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Final Fantasy 8: Aufguss Numero Acht - Leser-Test von Amritakun


1 Bilder Final Fantasy 8: Aufguss Numero Acht - Leser-Test von Amritakun
Final Fantasy numero acht. Nach dem ausgesprochen gelungenen siebten Teil waren die Erwartungen an den Nachfolger noch höher gesetzt. Zumindest die Grafik konnte sich verbessern, jedoch ist anderes gleich geblieben oder hat sich sogar verschlechtertt. Eine herbe Enttäuschung für die einen, ein göttliches Spiel für die anderen. Ich gehöre zu ersteren.

___Grafik___
Fangen wir mit dem besten Teil des Spieles an - der Grafik. Square setzt seit jeher auf dieses Detail, was sich in den sehr schönen Rendersequenzen wiederspiegelt. Nebenbei sind die gerenderten Hintergründe auch noch nett anzuschauen, die 3D-Modelle sind hübsch, aber eigenartig animiert. Die Effekte im Kampf sind sehr, wirklich sehr schön. Doch das Ganze hat einen Harken, den man nicht missachten sollte - dieses Spiel strotzt vor überlangen Sequenzen. Die Angriffsanimation des stärksten Beschwörungsgeistes (darauf gehe ich noch ein) dauert sage und schreibe circa 2 Minuten. Und weil der Gegner danach eh flach liegt, ist das eigentlich ziemlich sinnlos. So wird die Zeitspanne des Spiels künstlich erhöht und man muss sich umso länger mit den Kämpfen beschäftigen...

___Sound___
Uhm ja. Hier muss was schiefgelaufen sein. Die Musik dudelt entweder gelangweilt vor sich hin oder versucht, die Ohren in einer brutalen Aktion kaputt zu quieksen. In den Kämpfen wird man mit pseudo-militärischer Musik gequält, gefolgt von einer Fanfare, die mehr nicht nach einem Midi klingen kann. Erschwerend hinzu kommten die äußerst künstlichen und billigen Soundeffekte... wie Schrittgeräusche oder anderes. Da sträuben sich die Nackenhaare.
Außerdem wiederholt sich alles viel zu schnell, ein Musikstück ist schnell ausgeleiert und nervt nur noch. Uematsu sollte sich schämen. Und das Soundteam gleich mit.

___Gameplay___
Dieses Spiel zeigt vor allem hier, wie seltsam es doch ist.
Das Kampfsystem ist wie in den Vorgängern ein Mix aus Echtzeit und Rundenkampf - eine Leiste füllt sich, ist diese voll, kann die Figur agieren. So weit so gut, nur ist das Kampfsystem etwas langsam geraten. Die Leisten füllen sich zwar bei hohem Tempo-Statuswert ziemlich schnell, doch dafür hält die Leiste bei jeder Aktion des Charakters oder Gegenübers kurz an. Dieses kleine Detail stört.
Unlustigerweise sind die Kämpfe dank der minutenlangen Animationen äußerst langweilig geraten. Also kann man bequem nebenbei ein Nickerchen machen - oder man wird durch die Quiekstöne wieder aufgeweckt.
Aber immerhin gibt es einen Funken Innovation hier - das Drawsystem, ein System, mit dem man Zauber von Gegnern stehlen kann. Allerdings gibt es keine Magiepunkte mehr und die Zauber werden wie Gegenstände gehandhabt.
Das Menü ist unübersichtlich und schlecht strukturiert und zudem noch öde designt. Anfänger werden sich kaum zurechtfinden. Und das Koppelsystem erschwert es zusätzlich.
Aber etwas Innovation steckt auch dahinter, immerhin kann man durch das Verbinden von Zaubern in bestimmter Menge mit Statuswerten stärker werden. Das alles wird durch die "Guardian Forces" (G. F. ) ermöglicht - diese sind die oben erwähnten Schutzgeister. Diese ermöglichen den Figuren erst, andere Befehle außer "Angriff" zu verwenden und Zauber zu entziehen. Diese G. F. steigen ebenfalls Stufen auf - wie die Charaktere und werden stärker. Wird ein G. F. beschworen, erscheint eine Leiste die, wenn sie leer ist, die G. F. auf den Plan ruft und die Gegner attackiert oder der Gruppe hilft. Während der Vorbereitung werden die Lebenspunkte des G. F. s währenddessen auf 0 reduziert, wird sie nicht mehr verfügbar, bis sie wiederbelebt wird.
Außerdem können diese Geister neue Fähigkeiten erlernen und somit Gegenstände umwandeln und/oder die Statuswerte der Figuren prozentual erhöhen.

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