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Final Fantasy X-2: Schlechter Aufguss - Leser-Test von Amritakun


1 Bilder Final Fantasy X-2: Schlechter Aufguss - Leser-Test von Amritakun
Final Fantasy X-2, der erste direkte Nachfolger.
Ein Nachfolger, der die Macken des Vorgängers nicht ausbügelt, sondern - abgesehen von der Grafik - die Mulden nur noch tiefer macht.

___Grafik___
Durchaus gelungen - die Grafik von FFX-2 ist so schön wie im Vorgänger, nur eben etwas detallierter. Die Animationen sind hübsch und brauchen nicht Ewigkeiten, um ausgeführt zu werden - es gibt auch keine Beschwörungen mehr, die das veranlassen könnten.
Die Schatten wurden im Kampf realistisch gestaltet - keine runden Kreise mehr wie im Vorgänger. Aber mehr gibts zu der Grafik auch nicht zu sagen, ist sie doch fast das Gleiche wie im Vorgänger.

___Sound___
Gut, hier scheiden sich die Geister - doch meiner Meinung nach kann man die Komponisten wegen Körperverletzung anklagen. Ehrlich, das ist einfach nur grottenschlecht. Dieser über-poppige Sound ist schlecht und pseudo, nebenbei raubt er jeden Spielwillen.
Die Synchronisation ist auch nicht die Welt, diese geht in der Vertonung des Spiels an sich unter. Wo Soundeffekte nett sind, tötet die Musik jegliche Atmosphäre ohne Gnade ab, lässt sie im Keim ersticken. Und obwohl die Musik manchmal passen könnte, nervt sie dennoch. Man rennt nichtsahnend durch die Gegend und macht die Bekanntschaft mit ein paar Monstern - und schon spielt eine kesse, aber dennoch grottige Pop-Musik im Hintergrund, was dem Spieler wohl Gefahr signalisieren soll. Nun, das klingt leider nicht nach Gefahr, sondern eher nach Dancefloor. Schlechtem Dancefloor, zu dem man nicht mal tanzen kann. Die Siegesfanfare ist ein Traditionsbruch und schlechter als je zuvor...
Man muss sich als Nicht-Liebhaber dieser Musik schon sehr zusammreißen, nicht vor Angst aus dem Zimmer zu rennen oder den Ton gefrustet auf "Mute" zu stellen. Soviel dazu.

___Gameplay___
FFX-2 hat ein recht simples Gameplay. Es ist missionsbasiert und daher stark nonlinear - einer der Gründe, weswegen die Story leidet.
(Oder warum der Spieler unter der Story leidet. ) Man kann stets das Ziel auf der Karte im Flugschiff einstellen - was wiederum bedeutet, dass man von Anfang an fast alle Orte erreichen kann. Schatztruhen werden nach jedem Kapitel neu aufgefüllt. Storyrelevante Missionen sind als "Aktive Verbindung" gekennzeichnet und treiben die sehr maue Handlung voran.

Das Kampfsystem ist etwas anders aufgebaut als der Vorgänger. Diesmal ist es wieder ein Mix aus Echtzeit- und Rundenkampf. Nur gibts es bei diversen Angriffen diesmal Aufladezeiten. Verschiedene Angriffe machen mehr Schaden, wenn sie gleichzeitig eingesetzt werden.

Es gibt außerdem viele verschiedene Job-Klassen wie zum Beispiel "Krieger", "Weißmagier", "Dompteur" und so weiter. Diese Klassen können sowohl im Kampf als auch im Menü gewechselt werden - die Kostüme sind an sogenannte "Kostüm-Sphäroiden" gebunden, die bei Einsatz das Aussehen und Fähigkeiten wechseln. Diese Sphäroiden sind auf Spielbrett-ähnlichen Gebilden anzubringen. Diese werden "Kostümpaletten" genannt und liefern zusätzliche Fähigkeiten oder Statusboni, wenn man gewisse Felder auf ihnen im Kampf aktiviert - dazu muss man Jobs wechseln. Sobald man alle Felder aktiviert hat, kann man in ein charakterspezifisches Kostüm wechseln, wobei die beiden anderen Mitstreiter durch Teile des Kostüms ersetzt werden, die seperat steuerbar sind. Dies ist allerdings nur möglich, wenn man die jeweiligen Kostüme bereits gefunden hat. Gut, das Ganze mag nicht innovativ klingen, aber Innovationen hat Final Fantasy eh schon seit einiger Zeit nicht mehr vorzuweisen.

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