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Galerians: Unterwegs mit dem Psychofreak - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Galerians: Unterwegs mit dem Psychofreak - Leser-Test von HALLofGAME
Wenn in einer düsteren Zukunft ein Supercomputer die Herrschaft ergreift und die Menschheit ausrotten will und nur ein Held ihn stoppen kann, dann klingt das verdächtig nach dem Standard Plot, aus dem viele Videospiele gestrickt sind. Nicht so bei Galerians! Hier tretet Ihr der Bedrohung zur Abwechslung völlig unbewaffnet gegenüber.

Zwei geniale Wissenschaftler haben Dorothy, einen revolutionären, selbstlernenden Supercomputer entwickelt. Bald kontrolliert Dorothy ganz Michelangelo City und fragt sich, warum sie die minderwertige Rasse namens Menschheit nicht ausrotten sollte. Man erklärt ihr,das sie den Menschen, Ihren Schöpfern zu dienen habe, so wie diese Gott, ihrem Schöpfer zu dienen hätten. Niemand hat also das Recht, seinen Schöpfer in Frage zu stellen und Dorothy beschließt, selbst Schöpferin zu werden und startet das sog. Familienprogramm. Auf das ihre Kreaturen, die Galerians gehorsam ausführen mögen, was ihr selbst verboten ist. Doch die Wissenschaftler haben längst das Vertrauen in die Beherrschbarkeit Dorothys verloren und Vorsorge getroffen.

An dieser Stelle kommt der junge Held Rion ins Spiel. Er erwacht gefesselt und ohne Erinnerungen im Michelangelo Hospital, das längst unter Dorothys Kontrolle steht. Mit Hilfe ihm bisher unbekannter mentaler Kräfte befreit er sich und versucht aus dem Hospital zu fliehen, um mehr über seine mysteriöse Herkunft zu erfahren. Es dauert nicht lange, bis ihn zudem eine geheimnisvolle Mädchenstimme ruft und um Hilfe anfleht, da Dorothys Schergen hinter ihr her sind. Die stellen sich Rion schon im Krankenhaus in den Weg. Vom Wissenschaftler bis zum Wachmann versuchen alle seine Flucht zu verhindern und je erfolgloser ihr Bemühen ist umso stärkere Kräfte schickt Dorothy in die Schlacht.

Rion ist unbewaffnet, aber nicht wehrlos. Mit Hilfe der Medikamente Nalcon und Red kann er mentale Angriffe gegen seine Verfolger führen, die sie wahlweise erschlagen oder verbrennen lassen, bevor er in späteren Phasen des Spiels mittels D-Felon Gegner sogar mit Anti-Gravitationsfeldern bekämpfen kann. Allerdings ist die Wirkung der jeweiligen Medikament begrenzt, sodaß Rion auch ständig auf der Suche nach weiteren Medikamenten ist, die er sich bei Bedarf selbst injizieren muß. So mächtig Rion mit seinen Fähigkeiten auch scheinen mag, er zahlt einen hohen Preis dafür. Immer wieder werden die Anstrengungen zu viel für ihn und sein Gehirn kollabiert. In diesem Zustand des sog. "Shortens" bewegt er sich nur schleichend und sendet gewaltige Schockwellen aus, die fast jeden Feind (spätere Boßgegner sind allerdings immun) der Rion zu nahe kommt sofort töten. Leider verliert auch Rion während des "Shortens" kontinuierlich Lebensenergie, bis er schließlich stirbt. Dies kann nur verhindert werden, indem mittels Delmetor sein kritischer Zustand geheilt wird, oder aber mit einer Entmüdungskapsel seine Lebensenergie wieder aufgefrischt wird. Glücklicherweise liegen auch diese Pillen in der Welt der Galerians überall herum. Es empfiehlt sich, immer mindestens einen kompletten Satz Medikamente und Drogen mit sich zu führen. Nur so ist Rions Weg zur finalen Konfrontation mit Dorothy, der vom Hospital, über Rions Elternhaus und das heruntergekommene Babylon Hotel bis in den Pilzturm hoch über die Wolken von Michelangelo City führt, zu bewältigen.

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