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Gothic 2: Zurück in das Minental - Leser-Test von Khaanara


1 Bilder Gothic 2: Zurück in das Minental  - Leser-Test von Khaanara [Quelle: JoWood]
Der nach dem Endkampf verunglückte Held des ersten Teils, wird durch einen Zauber des Dämonenbeschwörers Xardas wieder ins Leben zurückgeholt. Es hat sich einiges verändert, in der Zeit als der Held abwesend war. Die Barriere um das Minental ist durch seinen Einsatz gefallen und die dortigen Strafgefangenen haben sich auf der Insel um die Hafenstadt Khorinis verteilt. Vermehrt gibt es Überfälle auf die Einwohner der Stadt, es gehen Gerüchte um das Khorinis von den Orks aus dem Minental bedroht wird und ein Bauernaufstand, das von einigen Söldnern der Minenkolonie unterstützt wird, steht auch bevor. Aber das sind noch die harmlosen Sachen, Xardas teilt unseren Held mit, das die Drachen erweckt wurden und alles zerstören werden. Nur das "Auge Innos" welches in der Hand der Paladine ist, kann dies verhindern. Unsere Aufgabe ist, dieses zu besorgen und der Drachenplage Herr zu werden.

Das ist die Ausgangssituation unseres neuen Abenteuers in Gothic 2, dem noch einige Rätsel und Abenteuer bevorstehen bis man zum Ziel kommt. Die Spielewelt hat sich zum ersten Mal von der Größe her gesehen etwa verdreifacht. Auch landschaftlich und architektonisch wirkt die Gegend um Khorinis jetzt viel natürlicher. Bäume wehen im Wind und sind viel dichter, Wolkenfetzen ziehen am Himmel vorbei, es gibt einige gute Wettereffekte und auch wieder einen schönen Tag-und Nachtwechsel, der in einigen Gegenden zur Ruhe verweilen und träumen lässt. Auch die aus dem ersten Teil bekannte Minenkolonie ist vorhanden, nur durch die Ork- und Drachenplage etwas verändert, welches Fans des ersten Teils doch wehmütig zurückblicken lässt.

In der Stadt angekommen, muß man sich ein Beruf aussuchen um in die obere Stadt zu kommen, in dem der Paladinfürst Lord Hagen residiert, der angeblich das "Auge Innos" besitzt. Dort kommt man nur als Bürger der Stadt und dies wird man erst, wenn man in Khorinis einen festen Job hat.
Um einer der drei Lehrlingsberufe zu bekommen (Beim Bogner, dem Schmied oder dem Alchemisten), muß man die anderen Handwerksmeister auf seine Seite bekommen. Dies macht man dann am besten, wenn man kleine Aufgaben oder Probleme derer zu Ihrer Zufriedenheit löst. So verdient man sich auch die ersten Erfahrungspunkte, die bei Stufenaufstieg in 10 Lernpunkte umgewandelt werden. Diese kann man dann wieder in verschiedene Professionen trainieren lassen, um besser mit den Waffen umzugehen oder neue Fähigkeiten, wie das Ausnehmen der Jagdbeute oder Schlösser knacken, zu lernen. Aber auch einige Kräuter und das Beten an Götterstatuen, bzw. Spenden an die Kirche kann zu Verbesserungen in den Werten führen, wie auch das Nutzen von Amuletten und Ringen. Queste und Aufgaben führen zu einem Erfahrungspunkteschub, je nach Schwierigkeiten um so höher, und davon gibt es viele. Diese führen dann auch immer tiefer ein in die Story und man bemerkt, das es alles nicht so einfach ist, wie man am Anfang davon ausgegeangen ist.

Wie im ersten Teil gibt es auch wieder drei Lager der man sich anschließen kann und welches über die Art der Waffen entscheidet. Man kann sich zum ersten in der Stadt Khorinis der Miliz anschließen und sich zum Paladin berufen fühlen, welche gut mit Schwertern und Armbrust umgehen können, aber auch magisch begabt sind. Oder man schließt sich den Söldnern an, die auf die Paladine gar nicht gut zu sprechen sind und macht eine reine Waffenprofession und zu guter letzt kann man sich der Kirche anschließen und die ungleich schwerere magische Laufbahn einschlagen. Diese Entscheidung ist natürlich dann auch für einige Teile der Spielhandlung prägend. Dies führt auch dazu, das man die 6. Kapitel des Spiels auch nicht nur einmal durchspielt, sondern die anderen Professionen wohl auch mal testen wird. Langeweile kommt an der Vielfalt der Aufgaben und Gegner kaum auf und man ist schnell in der Welt von Gothic 2 versunken.

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