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Final Fantasy X: Die RPG-Referenz - Leser-Test von Cubey


1 Bilder Final Fantasy X: Die RPG-Referenz - Leser-Test von Cubey
Nach langer Zeit des Wartens kam nun endlich der 10. Teil der beliebten RPG-Reihe Final Fantasy auf den deutschen Markt. Dieses Spiel ist mit Sicherheit eines der absoluten Highlights für das Jahr 2002 und kann sich locker in die Riege der PS2-Kracher, neben Metal Gear Solid 2, Gran Turismo 3 oder GTA 3, einreihen. Beim 10. Teil des weltweit beliebtesten Rollenspiels handelt es sich aber keinesfalls um einen "gewöhnlichen" Nachfolger, sondern um ein nahezu völlig neues Game. Die Charaktere des 9. Teils sind komplett andere, lediglich die Aeons (Bestia) wie Ifrit, Shiva, Bahamut usw. und die bekannten Gegenstände (Potion, Echokraut, Goldnadel usw.) sind wieder vorhanden. Final Fantasy bietet nämlich mit jedem neuen Titel auch eine neue Story.

Die Story des 10. Teils scheint relativ simpel, ist aber im Grunde auch sehr komplex. Tidus, ein abgesehener Blitzballspieler (eine Sportart, bei der man gruppenweies gegeneinander antritt und unter Wasser versuchen muß den Ball in das gegnerische Tor zu befördern), bemerkt mitten in einem Turnier, dass ein riesiges Monster, das die Sünde (Sin) der Menschen verkörpern soll, über die Stadt herfällt. Er rennt um sein Leben, doch schließlich unterliegt er dem Monster und wird um 1.000 Jahre in die Zukunft versetzt. Nun ist er aber nicht mehr in seiner Heimatstadt Zanarkand, sondern im Lande Spira, in welchem Zanarkand längst zerstört ist. Völlig verwirrt schließt er sich einer Truppe Unbekannter an, die es sich zur Aufgabe gemacht haben das Medium, Yuna, auf ihrer Pilgerreise zu beschützen. Ein Medium hat die Aufgabe, die hohe Beschwörung zu erlernen um damit Sin zu vertreiben. Um an dieses Ziel zu gelangen, pilgert die Truppe durch das ganze Land, von Tempel zu Tempel, um immer mehr Erfahrung zu sammeln und von Tag zu Tag stärker zu werden.

Sobald man sich erst einmal in die Geschichte versetzt hat, ist es schwer wieder davon los zu kommen. Man wird gefesselt, gepackt und will unbedingt wissen, was den Helden als nächstes bevorsteht. Der Spielablauf ist alles in allem ziemlich linear aufgebaut. Man trifft nach und nach immer mehr Mitglieder der am Ende aus 7 Personen bestehenden Truppe. Mit diesem bereist man festgelegte Ziele um dort bestimmte Dinge zu erledigen und neue Aeons zu erlangen. Auf dem Weg von Punkt A nach Punkt B kommt es dann auch häufig zu Zufallskämpfen, die meist keinerlei Herausforderung, sondern vielmehr einfach nur der Weiterentwicklung der verschiedenen Charaktere dienen. In Kämpfen ist es nach wie vor so, dass 3 Leute aktiv am Geschehen beteiligt sind und die anderen einfach nur "zusehen". Allerdings gibt es nun die Möglichkeit jederzeit einen der Außenstehenden "einzuwechseln", ohne eine Angriffsmöglichkeit zu verschenken, denn der eingewechselte Charakter kann sofort eingreifen. Dazu hat man wieder die Möglichkeit den Gegner mit seiner Waffe zu schlagen, Items zu verwenden, schwarze oder weiße Magie einzusetzen oder bestimmte Techniken und Specials anzuwenden. So läßt sich der Gegner erblinden oder ähnliches. In Sachen Angriff sind Auron, Tidus und Wakka die Profis, wenn es um Magie geht, steht vorallem Lulu ganz weit vorne, aber auch Yuna ist mit ihren Bestia sehr stark. Kimahri ist für mich einer der unwichtigsten Charakter, da er nicht wirklich gut in Angriff, aber auch nur mittelmäßig in Sachen Magie ist. Rikku bildet meiner Meinung nach ein völlig neues Gebiet (im Vergleich zu den anderen). Sie ist geschickt darin Gegenstände von den Gegnern zu klauen und diese wiederum gegen sie zu verwenden und daher deckt sie den Bereich Items ab. All dies zusammen ergibt eine starke und sehr vielseitige Truppe.
Wenn man nun auf Eismonster trifft, so kommt Lulu in Einsatz und bekämpft es mit einem mächtigen Feuerzauber. Trifft man auf ein gepanzertes Wesen, so bricht Auron dessen Panzer und Tidus und Wakka greifen es anschließend an. Falls ein Obermotz einen Zauber anwendet, der alle auf einen Schlag vernichten würde, so beschwört Yuna davor eine Bestia, die dann leider das Zeitliche segnet, aber immerhin hat die Truppe überlebt. Doch auch in Sachen Waffen unterscheiden sich unsere Helden. So hat Tidus mit seinem Schwert und Wakka mit seinem Blitzball eine sehr hohe Trefferquote, wobei Wakkas Ball besonders gute Wirkung gegen fliegende Wesen zeigt. Aurons Schwert ist wohl eine der wirkungsvolsten Waffen, wogegen Kimahri mit seinem Speer, Yuna mit ihrem Stab und Lulu mit ihren Mogry-Püppchen eher weniger Schaden verursachen, was sie wiederum durch Magie ausgleichen. Lauter solcher, kleiner Überlegungen sind von Nöten, wenn man Spira erfolgreich von Sin befreien will und daher bietet FF X auch jede Menge Strategie.

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