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Flucht von Monkey Island im Gamezone-Test


1 Bilder Flucht von Monkey Island im Gamezone-Test [Quelle: Lucas Arts]
Guybrush Threepwood ist zurück! In seinem vierten Abenteuer hat unser Möchtegernpirat wieder mit allerlei Tücken das Alltags zu kämpfen. Kaum ist das letzte Abenteuer überstanden und Guybrush mit seiner Braut der Gouverneurin von Melée Island endlich wieder Zuhause angekommen, da tun sich auch schon die ersten seltsamen Dinge. Niemand wartet am Hafen um die Beiden zu empfangen, die Hälfte der Häuser steht zum Verkauf und das Haus der Gouverneurin wird von einem Piraten mit Steinen beschossen. Ganz offensichtlich hat sich während ihrer Abwesenheit einiges getan. Warum zum Beispiel ist ein Freudenmädchen der Hafenmeister oder warum will die Schwertmeisterin plötzlich nichts mehr von Guybrush wissen? Wir sehen, es gibt genug Dinge denen auf den Grund gegangen werden muss. Dies geschieht in der schon aus dem dritten Teil bekannten 3D Oberfläche welche komplett per Gamepad bedient werden kann ohne eine Maus zu benötigen. Freilich werden die eingefleischten Monkey Island Spieler diesen Umstand eher bemängeln, denn das klassische Point&Klick System hatte schon seine Vorteile. So läuft unser Akteur nicht immer in die Richtung die wir gerne hätten, besonders nach einem Szenenwechsel dreht sich Guybrush manchmal wieder in die Richtung zurück aus der er gerade kam. Dies hört sich aber schlimmer an als es sich dann in der Praxis spielt.

Die Grafik ist zeitgemäß und passt wunderbar zur sarkastisch aufbereiteten Story, eben genau das was man von einem Monkey Island Adventure erwartet. Egal ob es die Charaktere im Spiel sind oder die Zwischensequenzen, ständig begegnet einem dieser herrliche Sarkasmus welcher nichts ungeschoren lässt, ohne dabei ausfallend zu werden. Zwar ging so mancher Witz bei der Übersetzung ins Deutsche verloren, trotzdem darf man sie getrost als gelungen bezeichnen. Das Rätselniveau bewegt sich das ganze Spiel lang auf gehobenerem Niveau, was man schon zu Beginn zu spüren bekommt, wenn man Guybrush, der gefesselt am Segelmast steht, irgendwie dazu bringen muss das Piratenschiff zu versenken. Ungeübte Adventure Spieler werden an so mancher Stelle eine Komplettlösung benötigen oder viel Geduld. Wer allerdings schon ein "Monkey Island" hinter sich hat, sollte keinerlei Schwierigkeiten haben.

Wie erwartet (und gehofft) werden wir zum Start von "Monkey Island 4" mit der bekannten Melodie begrüßt. Auch im Spiel begegnen uns immer wieder die bekannten Klänge welche bereits Kultstatus erreicht haben. Kaum ein Spieler der nicht nach den ersten Akkorden ein "Hey, das ist Monkey Island" verlauten lässt. Doch auch der Rest der Soundkulisse kann überzeugen, da sie stimmig aufgebaut ist ohne überladen zu wirken.

So hat es Lucas Arts tatsächlich geschafft auch den vierten Teil der Monkey Island Saga wieder das typische Guybrush Threepwood Feeling zu verpassen ohne durch unsinnige Neuerungen den Spielspaß zu drücken, was ja bekanntlich gar nicht so einfach ist. Aus den Dialogen und Schauplätzen des Games baut sich so eine Atmosphäre auf die einen unweigerlich in seinen Bann zieht. Darum darf man diesen Titel allen Adventure Freunden, trotz der 3D-Grafik, uneingeschränkt empfehlen.

Flucht von Monkey Island (PC)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 9/10 
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