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GT Advance Championship Racing: Mobiler Rennspielspaß - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder GT Advance Championship Racing: Mobiler Rennspielspaß - Leser-Test von HALLofGAME
Im Gegensatz zu All Japan Grand Touring Car Championship (in Deutschland: Top Gear GT - Championship) verzichtet GT Advance auf ein Pseudo Ridge Racer 4 Intro und bringt Euch per Starttaste direkt ins Hauptmenü. Und was hier zu sehen ist, weiss auf den ersten Blick zu gefallen. Neben Championship, Quick Race, Time Attack und Practice lassen noch zwei freispielbare Menüpunkte und der Linkmodus auf viel Langzeitmotivation und Fahrspaß hoffen. Hauptmodus ist das Championship, eine aus vier nacheinander zu absolvierenden Klassen (Beginners Class, Middle Class, High Speed Class und Professional Class) bestehende Rennserie, in der es nicht nur um Platzierungen - um das jeweils nächste Rennen freizuschalten wird mindestens ein dritter Platz (von 8) benötigt - sondern auch um neue Autos und Tuningteile geht. Schon nach wenigen Proberunden wird deutlich, dass die GT Advance Konzeption der des Konkurrenten All Japan Grand Touring Car Championship motivationstechnisch klar überlegen ist. Denn während Ihr mit dem Tourenwagen schon ein ganzes "Jahr" durchfahren müsst, um im Erfolgsfall mit einem erweiterten Wagenpark belohnt zu werden, gibt es bei GT Advance schon von Rennen zu Rennen reichlich abzustauben. Kunstsück, muss doch mehr als die Hälfte des mit 48 voll lizensierten Originalfahrzeugen umfangreich ausgefallenen Wagenparks erst freigespielt werden. Und selbst wenn es mal nicht zum ersten Platz reicht, so darf man sich doch auch als Zweitplatzierter immer wieder mal über ein Tuningteil freuen. Apropos Tuning: Anders als beim japanischen Touring Car Rennen, wo es in punkto Wagen-Setup nur fünf Kategorien mit jeweils drei, nicht sonderlich einleuchtenden möglichen Einstellungen gibt, werdet Ihr in GT Advance mit Tuningteilen für insgesamt neun Kategorien belohnt, einige davon sogar mit mehrstufigem Ausbau. Alle gewonnenen Teile sind übrigens jederzeit in allen Fahrzeugen einsetzbar und wirken sich auf Handling, Geschwindigkeit und Beschleunigung aus.

Die Rennen selbst finden auf den verschiedensten Strecken statt. Es gibt unterschiedliche Fahrbahnoberflächen, genauso wie die Rennen auch zu unterschiedlichen Tageszeiten - Dämmerung, Tag und Nacht- stattfinden. Auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse wie in All Japan GTCC müsst Ihr allerdings verzichten. Ein Vielfaches an unterschiedlichen Strecken im Vergleich zu den sechs, mit zwei unterschiedlichen Witterungen ausgestatteten Strecken des japanischen Tourenwagen-Spektakels dürfte hierfür aber mehr als entschädigen. Zwar sind die GT Advance Rennen allesamt kürzer und kommen grundsätzlich ohne Features wie Free Run und Qualify aus, mehr fahrerische Herausforderung bieten die besser designten Strecken dafür aber allemal!
Auch technisch hat GT Advance die Nase eindeutig vorne. Das Scrolling ist butterweich und wirkt wesentlich überzeugender, als auf den schlecht programmierten, unruhigen Tourenwagen-Rennstrecken. Obwohl die Tourenwagen nominell deutlich schneller unterwegs sind, als die Serienwagen von GT Advance wirkt die Geschwindigkeit hier höher. Die leichtgängige Steuerung ermöglicht phantastische Drifts, wie sie noch auf keinem Handheld zu sehen waren und trägt so erheblich zum höheren Spielspaß bei. Wesentlich sinnvoller ist hier auch die Speicherfunktion. Im Championship Modus wird nach jedem Rennen automatisch gespeichert, sehr sinnvoll für das schnelle Handheld Vergnügen zwischendurch. Im Time Attack Modus müssen Rekorddaten und allerdings auch wieder manuell gespeichert werden. Damit sind übrigens nicht nur gute Rundenzeiten gemeint, es kann ausserdem auch ein Ghost Car gespeichert werden! Allerdings insgesamt nur einmal, speichert Ihr einen Rekord Ghost wird ein eventuell auf einer anderen Strecke gespeicherter Ghost leider automatisch gelöscht!

Wo Licht ist, ist auch Schatten, gänzlich ohne Kritik kommt auch GT Advance nicht davon. So klingen die Motorensounds von All Japan Grand Touring Car Championship etwas satter und bieten zudem mehr als doppelt soviele Musikstücke wie das Hosentaschen Gran Turismo. Schwerer wiegt allerdings die etwas zu unklare Kollisionsabfrage an den Streckenrändern. Während bei All Japan Grand Touring Car Championship schnell klar wird, dass neben der Strecke grundsätzlich die Geschwindigkeit in den Keller geht, hilft bei GT Advance nur ausprobieren, denn hier ist alles möglich. Streckenbegrenzungen die Euch abstoppen wie eine Betonwand wechseln immer wieder mit Stellen, an denen Ihr problemlos auch mal eine Ecke schneiden dürft, ja geradezu müsst. Immer fern halten solltet Ihr Euch alerdings von Euren Mitfahrern, bei Kollisionen mit den anderen Fahrzeugen seid Ihr, wie so oft im Genre, immer nur zweiter Sieger!

Negative Aspekte:
...aber soundtechnisch wäre mehr drin gewesen.

Positive Aspekte:
Rundum besser als GT Advance...

Infos zur Spielzeit:
HALLofGAME hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    HALLofGAME
  • 7.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 9/10
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