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Fila World Tour Tennis im Gamezone-Test


1 Bilder Fila World Tour Tennis im Gamezone-Test

Der weiße Sport scheint sich in letzter Zeit bei den Entwicklern besonderer Aufmerksamkeit zu erfreuen, oder wie ist es sonst zu erklären, dass praktisch jeder namhafte Publisher in den letzten Wochen ein Tennisgame auf den Markt warf. Dieser Titel allerdings von THQ hat einen sehr zwiespältigen Eindruck bei uns hinterlassen, da er zum einen mit einer angenehm hohen Spielgeschwindigkeit aufwartet, zum anderen aber die Steuerung der Spieler etwas einfach und vor allem ungenau ausgefallen ist. So passiert es immer wieder, dass dem Spieler der Ball zwischen den Beinen durchschlüpft weil er auf den Tastendruck einfach nicht reagiert, da sein Schritt noch nicht zuende ausgeführt war. Für ein Tennisspiel ein etwas seltsames Verhalten, müsste man doch jederzeit den Ball annehmen können, außer man ist nicht mehr in Reichweite desselbigen. Hinzu kommt das seltsame Verhalten beim Ball anschneiden, der darauf überhaupt nicht zu reagieren scheint. Auch ist zwischen den verschiedenen Schlagarten kaum ein Unterschied festzustellen, so wie bei der Angabe die verwendete Power sich kaum auf den Ball auswirkt. Das Positive daran ist, dass selbst Anfänger, haben sie sich erst an das schnelle Spieltempo gewöhnt, ein angenehmes Spiel aufnehmen können. Mit etwas Übung allerdings beginnt man das etwas flache Gameplay zu bemängeln, welches aus dem grafisch gut dargestellten Game fast ein aufgewertetes Pingpong macht, da ein taktisches Spielen, wie man es aus anderen Tennissimulationen kennt, kaum möglich ist. Somit stellt dieser Titel eher ein gutes Arcadegame aber weniger ein Sportspiel dar. Dies manifestiert sich auch in dem Umstand, dass keinerlei echte Spielernamen im Game vorkommen, sondern ausschließlich Fantasienamen verwendet wurden und ebensolche Courts.

Die Grafik hingegen braucht sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die Spieler sind angenehm flüssig animiert und die Courts können sich ebenfalls sehen lassen. Da man keine Rücksicht auf real existierende Plätze nehmen musste konnten die Designer ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dies stellt einen angenehmen Unterschied zu den typischen Courts bekannter Tennisgames dar.

Leider leidet das Gameplay ziemlich unter der ärmlichen Steuerung, die einen mitunter die Zornesröte ins Gesicht schießen lässt, wenn wieder mal, trotz heftigen Hämmerns auf die Schlagtaste, sich der Spieler beharrlich weigert den Ball anzunehmen und er stattdessen einen seitlichen Ausfallsschritt macht. Mit der Zeit bekommt man aber ein Gefühl für den sehr kurzen Zeitraum in dem man den Schlag anbringen muss, so dass man tatsächlich auch ein Match gewinnen kann, denn die hohe Spielgeschwindigkeit würde man sich in manch anderer Tennissimulation wünschen.

Die Soundkulisse siedelt sich, wie der Rest des Games, irgendwo in der goldenen Mitte an. Das was man zu hören bekommt klingt in Ordnung ohne einen vom Hocker zu reißen.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Fila Word Tour Tennis" ist ein anspruchsloses aber schnelles Arcade-Tennis mit den bekannten Spielmodi ohne jegliche Innovation. Die Steuerung hat das Potential einen in den Wahnsinn zu treiben, dafür belohnt einem die Grafik mit angenehmen Animationen und die vier Schwierigkeitsgrade können auch den Profi fordern. Für zwischendurch ist dieser Titel also durchaus brauchbar, wer aber voll in der Simulation versinken möchte sollte sich lieber bei der Konkurrenz umsehen, die mit echten Spielern und Turnieren aufwarten kann.
FILA World Tour Tennis (XB)
  • Singleplayer
  • 5,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 4/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Schnelles Gameplay
Keine realen Spieler oder Turniere
ungenaue Steuerung
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