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Fire Department 2: Wasser marsch! - Leser-Test von DidiSt


1 Bilder Fire Department 2: Wasser marsch! - Leser-Test von DidiSt
Auch wenn es in der Sparte Echtzeitstrategie vermarktet wird, fordert "Fire Derartment 2" eher den flinken Zeigefinger, als strategisch überlegtes Handeln. Freunde actiongeladener Spiele werden hier ihren Spaß finden, eingefleischte Strategiefans dürfte das Spiel eher enttäuschen. Das liegt auch an dem fehlenden Langzeitspaß - 15 Missionen, die in rund 8 Stunden durchgespielt sind, bieten für den Singleplayer-Modus einfach viel zu wenig.

Die Installation verlief problemlos.
Abgesehen von gelegentlichen Startproblemen (Kopierschutztreiber blieben bei Programmstart hängen) gab es kaum nennenswerten technische Schwierigkeiten. Hin und wieder trat der Fehler auf, daß die Einheiten unsichtbar wurden, mittlerweile wird ein Patch angeboten, der auch diesen Fehler behebt.
Die Bedienung des Spiels ist nicht immer ganz problemlos; so scrollt man z. B. leicht ungewollt aus dem Bild, wenn man die Sicht mit der Maus drehen will. Auch werden Bedienelemente bisweilen von Texteinblendungen überdeckt.

Wie vom ersten Teil bekannt, erreicht der Spiele die Unfallstelle mit einem fest vorgegebenen Einsatztrupp. Ob kleiner Wohnungsbrand oder großer Waldbrand; der Spieler hat keine Möglichkeit, die eingesetzten Einheiten selbst zu wählen. Das trifft auch für die Verstärkungen zu, die im Laufe einer Mission bewilligt werden können. Ob Löschfahrzeug oder Drehleiter, Rettungswagen oder Helikopter - diese (strategisch wichtigen) Entscheidungen trifft allein das Programm.
Das Spiel bietet dem Einzelspieler 15 Missionen, die allesamt linear aufgebaut sind und sich im Ablauf stark ähneln. Noch bevor der Spieler Gelegenheit hat, das Einsatzziel zu erreichen, tauchen Folgebrände auf und die Prioritäten ändern sich. Dabei ist der Ablauf der Ereignisse nicht immer logisch nachvollziehbar oder vom Spieler beeinflussbar.
Bereits zu Beginn einer Mission sieht der Spieler, welche Verstärkungen ihm bewilligt werden. Dabei gilt: wenn z. B. ein Schaumlöschfahrzeug angeboten wird, wird auch ein Ereignis eintreten, daß den Einsatz dieses Fahrzeuges erfordert.
Die beworbene Realitätsnähe habe ich während des gesamten Spiels vermisst - Brände scheinen sich ganz unabhängig vom Material auszubreiten. Ob Bebauung, Sandhaufen oder die Rasenfläche im Stadion, hier brennt alles wie Zunder, wenn es dem Missionsverlauf dienlich ist.

Der zeitliche Rahmen der Missionen ist sehr eng gefasst und läßt kaum taktischen Überlegungen zu. Stattdessen muss der Spieler das Spiel immer wieder anhalten, um sich über plötzlich eintretende Ereignisse und neue Einsatzziele zu orientieren und die Einsatzkräfte den neuen Zielen zuzuordnen. Hierbei hilft eine kleine Übersichtskarte, die jedoch etwas kontratstreicher hätte ausfallen dürfen.
Die zeitlichen Relationen stehen auch bei verschiedenen Aktionen im Missverhältnis: der Transport einer verletzten Person zum Rettungswagen, die Ausbreitung eines kleinen Brandherdes zum vollflächigen Wohnungsbrand aber auch das komplette Löschen einer ganzen Wohnung durch einen einzelnen Feuerwehrmann - das alles benötigt etwa die gleiche Zeit.
Die Strategie für den Gewinn einer Mission ist dagegen recht simpel: man orientiere sich an den Meldungen des Sprechers, der den Spielfluss auf nervtötende Art leider immer wieder unterbricht und orientiere sich zunächst immer an den Zielen, die auf der Übersichtskarte markiert sind.

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