Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Front Mission 3: DAS Mech-Strategie-RPG - Leser-Test von Hüni


1 Bilder Front Mission 3: DAS Mech-Strategie-RPG - Leser-Test von Hüni
Leider erfreuen sich die rundenbasierenden Strategiespiele heutzutage nicht mehr einer solchen Beliebtheit, wie das noch vor mehreren Jahren der Fall war. Stattdessen werden heute bevorzugt Echtzeit-Strategiespiele gezockt, die meiner persönlichen Meinung nach viel zu oft in relativ anspruchslosen Materialschlachten ausarten, anstatt den Spieler in strategischer Weise zu fordern. "Front Mission 3" aus dem Hause Squaresoft ist jedoch (neben dem etwas langatmigen "Ring of Red" von Konami) der beste Beweis, dass auch ein rundenbasierendes Strategiespiel ansprechend und interessant sein kann.

Auf die Story einzugehen, würde hier einfach viel zu viel Platz beanspruchen, deswegen sei hier nur die Ausgangssituation genannt: im Japan der fernen Zukunft sind sogenannte "Wanzers" ("Walking Panzers") die effektivste Waffe des internationalen militärischen Waffenarsenals. Ihr schlüpft in die Rolle von Kazuki, einem jungen und fähigen Wanzer-Testpiloten. Nach einer Eurer routinemäßigen Übungen mit dem Wanzer werdet ihr Zeuge einer gewaltigen Explosion in dem Gebäude, in dem sich Kazuki's Schwester aufhält. Als Ihr der Sache nachgehen wollt, werdet Ihr schnurstracks in den Kampf mehrerer Nationen und Organisationen um MIDAS, eine neuartige Massenvernichtungswaffe, verwickelt.
Klar, dass Euch hier Eure Fähigkeit als Wanzer-Pilot als äusserst nützlich erweist.

Auf dem Schlachtfeld befehligt Ihr ein Team von maximal 4 Wanzer-Mechs, die sich gegen eine zahlenmäßig meist überlegene Gegnerschaft durchsetzen müssen. Die Schlacht selbst läuft Rundenbasierend ab.
Seid Ihr am Zug, wählt Ihr aus, mit welchem Eurer Wanzer Ihr agieren wollt. Zuerst wird der Mech an die Stelle Eurer Wahl bewegt, danach führt Ihr (nach Möglichkeit) einen Angriff aus. Dies könnt Ihr pro Runde mit jedem Teammitglied einmal machen. Seid Ihr mit allen fertig, ist der Gegner am Zug.
Zu Beginn des Spiels seid Ihr natürlich noch nicht optimal ausgerüstet: das Bewegen beschränkt sich (je nach Mech-Typ) auf einen Radius von 2-3 Feldern und die Durchschlagskraft Eurer Waffen lässt auch noch sehr zu wünschen übrig.
Abhilfe schafft hier das Geld, das Ihr nach einem Kampf bekommt: in Shops könnt ihr nicht nur neue Waffen erwerben, sondern auch die einzelnen Teile Eurer Mechs aufrüsten. Bessere Beine ermöglichen einen größeren Bewegungsradius sowie das Erklimmen von Hochhäusern. Ein besserer Rumpf oder stärkere Arme erlauben Euch das Tragen schwerer Waffen, für die Euer Mech vorher zu unbelastbar war. So stattet Ihr jedes Eurer Teammitglieder völlig individuell aus.

Die Eigenschaften der einzelnen Bestandteile der Mechs machen sich auch im Schadensmodell bemerkbar: die besten Beine nützen Euch nichts mehr, wenn sie im Gefecht einen Totalschaden erleiden. In den meisten Fällen könnt Ihr Euch dann nur noch ein Feld weit bewegen und seid so natürlich eine perfekte Zielscheibe für den Gegner. Ebenso ist die beste Waffe nutzlos, wenn der Arm, in dem sie ruhte, vom Gegner zerschossen ist.

e_gz_ArticlePage_Default