo Concept 2001 Tokyo: GT3 AddOn - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Gran Turismo Concept 2001 Tokyo: GT3 AddOn - Leser-Test von buckshot
Der erste Gran Turismo Teil verkaufte sich seit der Veröffentlichung 1997 rund zehn Millionen mal, der Nachfolger brachte es innerhalb eines guten Jahres bereits auf fünf Millionen Exemplare. Teil 3 konnte dann letztes Jahr auch endgültig der Playstation 2 den kommerziellen Durchbruch bescheren, da sich viele Fans alleine aufgrund des "Real Driving Simulators" die dazugehörige Konsole ins heimische Wohnzimmer stellten. Kein Wunder, dass Sony den klangvollen Namen nun für eine weitere "Fortsetzung" bemüht.

Wie der Name bereits verrät gibt es in GT Concept, im Gegensatz zu GT3 dessen Fuhrpark ausschließlich real existierende Autos umfasst, zusätzlich eine Reihe von sogenannten Concept-Cars zu fahren. Dabei handelt es sich um Designstudien und Prototypen, die Normalsterbliche bestenfalls aus gebührender Entfernung auf der IAA betrachten können. Zur Serienreife gelangen nur die wenigsten dieser Modelle. Die Grafik- und Game-Engine basiert zu großen Teilen auf der von GT3: A-Spec. So wurden auch die neuen Karossen wieder aus bis zu 5000 Polygonen modelliert und erscheinen dem Autoliebhaber nahezu fotorealistisch. Der damit verbundene Detailreichtum sucht seines gleichen und hat bisher lediglich in Rallisport Challenge, auf der technisch überlegenen Xbox, eine würdige Konkurrenz gefunden. Sei es das Hitzeflimmern auf den Motorhauben, eine akribisch genaue Darstellung - welche bis hin zu den Reflektoren unter dem Plastik der Rücklichter reicht - oder das Spiegeln der Umgebungsgrafik im Lack der Karosserie, an jede noch so nichtig erscheinende Kleinigkeit wurde gedacht.

Das trifft auch auf das Design der, weitgehend bereits vom Vorgänger bekannten, Strecken zu. Durch die wirklichkeitsgetreue Gestaltung der Circuits erscheint die Streckenführung grundsätzlich zwar nicht so spektakulär wie bei einigen Arcaderacern, dieses Manko bügelt Gran Turismo 3 allerdings mit interessanten Grafikeffekten aus. Möchtegern-Schumis erfreuen sich an revolutionären Details wie dem Hitzflimmern auf Asphalt oder dem Lichteinfall in Waldabschnitten. Spezielles Augenmerk legen die Entwickler auf die Auswirkung von Lichteffekten auf den Fahrer. Bisher waren in Videogames nur Lensflares bekannt, Gran Turismo treibt das Spiel mit der Sonne jedoch viel weiter. Wenn der heiße Planet z.B. durch Baumkronen plötzlich hervor blitzt, fühlt man sich förmlich geblendet, schneller Licht und Schattenwechsel erschwert es den Kurs im Auge zu behalten, ganz zu schweigen vom berüchtigten Tunneleffekt. Auch die Texturen lassen das oftmals gehörte Jammern über den begrenzten Videospeicher der PS2 in einem anderen Licht erscheinen. Felsmassive z.B. sind nicht nur mit einer eintönigen "Polygontapete" überzogen, sondern bergen in sich nochmals Konturen, Stahlträger an Brücken weisen Rostflecken auf... Das gleiche trifft auf die PS2 Kinderkrankheiten Interlaceflimmern und fehlende Kantenglättung zu. Davon ist absolut nichts zu sehen. Fullscreen Anti-Aliasing und High Resolution zwingt die Hardware kein einziges Mal in die Knie um sich Slow Downs, Pop Up's oder Clipping Fehler zu leisten!

e_gz_ArticlePage_Default