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Final Fantasy Crystal Chronicles: Wunder der Technik? - Leser-Test von Leitwolf


1 Bilder Final Fantasy Crystal Chronicles: Wunder der Technik? - Leser-Test von Leitwolf
Seit Anbeginn der Videospielgeschichte wurden schon viele Spielerherzen von der Final Fantasy Serie verzaubert. Das Erfolgsrezept lag immer klar auf der Hand: Eine bombastische Story, umwerfende Grafik, und taktische, rundenbasierte Kämpfe. Nun hat sich Square gedacht: "Was passiert wohl wenn wir den Spieß mal umdrehen? "* und flugs wird aus "Chrystal Chronicles" ein waschechtes Hack and Slay ohne tragender Story. Um noch einen draufzusetzen kehrt Square wieder zum Ursprung zurück. Während die letzten Final Fantasy Teile ausschließlich für die PS2 erschienen sind, wurden die ersten Teile der Serie für das Famicom System (NES) entwickelt. Zwar hat Square schon einige Titel für Nintendos Handheld, den Gameboy Advance entwickelt, aber nun erscheint ein Final Fantasy für den Gamecube.

*(Info: Für das bald erscheinende Final Fantasy XII soll das Kampfsystem noch einmal umgekrempelt werden. Es wird wohl ungefähr dem System von Grandia ähneln, was einem dann wohl nervige Zufallskämpfe ersparen wird)

Ganz im alten Stile werden wir in den neuen Square Titel eingeführt. Durch ein 3minütiges, mit sehr stimmiger Musik unterlegtes Intro kriegt ihr einen ungefähren Eindruck von der Spielatmosphäre.
Anders als die letzten Teile setzt "Chrystal Chronicles" mehr auf Knuddelgrafik (man kann darüber streiten ob der GC Grund dafür ist oder nicht. ), welche sehr an Final Fantasy 9 erinnert.
Die Story an sich ist leider sehr dünn ausgefallen. Aufgrund der Tatsache, dass "Chrystal Chronicles" ein Hack and Slay ist, kann man das noch verschmerzen, aber viele Final Fantasy Fans werden wohl enttäuscht sein. Also immer schön Reviews vor dem Kauf lesen ;-).
Zur Story: Die Welt in der ihr lebt, wird von einem giftigen Nebel namens "Miasma" überströmt.
Alle Völker wurden voneinander getrennt, und können sich nun nur doch durch sogenannte "Kristall Karawanen" ereichen. Der einzige Schutz vor dem tödlichen Miasma, ist das magische Myrrhe. Die Aufgabe einer jenen "Kristall Karawane" ist loszuziehen und innerhalb kürzester Zeit einen Kelch mit Myrrhetropfen zu füllen. Mit dieser Flüssigkeit kann ein Kristall aufgeladen werden, welcher das Miasma für begrenzte Zeit fernhält. Ihr spielt eine solche Karawane, und müsst zusehen, dass euer Dorf nicht unter dem Miasma wegstirbt.
Klingt simpel, ist es auch! Ihr zieht Jahr für Jahr los, sammelt Tropfen und Artefakte, bringt den Kelch ins Dorf zurück, und reist weiter. Das sorgt für grandiose 0% Abwechslung. Man hat aber schon schlimmeres in diesem Genre gesehen.
Doch bevor ihr euch ins Abenteuer stürzen könnt, müsst ihr erst einmal eine neue Kristall-Chronik (Spielstand) eröffnen und einen Protagonisten kreieren. Nachdem ihr eurem Held einen Namen gegeben habt, wählt ihr eines von Vier Völkern, welche sich sowohl äußerlich als auch in puncto Charakterwerte unterscheiden. Da wären die Clavats, von Natur aus Verteidigunskünstler, die kleinen Liltys, welche sich durch ihre Angriffskraft auszeichnen, die Yukes, hellen Köpfe der Truppe und die flinken Selkies.
Habt ihr euch für ein Volk entschieden, könnt ihr das Geschlecht auswählen und dementsprechend auch eines von vier Kostümen wählen. Hat sich das auch erledigt, müsst ihr noch den Beruf eurer Eltern wählen. An sich sehr hilfreich, so profitieren die Liltys davon, wenn ihre Eltern eine Schmiede betreiben, da einer der Elternteile gerne mal für lau seine Hand ins Feuer legt. Sprich: Sind eure Eltern Schmiede, könnt ihr zu Spottpreisen Rüstungen herstellen.
Habt ihr euch von eurem Dorf verabschiedet, geht es auch schon los. Na ja fast, denn wer noch keine Ahnung vom Spiel hat, der wird erst einmal vom unter Fans bekannten Stilzkin in die Kunst des Kämpfens eingewiesen. Zum eigentlichen System aber später mehr.
Habt ihr das Training absolviert, welches sich freilich auch überspringen lässt, befindet ihr euch auf der Weltkarte. Die Welt von "Chrystal Chronicles" ist in 6 Gebiete unterteilt, welche jeweils durch einen Miasmastrom verbunden sind. Hier der Haken: Jeder Miasmastrom hat sein eigenes Element, ihr könnt diesen Strom aber nur passieren, wenn euer Kelch eben die dazugehörige Elementkraft hat. Ihr könnt diese entweder in einem Level, oder bequem nach absolvieren des Levels immer wieder auf der Weltkarte ändern. Ein kluge Idee um euch zu Beginn den Weg zu gefährlicheren Arealen zu versperren. Allerdings wechseln die Elemente der Miasmaströme jedes Jahr. Der Kelch hat aber auch während der einzelnen Levels eine Bedeutung. Ihr könnt euch nämlich nur in einem kleinen Bereich um den Kelch herum bewegen. Rennt ihr aus dem Kreis heraus, werdet ihr langsam durch das Myrrhe verwundet. Im Singleplayer trägt glücklicherweise ein Mogry den Kelch für euch, aber manchmal hat auch der keine Lust mehr und ihr müsst tragen. Als Strafe könnt ihr ihm aber bei kleinen Zwischenstops das Fell stutzen, oder sogar färben. Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden, könnt ihr zukünftig mit einem roten Wollknäuel durch das Land stolzieren. Solange ihr den Kelch tragt, seid ihr langsamer und könnt nicht angreifen. Eigentlich ziemlich nervig, aber selbst diese Feature hat seinen Sinn, wie wir im Multiplayerpart sehen werden.

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