Login
Passwort vergessen?
Registrieren

GTA 3: Einmal Gangster sein... - Leser-Test von tom31ush


1 Bilder GTA 3: Einmal Gangster sein... - Leser-Test von tom31ush
... das wär' fein.

"Nebel zieht an der Stadt am Fluss auf. Ein Mann verlässt seine Bar und bewegt sich zielstrebig zu seinem Auto. Plötzlich ein Knall, der durch die nächtliche Stille hallt. Tödlich getroffen sackt er in sich zusammen. Auf dem Dach des gegenüberliegenden Gebäude sieht man eine Gestalt in der Dunkelheit verschwinden. Dann ist es wieder still."
Wer jetzt denkt, dies sei aus einem Hollywood-Streifen, der irrt. So oder so ähnlich ist die Geschichte des neuesten Hits von Take 2 aufgebaut. Kenner der Vorgänger werden sofort wieder die Handschrift der englischen Entwicklertruppe Rockstar erkennen - was den schwarzen Humor betrifft, nicht jedoch die Technik ("GTA 3" goes 3D).

Das Gameplay

Alles beginnt mit einem nicht ganz perfekten Coup unseres Protagonistens. Ein Banküberfall, ein Verrat, die Verhaftung und der Knast - so sieht die mehr oder weniger tragische Geschichte vor Beginn des eigentlichen Spieles aus. Doch dann kommt der Tag der Überführung ins Gefängnis, der Tag an dem sich alles ändert. Durch einen Zufall, wenn man es so sagen will, kommt man wieder in den Genuss der verloren geglaubten Freiheit. Jetzt kann es beginnen - der Aufstieg zum Obergangster.
Der Spielablauf ist äusserst komplex und lässt den Spieler alle Möglichkeiten. Und gerade letztere ist der grosse Pluspunkt dieses Titels. Kennt man eigentlich bei Action-Adventures immer dieses recht lineare Vorgehen der Erfüllung von Aufgaben, so ist das bei "Grand Theft Auto 3" nicht so. Man kann zwar stur auch hier die gestellten Aufträge erfüllen, man muss es aber nicht. Kleine Randbeschäftigungen wie Taxifahren (fast schon in "Crazy Taxi" - Manier), Polizist spielen (gibt es was schöneres als lästige Konkurrenz in den Knast zu bringen? *g*), Feuer löschen oder Verletzte einsammeln (der Sanka ist ein wahrer Hit) lenken vom eigentlichen Spielgeschehen ab und können einen Stunden, ach was sage ich Tage beschäftigen.
Schauplatz für all diese Aktivitäten ist eine mehr oder weniger belebte Stadt (je nach Stadtteil, Uhrzeit, Wetter und so weiter - wie im richtigen Leben halt *g*).
Die Steuerung ist ziemlich komplex ausgefallen. Zwar wird man diese für die meisten Aktionen schnell im Griff haben, jedoch gibt es auch Spielsituationen, wo das Handling nicht gerade gut gelöst wurde (so hatte bzw. habe ich stets Probleme bei den "aus dem fahrenden Auto schiessen" - Sequenzen). Trotzdem macht es einen "heiden" Spass mit einem Fahrzeug auf den Highways zu "brettern" (und eventuell von einer Schar Gesetzeshütern verfolgt zu werden) oder einfach nur gemütlich im Park spazieren zu gehen (wenn dies mal möglich ist *g*).
Eins sei aber jedem Spieler schon im voraus gesagt. Der Titel zeigt eindeutig die Handschrift von britischen Entwicklern und den damit verbunden teils heftigen, aber meiner Meinung nach guten Humor (Kenner und Liebhaber der Vorgänger werden mir wohl zustimmen).

Die Grafik

Die Grafik ist extrem detailverliebt in Szene gesetzt worden. So sind die drei Stadtteile vom Spielort Liberty City sehr liebevoll gestaltet. Bis ins Kleinste wurde vom einzelnen Gebäude über die Parks bis hin zu Baustellen einfach alles realistisch digitalisiert. Sogar an wechselnde Tageszeit, sowie Wetterbedingungen und den damit verbundenen Ereignisse, wie etwa Sonnenuntergänge, Nebel oder einfach nur das Beleuchten der Strassen, wurde gedacht. Die unglaubliche Zahl von über 40 unterschiedlichst designten Fahrzeugen, welche mit einem beeindruckenden Schadensmodell aufwarten können, und die Unmenge von grundverschiedenen Personen (vom Gangmitglied bis zur einkaufs-gestressten Dame ist einfach alles vertreten), welche durchaus nett animiert sind, runden den tollen optischen Eindruck ab. Doch damit ist noch nicht Schluss. Da man heutzutage einen gewissen Standart einhalten muss (oder besser sollte), wurde auch nicht auf die nötigen Effekte durch Lens-Flare und Blurring verzichtet.
Um dies alles ohne grössere Ladezeiten innerhalb des Games zu bewerkstelligen, setzten die Entwickler, die immer beliebter werdende Streaming-Technologie (Laden der Grafik während des Spielens) ein. Dabei kommt es leider wie bei dieser Technik so häufig (zumindest in Verbindung mit der Playstation 2) zeitweise zu heftigen Rucklern. Dies kann man jedoch einigermassen Verschmerzen, wenn man bedenkt, dass bei diesem Titel anders als bei anderen Spielen eine riesige Stadt (in welcher man sich frei bewegen kann) simultan berechnet wird (alle Aktionen, alle optischen Darstellungen).
Nichts desto trotz sind diese Slowdowns in jedem Fall lästig und damit ein Kritikpunkt, welchen es bei folgenden "GTA" - Teilen zu verbessern gilt.

e_gz_ArticlePage_Default