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Giants: Citizen Kabuto im Gamezone-Test


1 Bilder Giants: Citizen Kabuto im Gamezone-Test
Lange Zeit bevor die Menschen von den Bäumen stiegen gab es eine Insel die einmal zu einen Planeten gehörte. Dieser existiert schon lange nicht mehr und so treibt die Insel irgendwo im Weltraum. Doch sie ist nicht etwa tot sondern beherbergt die verschiedensten Lebewesen die die Insel wie ein Kleinod in der tiefen Schwärze des Alls funkeln lassen. Kein anderer Himmelskörper strahlt so hell und wunderschön wie dieser, dessen Oberfläche zum Großteil mit Wasser bedeckt ist und dessen Inseln gar einmalige Formen aufweisen. Bis auf eine Lebensform wurden alle auf dieser Insel geboren. Diese eine Lebensform heißt Kabuto und trägt die Seriennummer 001 auf seinem Bauch. Er ist allein und sucht Gesellschaft, doch man brachte ihm nur Misstrauen und Ablehnung entgegen. So wurde er immer grimmiger und vereinsamte schließlich völlig, bis er nicht mehr in der Lage war Freundschaften zu schließen. So verhält er sich wie ein böser alter Mann und vertreibt alles von seiner Insel was ihm zu nahe kommt. Was Kabuto nicht weiß, ist, dass die Insel früher von einem anderen Volk bewohnt wurde, den Sea Reapern, welche sich ins Meer zurückgezogen haben und die nun wieder Besitzansprüche ihrerseits geltend machen.
Just zu dieser Zeit werden unsere Urlaub machenden Meccaryner Baz, Tel, Reg, Gordon und Bennet samt ihres Raumschiffes von einem Gibbon Fischriesen aufgefressen und prompt über der Insel wieder ausgespuckt. Dort sitzen sie nun und versuchen ihr Raumschiff zu reparieren als sie so langsam den Ernst ihrer Lage zu begreifen beginnen. So ist keine der zerstrittenen Parteien so richtig erfreut über ihre Ankunft, was man sie auch sogleich deutlich spüren lässt und womit wir auch schon mitten im Abenteuer gelandet wären.

Zu Beginn des Spieles schlüpft man in die Rolle der verunglückten Raumfahrer und muss sich erst einmal um einige in Not geratene Smarties kümmern welche von den Sea Reapern bedrängt werden. Im Laufe des Spiels gibt es dann die verschiedensten Missionen zu erfüllen und Gebäude herzustellen bis wir schließlich in die Rolle der magisch begabten Sea Reaper oder des Eier legenden (aber trotzdem männlichen) Kabuto schlüpfen können. Dabei lernen wir 16 verschiedene Inseln in insgesamt 45 Missionen kennen, von denen eine lustiger ist als die nächste. An jeder Stelle des Games kann man den Spaß spüren den die Entwickler ganz offensichtlich bei der Entwicklung dieses Produktes hatten. Alles wird auf die Schippe genommen nur nichts zu Ernst.

Die Spielwelten sind mit ebensoviel Liebe gestaltet wie das Gameplay und der Storyplott auch. Die Charaktere sind sehr flüssig und vor allem irrsinnig Groovie animiert, da kann sich sogar der berühmte Wackel-Elvis noch eine Scheibe abschneiden, wohingegen die Landschaften manchmal noch den ein oder anderen Baum und Busch vertragen hätte können, trotzdem wirken sie keinesfalls kahl oder langweilig, vielleicht etwas eckig, so ab und an.

Die Soundkulisse ist sehr funktionell gehalten und nervt nicht mit billiger Hintergrundmusik sondern setzt voll auf Realismus. Auf den Anhöhen hört man leise den Wind säuseln welcher sich mit der Brandung am Horizont paart, während die Smarties, wie sie so vom Felsen hängen, klagend um Hilfe schreien da sich die Sea Reaper schon zum Mittagsschmaus unter ihnen eingefunden haben. Musik wir meist nur zur Dramatisierung bestimmter Situationen eingesetzt, und das sehr gut und gezielt. Man darf die komplette Sounduntermalung zu "Giants: Citizen Kabuto" als ebenso gelungen bezeichnen wie den Rest des Spieles.

Mit "Giants: Citizen Kabuto" ist Interplay ein wirklich innovativer 3rd-Person Shooter mit Action-Adventure Elementen gelungen der zu überzeugen weiß. Die Technik scheint ausgereift und das Gameplay strotzt vor Sarkasmus und angewandtem Humor der auch den reiferen Spieler so manches Grinsen abverlangen wird. Aus diesem Grunde ein klarer Daumen nach oben für dieses ausgereifte und witzige Spiel.

Giants: Citizen Kabuto (PS2)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 9/10 
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