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Fantavision: Kein wirklicher Lichtblick - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Fantavision: Kein wirklicher Lichtblick - Leser-Test von HALLofGAME
Feuerwerke sind meist schön, oft teuer, manchmal gefährlich und auf jeden Fall zu selten. Wer das genauso sieht, dem kann nun endlich komplett geholfen werden. Zumindest fast, denn teuer ist Sonys Heimfeuerwerk Fantavision auch, dafür gab es aber immerhin erstmals auch Weltraumfeuerwerke zu bewundern! Brannte hier schon das Grafikfeuerwerk der neuen Konsolen Generation?

Vor das Vergnügen haben die Entwickler von Sony allerdings erstmal den Fingerkrampf gesetzt! Denn obwohl Fantavision Euch die Möglichkeit gibt, Eure schönsten Feuerwerke zu speichern und immer wieder aufs Neue zu bewundern, ist Fantavision natürlich keine akkurate Feuerwerkssimulation, sondern eine Mischung aus Puzzle und Reaktionsgame.

Lediglich mit einem simplen, in der Mitte des Bildschirms platzierten Cursor ausgerüstet, wartet Ihr auf den Ansturm der verschiedenen Raketen. Die kommen immer gruppenweise und in den unterschiedlichsten Farben und Euer Ziel ist es nun, möglichst alle Raketen mit dem Cursor zu erfassen und zur Explosion zu bringen. Werden einfliegende Raketen nicht rechtzeitig gezündet, verglühen sie stattdessen und schmälern gleichzeitig eine kleine Energieleiste, an deren Ende für Euch das Game Over steht. Um das Ganze nicht zu einfach zu machen, griff man bei Sony auf einige altbekannte und bewährte Puzzle-Standards zurück. So müssen immer mindestens drei Raketen verbunden werden, bevor deren Zündung möglich wird. Die gängigste Kombination sind hierbei drei Rakete der selben Farbe, da unterschiedliche Farben nicht ohne Weiteres verbunden werden können. Nur mit immer wieder auftauchenden Spezialraketen dürfen auch unterschiedliche Farben verbunden werden. Es entstehen spezielle Ketten, die sich mit wachsender Länge immer positiver auf Euer Punktkonto auswirkt. Klappt die Verbindung nicht, ist das jedoch auch kein Beinbruch, da alles was innerhalb von zwei Sekunden nach einer Zündung explodiert ebenfalls als Kette gilt.

Apropos Spezialraketen: Immer wieder verwandeln sich auch bereits gezündete Raketen in spezielle Symbole und Buchstaben. Werden diese mit anderen Raketen verbunden und erneut gezündet, entfalten sie spezielle Wirkungen, das heißt meist rufen sie bestimmte Explosionsmuster hervor, oder bringen ganz einfach Bonuspunkte. Wesentlich wichtiger sind dagegen die Buchstaben. Schafft man es mit diesen, dass Wort "Starmine" zusammen zusetzen, wird das eigentliche Feuerwerk unterbrochen und ein Bonus Feuerwerk darf abgebrannt werden, dass sich nicht nur positiv auf das Punktekonto wirkt, sondern im Gegensatz zu den anderen Raketen auch nicht an Eurer Energieleiste knabbert.

Präsentationstechnisch stellt Fantavision weder optisch noch akustisch auch nur annähernd ein Highlight dar. Die Hintergründe sind, vom nächtlichen Stadtpanorama bis hinaus in den Weltraum allesamt nett und sauber programmiert, aber gänzlich unspektakulär. Perspektivisch (und im Weltraum auch physikalisch) stimmt zwar Einiges nicht, zu Gunsten der Spielbarkeit ging es aber wohl nicht anders. Doch wenigstens den Replays hätte man eine andere Kameraperspektive spendieren dürfen, wer sieht sich Feuerwerke schon von oben an? Das Feuerwerk selbst besteht aus den Grundfarben Rot (auch wenns eher wie Orange aussieht), Blau und Grün, bzw Kombinationen daraus. Eine Handvoll verschiedener Explosionsmuster sorgt für die nötige formale Abwechslung. Viel erwarten sollte man in dieser Richtung allerdings nicht. Sicher, je besser man die Raketen zu verknüpfen weiß, desto sehenswerter das Ergebnis, trotzdem werdet Ihr selbst in den Replays nichts finden, was auch nur ansatzweise vergleichbar mit einem guten realen Feuerwerk ist!

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