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GTA 3: GRAND THEFT AUTO 3 - Leser-Test von buckshot


1 Bilder GTA 3: GRAND THEFT AUTO 3 - Leser-Test von buckshot
"Gefährliche" Wannabe-Gangsta mit super weiten Baggie-Jeans und mächtig bösem Blick, gehören selbst in Deutschland inzwischen zum Stadtbild, wie die Milch in den Cafe. Vom Alltagsleben gelangweilte Kids die sich, ganz nach dem Vorbild amerikanischer Strassengangs, mit S-Bahnsurfen, Kleinkriminalität oder Autoklau den entsprechenden Nervenkitzel holen. Da dieser anarchistische Lifestyle nicht selten in den Fängen der Cops oder dem nächstgelegenen Hospital endet, schickt Rockstar-Games seine GTA Serie in die nächste Runde. Somit können auch brave Videogame Junkies, zumindest virtuell, am riskanten Streetlife teilhaben.

Das Konzept als solches scheint zu funktionieren, wie bereits das original GRAND THEFT AUTO im Jahre 1997 unter Beweis stellen konnte. Trotz einer, selbst für damalige Verhältnisse, vergleichsweise spartanischen Grafikengine fand der Titel reißenden Absatz. Die innovative Mischung aus nicht linearem Spielablauf, absolutem Handlungsfreiraum gepaart mit knallharter Action im amerikanischen Großstadt Dschungel und übertrieben karikierten Gewaltszenen fesselte für Stunden an Sony's Playstation. Mangels wirklicher Neuerungen konnte der direkte Nachfolger, sowie eine eilig nachgelegte Add-On CD, den hohen Erwartungen leider nicht gerecht werden.

Im dritten Teil der GRAND THEFT AUTO Reihe wechseln die Entwickler nicht nur die Plattform, wie nicht anders zu erwarten von der PSOne auf die PS 2, sondern gleichzeitig auch die Perspektive. So werden die aufwendig konstruierten 3-D Szenarien erstmals direkt aus der Third-Person View erkundet. Diese spielen sich wie gehabt in, der stark ans New Yorker Stadtbild angelegten, Liberty City ab. Fans finden sich also schnell zurecht.

Zu Beginn steht der Spieler mal wieder mit ziemlich leeren Händen da. Keine Kohle, kein fahrbarer Untersatz, da nimmt man jeden Auftrag herumlungernder Banden und Kleinkrimineller erst mal dankbar an. Ähnlich wie in SHENMUE tritt anstelle des Minutentimers aus den beiden Vorgängern nun eine fortlaufende Uhr, welche den Spielablauf in Echtzeit darstellt. Dank unterschiedlicher Tageszeiten und wechselnden Wetterbedingungen wirkt die Gangsterwelt realer denn je. Neben wunderschönen optischen Effekten, wie Dämmerung, Sonnenaufgänge oder Regenschauern, wirkt sich die jeweilige Uhrzeit jedoch auch direkt auf das Fortkommen im Spiel aus. So trefft ihr manche Gangs nur Nachts in dunklen Gegenden an, welche tagsüber noch für einen einladenden Neighborhood gehalten wurden. Geschäftsstrassen sind tagsüber stark belebt und gefallen mit einem sehr komplexen Eigenleben. Nachts werden die Bürgersteige hochgeklappt und alles wirkt wie ausgestorben. Kann ein bestimmter Auftrag, z.B. der Überfall eines Kuriertransportes zu einer bestimmten Uhrzeit, nicht auf Anhieb erfolgreich gemeistert werden, bleibt die Möglichkeit es am darauffolgenden Tag zu selber Zeit am selben Ort nochmals zu probieren. Erfreulicherweise wurden 24 Stunden Echtzeit auf knapp 30 Spielminuten komprimiert, so dass es kaum zu nervendem Leerlauf im Gameplay kommen sollte.

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