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GTC Africa: Nichts für Rallye-Puristen - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder GTC Africa: Nichts für Rallye-Puristen - Leser-Test von HALLofGAME
Rallye Spiele gibts ja eigentlich wie Sand am Meer, da ist es gar nicht so leicht, sich von der Konkurrenz abzuheben. Mag die Spielbarkeit auch noch so toll sein, ohne vielversprechenden Titel wird es sehr schwer, im Spieleüberangebot die nötige Aufmerksamkeit zu erregen. Erst recht, wenn man sich das Geld für eine offizielle Rallye-Lizenz sparen will oder muß. Und so haben die Entwickler von Rage sich ein wenig umgesehen und Afrika, den schwarzen Kontinent entdeckt, in dem sie nun Rallyefans auf Tour schicken und ihnen so ein kleines bißchen Exklusivität vorgaukeln, denn Afrika-only Racer suchte man hierzulande bisher eher vergebens.

Nach einem kurzen, stimmungsvollen Renderintro mit dezentem afrikanischen Soundeinschlag findet man sich im üblichen Hauptmenü wieder. Hier kann man aus den typischen Rennspieloptionen Meisterschaft, Einzelrennen und Training wählen. Einen Hauch von Besonderheit bringt zusätzlich der Challengemodus mit sich, eine Ansammlung verschiedener kleiner Rallye-Aufgaben.

Herz der Global Touring Challenge Afrika ist und bleibt natürlich genretypisch der Meisterschaftsmodus, den man wahlweise mit einem von sechs Teams bestreiten kann. Die stehen für jeweils ein Land und haben zu Beginn zwei von vier Autos zur Verfügung und glänzen mit Teamnamen, die man sonst wohl eher in der Wipeouzt-Serie als in einem Rallye-Racer vermuten würde (z.B.Lithium, TechX, Tornado). Die anderen beiden Wagen werden jeweils durch Meisterschaftssiege freigeschaltet, eWagen europäischer Hersteller sucht man aber vergebens, denn es sind ausschließlich amerikanische und japanische Rallye-Boliden am Start.

Los gehts mit der sogenannten Ostküsten Meisterschaft, die uns und fünf Gegner jeweils drei Runden lang über abwechslungsreiche Tracks in Sambia, Lesotho, Botswana und anderen afrikanische Locations führt. Beherrscht man seinen Wagen im Schlamm, genausogut wie in der Steppe und im Dschungel wird man Ersterer und schaltet damit die Westküstenmeisterschaft frei. Hier wird man pro Rennen schon fünf Runden lang gefordert, bevor man dann in der umfassenden Afrika-Tour quasi um die Krone des afrikanischen Rallysports fahren darf.

Wer sich bis jetzt auf einen vielversprechenden und anspruchsvollen Rallye-Racer gefreut hat, sollte sich nun aber vor dem ersten Rennen stabil und sicher hinsetzen! Denn was uns auf der Verpackung als Rallye-Herausforderung par excellance schmackhaft gemacht wird, entpuppt sich schon im ersten Rennen als Arcade-Racer im Rallye-Gewand. Nicht nur, das keinerlei Einstellungen am Fahrzeug vorgenommen werden dürfen, was Pflicht jeder ernsthaften Rallye-Simulation wäre, nein auch das Fahrverhalten der Fords, Pontiacs und Subarus ist darüberhinaus noch äußerst unrealistisch geraten. Endgültig verlässt GTC Afrika das ernsthafte Rallye-Genre aber mit dem untypischen Gegnerverhalten! Es wird gerempelt und geschubst, teilweise versuchen die Gegner einen regelrecht abzuschiessen. Das kann mal Spaß machen, für Rallye-Puristen, die ohnehin schon daran zu knabbern haben unrealistischerweise im Pulk starten zu müssen ist das aber eine Todsünde!

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