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Gothic: Gothic - Leser-Test von Dieter


1 Bilder Gothic: Gothic - Leser-Test von Dieter
Gothic: RPG Perle aus deutschen Landen

Selten kommt es vor das einem Rollenspiel aus deutschen Landen so viel Beachtung geschenkt wurde. Doch braucht sich dieses Spiel wahrlich nicht vor der internationalen Konkurrenz zu verstecken.

Das Spiel umfaßt eine riesige Spielewelt die ca 7x2 km umfaßt und Städte, Dörfer, Minen verschlungene Pfade, Gipfel, Türme, Wälder und Wiesen beinhaltet. Dazu kommt ein realistischer Tag - Nacht Wechsel. Da die gesamt Spielwelt am Anfang geladen wird sind lange Ladezeiten bei zu klein dimensonierten Hauptspeicher leider vorprogrammiert.

Knackis unter sich:

Sie landen als Spieler in einer Gefängiswelt, umgeben von einer magischen Barriere. Ihr Ziel ist es nun einen Weg heraus zu finden. Dabei müßen sie sich erst mal einen Überblick über die Verhältnisse innerhalb der Strafkolonie verschaffen. Unterschiedliche Gilden (Zauberer, Banditen und korrupte Gardisten) warten auf neue Mitglieder.

Die gesamte Spielwelt überlässt einem einfach unglaublich viele Freiheiten. Die Möglichkeit des Charakterausbaus steigert zusätzlich die Motivation. Ist man am Anfang noch ziemlich tolpatschig unterwegs, so ändert sich dies sichtbar anhand des gesteuerten Protagonisten. So muß unser Held anfangs sein Schwert mit zwei Händen halten. Mit gesteigerten Schwertskill braucht er nur mehr eine Hand, schlägt schneller und auch eleganter zu.

Gesteuert wird ihre Figur dabei von einer Third-Person Ansicht. Die Pfeiltasten der Tastatur lassen unseren Häfenbruder vor und Rückwärts gehen, während man die Maus in die gewünschte Richtung schwenkt.

Überhaupt glänzt die gesamte Spielwelt durch realistische Verhaltensweisen. So legen sich die Bewohner in der Nacht aufs Ohr, Tiere fallen übereinander her und die Gilden Verhalten sich, je nachdem wen man sich angeschlossen hat unterschiedlichst. Bei Diebstahl sollte man auch nicht erwischt werden und so mancher Halunke versucht bei ihnen am Anfang als Greenhorn Schutzzoll einzufordern. Wer brav jagen geht kann sich am Feuer ein Stück Fleisch braten oder anderen verkaufen.

Musikalisch ist dieses Spiel ebenso gelungen. Als Gimmick haben die Entwickler sogar die Band "In Extremo" ins Spiel integriert,die ihren Auftritt im Spiel hat. Die Sprachausgabe ist wie für eine Gefängniskolonie rauh und derb, fügt sich daher sehr gut ins das Spielszenario ein. Grafisch ist das Spiel hervorragend gelungen. Jeder Punkt der in der Ferne erblickt wird, kann auch erreicht werden. Die Sichtweite ist, einen starken Rechner vorrausgesetzt, phänomenal. Auch die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände wie Waffen und Rüstungen kann man sofort am Spieler sehen.

Zu bemängeln ist eigentlich nur, daß die Release Version doch stark bugverseucht in die Läden gekommen ist. Dies ist aber deutlich darauf zurückzuführen, das dies das Erstlingswerk von Phirana Bytes ist. Da aber mittlerweile durch zahlreichende Patches und sehr engagierten Support von Seitens Pyrania Bytes das Spiel ziemlich bugfrei und stabil läuft sehe ich keinen Hindernisgrund sich als Sträfling freiwilling einer wunderbar realistischen Gefängiswelt hinzugeben.

Fazit: Wer Fan von Spielen wie Ultima ist und ein 3D Rollenspiel mit Spitzengrafik und guten Gameplay sucht, der sollte den Erstlingswerk aus deutschen Landen eine Chance geben. Wenn man bedenkt, daß die Entwickler möglicherweise erst am Anfang ihrer Leistungsfähigkeit stehen, braucht einen um die deutsche Rollenspielzukunft nicht mehr bange zu sein. Also ich verbrachte 30 sehr angenehme und kurzweilige Stunden im Gefängnis.

Negative Aspekte:
Releaseversion sehr buggy

Positive Aspekte:
sehr gute Grafik, interaktive Spielewelt

Infos zur Spielzeit:
Dieter hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Dieter
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 10/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 8/10
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