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Gothic: Hier macht das Ausbrechen Spaß - Leser-Test von Khaanara


1 Bilder Gothic: Hier macht das Ausbrechen Spaß - Leser-Test von Khaanara
Das Königreich Myrtana ist im Krieg mit den Orks und droht diesen zu verlieren. Einzig ein magisches Erz aus dem Minental, aus denen magische Waffen geschmiedet werden, scheint die Lösung für den Konflikt zu sein. Um genug Abbaupersonal zu haben, wurde das Abbraumgebiet zu einem riesigen Gefängnis umfunktioniert, in denen die Gefangenen schon beim geringsten Vergehen hineingeschafft werden. Um eine Flucht zu Verhindern, wurden Magier dorthin geschickt, um die Minen mit einer magischen Barriere zu versiegeln. Dabei kam es zu einen Unfall und die Barriere wurde größer als erwartet, schloß dabei die Magier und Wachen mit ein.

Dabei kam es zu einem Aufstand im Lager und die Gefangenen übernahmen die Macht in der abgeschlossenen Welt der Minenkolonie. Diese Macht wird aufgeteilt zwischen drei Lagern: Den Alten Lager, den neuen Lager und dem Sektenlager. Um die Versorgung von lebenswichtigen Gütern seitens des Königreiches nicht zu verhindern, leiten die Erzbarone ein Teil des Erzes weiterhin nach aussen durch die Barriere, die nur tote Objekte hindurchlassen und der König versorgt die Minenkolonie weiterhin mit frischen Arbeiterblut.
Auch unsereins wird unbewaffnet ins Lager geworfen, allerdings mit einen Auftrag an die Magier. Um an diese allerdings heranzukommen, müssen wir uns an einen der Lager anschliessen und einen dortigen Beruf annehmen (Alte Lager = Gardisten und Feuermagier, Neue Lager = Söldner und das Sektenlager = Magier) und Aufträge erledigen, um uns einen Namen zu machen. Dabei kommen wir den Hintergrund der drei Lager, der Geschichte der Minenkolonie, sowie den Charakteren immer etwas näher und erfahren von einer Bedrohung für die Minenkolonie, der wer uns letztendlich entgegenstellen müssen.

Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet und die Umwelt ist stimmig und grafisch schön umgesetzt. Es gibt schon einmal romantische Momente, wenn man zum Beispiel am Berghang steht und einen schönen weiten Ausblick auf das detailreiche Alte Lager und deren Treiben im Inneren hat, welches von den letzten Strahlen der Sonne in der Abenddämmerung beschienen wird.
Gesteuert wird die Spielfigur über die Third-Person-Perspektive mit der Maus und Tastatur. Die Tastatureinstellung ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran und mag sie bald nicht mehr vermissen. Durch Kämpfe und abgeschlossene Aufträge bekommt man Erfahrungspunkte und beim Levelaufstieg entsprechende Lernpunkte, die man bei verschiedenen Lehrern in entsprechende Fertigkeiten umsetzen kann, um zum Beispiel den Umgang mit den Waffenarten zu erhöhen oder das Jagdergebnis durch besser Ausweidemethoden zu verbessern. Am Anfang sollte man sich auf das harmlose Aussehen des Gegners nicht verlassen, sehr schnell sieht man sich auf dem Boden liegen. Aber mit der Zeit bekommt man heraus, welche Gegner in welchen Level und mit der getragenen Waffe zu schaffen ist. Daher sollte man öfters auch die Spielstände abspeichern, um nicht frustiert alles noch mal von vorne zu machen, nur weil man sich überschätzt hat. Viele Figuren im Spiel helfen gerade dabei auch weiter und geben einige Tipps. Auch einige Gimmicks wurden eingebaut, zum Beispiel im zweiten Akt der Auftritt der Gruppe "In Extremo" im Alten Lager oder eine nackte badende Schönheit zu einer bestimmten Uhrzeit im Palast. Man muß nur die Augen aufhalten. Auch einige Charaktere haben eine stark ausgeprägte Persönlichkeit und man mag sie zu lieben oder zu hassen (welcher Spieler hat nicht den nervigen Mud versucht, das Maul zu stopfen! ). Von der Handlung und der Lagerabhängigkeit des Spielers ist es dann auch abhängig, wie sie dann zu ihm stehen.

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