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GTR Racing: Perfektionist mit kleinen Mängeln - Leser-Test von DidiSt


1 Bilder GTR Racing: Perfektionist mit kleinen Mängeln - Leser-Test von DidiSt
Die langerwartete Rennsimulation von Simbin preist sich selbst als "wohl beste Rennsimulation aller Zeiten" an. Ob das Spiel diesen Anforderungen gerecht wird, müß jeder Spieler für sich selbst entscheiden, denn GTR weist durchaus auch Eigenschaften auf, die sicher nicht jeder Rennfreund mag.

Die Installation des Spiels verlief problemlos, im Betrieb hängen sich beim Programmstart die Kopierschutztreiber bisweilen auf und verlangen einen Neustart des Programms. Die Ladezeiten im Spiel sind leider sehr lang.
Bei höherem Detailgrad kommt es auch bei Rechnern mit der empfohlenen Hardware-Leistung recht schnell zu Rucklern und kleinen Aussetzern.
Bei der Installation wird ein Link zu einem inoffiziellen Forum angelegt, dieser Link führt leider ins Leere. Ein zweiter Link führt zum englischsprachigen offiziellen Forum, das zurzeit sehr wenig hilfreich ist. Der auf der Verpackung angekündigte Download neuer Strecken, Fahrzeuge und Features existiert nicht, die Support-Seite der offiziellen Homepage bietet keinen Inhalt.
Auch wenn es sich hier vermutlich nur um temporäre Probleme handelt, mit dem offiziellen Release eines Spiels hätten solche Mängel behoben werden müssen.
Dem Spiel liegt ein deutschsprachiges Handbuch bei, das die meisten Features verständlich und ausführlich genug erklärt. Leider werden andere Dinge gar nicht erklärt, so zum Beispiel einige Reifendaten, die beim Boxenstopp auf einer Tafel angezeigt werden.

Die Grafik ist von hervorragender Qualität; Fahrzeuge und Strecken machen einen realistischen Eindruck. Gerade wegen dieses hohen Standards fällt es umso negativer auf, daß die Grafik an anderen Stellen"schlampt". Innen- und Außenspiegelbestehen nur aus einer grauen Fläche, neben diesen funktionslosen Flächen wird zusätzlich ein virtueller Spiegel im Dachhimmel eingeblendet. Es gibt keine Boxencrew, die eigene Box ist nur an einem dicken Pfeil zu erkennen, der über dem Stellplatz schwebt.

Beinahe noch beeindruckender als die Grafik ist die Soundulisse. Jedes Wagenmodell hat sein eigenes Motorgeräusch und auch die Fahrgeräusche sind sehr realitätsnah. Auch der Funkverkehr ist ansprechend umgesetzt, wenngleich nicht alle Meldungen wirklich sinnvoll erscheinen. So schlägt die Pitcrew direkt nach Einfahrt in die Boxengasse vor: "Fang jetzt an zu bremsen" - auch wenn die eigene Box erst am Ende der Gasse liegt.

Eine Steuerung per Tastatur oder Tastatur/Joystick schließt sich für richtigen Spielspaß eigentlich aus. Ideal ist ein Lenkrad mit Force Feedback, gut steuerbar sind die Wagen auch noch mit der Kombination aus Joystick, Tastatur und Pedalen.
Die Force-Feedback-Effekte sind meist sehr gut gelungen, allerdings kann es auch passieren, daß der Wagen nach einem Dreher im Schrittempo ausrollt, während das Lenkrad noch bis zum Anschlag hin und her schlägt.

Das Spiel selbst bietet einen Arcade-Modus mit vereinfachter Fahrzeugsteuerung, den semiprofessionellen Modus mit realistischeren Bedingungen und den Simulationsmodus, der die höchsten Anforderungen an den Spieler stellt. Natürlich lassen sich auch Online-Rennen fahren.
Auf jeder der zehn Strecken kann der Spieler ein Training (mit oder ohne KI-Fahrer) ansetzen, daneben gibt einzelne Rennen mit dem dazugehörigen Training, Qualifying und Warm Up und die komplette Meisterschaft (nicht im Arcade-Modus).
Der Spieler kann Fahrzeugmodell, Strecke, Wetter, Realismusgradund die Stärke der KI-Fahrer auswählen; beinahe alle Faktoren, die den Umgang mit einem solchen Boliden oder ein Rennen betreffen, sind vom Spieler modifizierbar. Leider lassen sich rennen, auch wenn sie in voller Länge gefahren werden, nicht zwischendurch speichern.

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