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Gauntlet Legends: Auge in Auge mit dem Dämon - Leser-Test von pineline


1 Bilder Gauntlet Legends: Auge in Auge mit dem Dämon  - Leser-Test von pineline
Jetzt bin ich wieder beim Nintendo 64 gelandet. Ich komme nun auf einen weiteren Klassiker der Videospielgeschichte zu sprechen, nein, um genauer zu sein, erlangte "Gaunlet Legends" seine Berühmtheit schon weit vorher, nämlich durch die Versionen für die Spielhallenautomaten. Am Ehesten würde ich diesen Klassiker als Actionspiel bezeichnen, denn in erster Linie metzelt Ihr alles nieder, was Euren Weg kreuzt. Allerdings sind auch ein paar Elemente aus Rollenspielen enthalten, die den Spielverlauf dadurch abwechslungsreicher gestalten, denn je mehr Kämpfe Ihr erfolgreich bestreitet, umso mehr Erfahrungspunkte bekommt Ihr, umso eher levelt Ihr die Charaktere hoch und umso stärker werden diese dementsprechend im Laufe der Zeit. Das war es aber eigentlich auch schon, zumindest was die Verwandtschaft mit Rollenspielen angeht. Ansonsten haben wir es hier in mit einem Fantasyabenteuer zu tun welches problemlos als "Hack'n Slay" bezeichnet werden kann. Was die Videospielkonsolen der letzten Generation angeht, so erschien Gaunlet Legends im Jahr 2000 sowohl für die Sony Playstation als auch für das Nintendo 64 und den Sega Dreamcast. Insofern sollte jeder Fan von Videospielen zumindest schon einmal von diesem Titel gehört haben, zudem erscheint ein eventueller Kauf zum heutigen Zeitpunkt nicht unattraktiv, da Ihr mittlerweile nur noch einen Bruchteil des damaligen Preises (in etwa 10 bis 15€) bezahlen müsst, daher erzähle ich Euch möglicherweise von allen drei Versionen. Berichten möchte ich Euch nun also vom Spielmodul für das Nintendo64.

In der Spielwelt von Gauntlet Legends scheint es mit der friedlichen Ruhe und dem harmonischen Zusammenleben innerhalb der Bevölkerung urplötzlich vorbei zu sein. Ein mächtiger Magier hat sich der bösen Seite zugewandt und beschwört eines Tages einen gewaltigen Dämon herauf, der erwartungsgemäß das gesamte Reich von Gauntlet Legends ins Chaos stürzt. Mit eiserner Hand kontrolliert jener böser Zauberer fortan die Bevölkerung, dies darf natürlich so nicht weitergehen, so dass endlich wir ins Spiel kommen. Es scheint nämlich so, dass tatsächlich nur wir in der Lage sind, dem fürchterlichen Treiben Einhalt gebieten zu können. Eine lange und natürlich sehr gefahrvolle Riese steht uns bevor, wobei unsere Heldentruppe sich zunächst auf die Suche nach Runensteinen und Schlüsseln machen muss, erst dann steht uns der Weg in das Reich des Bösen offen. Und so metzelt sich unsere vierköpfige Heldentruppe durch wahre Armeen an Monstern, welche sich nahezu unaufhörlich in den Weg stellen. Klar ist, dass jeder Heldencharakter über ganz spezielle Fähigkeiten und individuelle Stärken und Schwächen verfügt, Ihr könnt zu Beginn des Abenteuers jedenfalls Eure Helden bestimmen, wobei Ihr die Qual die Wahl habt, so stehen Krieger, Bogenschützin, Magier und Valkyrie zur Auswahl, wobei sich die Auswahl bei den unterschiedlichen Konsolenversionen voneinander unterscheidet, dazu später noch mehr.

Ihr bahnt Euch somit mit Schwert, Bogen und Magie Euren Weg durch die Welt von Gauntlet Legends und zerstört dabei spezielle Generatoren, um den ansonsten ständigen Nachschub an Monstern zu verhindern. Wie schon erwähnt, wird jede einzelne Spielfigur immer stärker und stärker, was allerdings auch davon abhängig ist wie Ihr diese genau einsetzt. Natürlich ist eine möglichst ausgewogene Mischung das Hauptziel, so dass sich Heil- und Angriffszauber sowie physische Attacken mit Schwert und Bogen abwechseln bzw. die Waage halten, denn nur im "Teamplay" ist unsere Truppe wirklich stark und hat auch langfristig eine Chance gegen die Monsterhorden. Darüberhinaus stehen nachher individuelle Turboattacken den Charakteren zur Verfügung und zudem können die Figuren ab und an sogar andere Formen annehmen, so dass in dieser Hinsicht uns schon ein gewisses Maß an Abwechslung geboten wird. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir fast nur damit beschäftigt sind, die Heerscharen an Feinden sozusagen in "Akkordarbeit" zu eliminieren und dies sorgt dann leider öfters für Monotonie, spielerische Längen sind demnach keine Seltenheit, so dass es dem ein oder anderen von Euch möglicherweise doch zwischendurch etwas langweilig werden könnte, zumal Ihr auch nicht immer den absoluten Überblick darüber habt, wer jetzt im Gemetzel genau welche Aktion ausführt und inwiefern diese auch von Erfolg gekrönt war, zu schnell und in der Regel auch zu hektisch laufen die Konfrontationen mit den Feinden ab. Von einem gezielten taktischen Vorgehen kann gerade in den Auseinandersetzungen mit dem Feind in Gauntlet Legends nicht die Rede sein, aber diesen Anspruch scheint dieses Actionspiel auch gar nicht erheben zu wollen.

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