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FireBlade im Gamezone-Test


1 Bilder FireBlade im Gamezone-Test

Wird irgendwelches technisches Gerät in Videospielen verwandt, unterliegt man leicht der Versuchung das Game in die Aktion oder Simulations-Schublade zu stecken. Mit "Fireblade" allerdings hat man da ein Problem, denn für ein Aktiongame ist es viel zu schwer und besitzt ein viel zu differenziertes Waffensystem, für eine Simulation hingegen ist es viel zu einfach, denn der Heli kann nicht einmal gegen eine Felswand oder auf den Grund gesetzt werden. Damit reiht es sich irgendwo zwischen den Genres ein ohne eines davon zu tangieren.

Wir schlüpfen also in die Rolle eines Kampfhubschrauberpiloten und haben diverse Aufträge zu erfüllen, die meist mehr zu bieten haben als einfaches auslöschen eines Zieles. Dies wird möglich durch die vielfältigen Möglichkeiten unseres Fluggerätes, welches neben der MP noch mit schnellen und selbstlenkenden Raketen ausgestattet ist und auch über eine Heckkanone sowie ein Scharfschützengewehr verfügt. Der Clou der Bewaffnung allerdings ist die EMP-Kanone, mit der man völlig lautlos Fahrzeuge außer Gefecht setzen kann. In Verbindung mit dem Stealth-Mode, der den Heli fast unsichtbar werden lässt, kann man sich so tief ins Feindesland vortasten und seinen Auftrag erfüllen, wie Pioniere absetzen oder einfach nur etwas bestimmtes Zerstören. Selbstverständlich gibt es auch ein Nachsichtgerät, welches recht gut umgesetzt wurde und tatsächlich Dinge sichtbar macht die ansonsten im Einheitsbrei der etwas matschig wirkenden Welten verschwinden.

Das Gameplay besteht aus einer linearen Story aus insgesamt 18 Missionen die man in 5 Aufträge gesplittet hat. Nach erfolgreichem Absolvieren eines Auftrages und zugehöriger Missionen bekommen wir jeweils ein Video zur Belohnung freigeschaltet. Bis es soweit ist allerdings, hat man die Entwickler mindestens einmal verflucht, denn die Steuerung ist alles andere als einfach. Sämtliche Funktionen, vom Stealth-Mode über das Nachsichtgerät, die verschiedenen Projektilwaffen bis hin zu den Raketen liegen auf den Aktions- und Schultertasten verteilt. In Verbindung mit dem relativ hohen Schwierigkeitsgrad der Missionen erlaubt das Game keine Bedienungsfehler, schon ein falscher Waffenwechsel oder das versehentliche sichtbar machen des Helis bedeuten das aus. Umso größer die Freude wenn man die Mission dann endlich geknackt hat.

Die Grafik von "Fireblade" kann leider nicht ganz überzeugen. Zwar tauchen praktisch keine Slowdowns oder Popups auf, dafür sind aber die verwendeten Texturen durch die Bank recht braun und kontrastarm, was umso schlimmer wird je schlechter das Wetter ist. Auch sind die Welten nicht besonders reich bestückt, sondern glänzen eher durch die Abwesenheit jeglicher Details. Gerade mal einige Bäume haben sich auf die flachen Wiesentexturen verirrt und stehen dort ziemlich einsam in der Gegend herum. Hinzu kommt der verwendete Motion-Blur Filter, welcher immer dann aktiv wird wenn wir die Turbo-Taste drücken, der die gesamte Umwelt nur noch als braunen Tunnel erscheinen lässt.
Hier hätte man eindeutig etwas mehr Farbe verwenden können, was dem Spiel nicht geschadet hätte. Auch die Modelle der Einheiten erfüllen zwar ihren Zweck, trotzdem hat man auf der PS2 schon besseres gesehen.

Mehr zu gefallen weiß da die Soundkulisse, die uns ständig mit den Funksprüchen der eigenen Einheit versorgt, den Waffen den richtigen Biss gibt und währenddessen mit orchestraler Hintergrundbeschallung aufwartet wie aus einem Aktionfilm. Allerdings können die Funksprüche mitunter ganz schön nerven, wenn einem der Flügelmann z.B. immer wieder den Befehl gibt zu Folgen, obwohl man eh schon verzweifelt versucht ihn nicht aus den Augen zu verlieren.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Fireblade" hinterließ einen recht zwiespältigen Eindruck. Zum einen kann die Aktion und das Gameplay begeistern, denn die Missionen sind von der ersten an recht schwierig und nicht auf Anhieb zu schaffen. Die überladene Steuerung aber und das magere Erscheinungsbild der Spielwelten stehen dem Game nicht gut zu Gesicht und hätten noch etwas Feinschliff vertragen. Besonders nach dem sehr gelungenem Intro-Video erwartet man mehr als einem dann im Spiel geboten wird. So aber bleibt nur ein durchschnittlicher Shooter mit unübersichtlicher Steuerung und matschiger Grafik übrig, der nur Spielern mit stählernem Durchhaltevermögen zu empfehlen ist.
FireBlade (PS2)
  • Singleplayer
  • 5,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Forderndes Gameplay
Überladene Steuerung und matschige Grafik
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