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Eternal Darkness: genialer Horror - Leser-Test von agony


1 Bilder Eternal Darkness: genialer Horror - Leser-Test von agony
Nicht nur Capcom ist in der Lage, hochwertige und fast perfekte Gruselspiele auf dem Gamecube zu produzieren, sondern auch Nintendo bzw. Silicon Knights. Denn Eternal Darkness beweist auf eindrucksvolle Art und Weise, dass innovative Videospiele auch in der heutigen Zeit noch möglich sind.

Die überaus komplexe Story fasziniert bereits in den ersten Minuten. Das Übel beginnt mit dem Tod des Großvaters von Alexandra Roivas. Im anfänglichen Intro erfährt sie von der Polizei, auf dem alten Wohnsitz des Alten, von der schrecklichen Tat. Edward Rovas wurde hier auf bestialische Art und Weise ermordet, sein Kopf ist nicht aufzufinden.

Wochen vergehen, doch Alex lässt der Mord keine Ruhe und da sie die polizeilichen Aufklärungsmethoden für uneffektiv hält, beschließt sie, das alte Anwesen zu besuchen, um zu erfahren, was geschehen ist. Kurze Zeit später finden Sie das Tome of Eternal Darkness, ein altes und unheimliches Buch. In diesem Schriftstück findet sie u. a. Aufzeichnungen des Großvaters, welches von nun an den Verlauf des Spieles bestimmen soll. Einige Seiten sind verschwunden, die aus mysteriösen Gründen im ganzen Haus verteilt wurden. Doch das Grauen beginnt, als Alex anfängt, die ersten Seiten zu lesen. Sie erfährt, dass Edward hinter das düstere Geheimnis einer unglaublich bösen Macht gekommen war und dies somit der Grund für seine Ermordung sein könnte.


Doch Alex ist keineswegs die Hauptperson des Spiels. Ein gewiss sehr interessanter Aspekt ist es, dass man in zahlreichen Chaptern die unterschiedlichsten Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen steuern darf. Nachdem Alex ein Stück aus dem Buch gefunden hat, beginnt ein neues Chapter mit meist einer neuen Person. Doch erlebt der Spieler nicht nur eine Zeitepoche, denn jede steuerbare Figur lebte in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Jede Person ist ein kleines Stück eines riesigen und unheimlichen Puzzles, welches Alex bzw. der Spieler zusammensetzen darf. Innerhalb der virtuellen 2000 Jahre besucht man so mit einem Forscher, einem Mädchen, einem Doktor, einem römischen Kämpfer oder einem anderen der zahlreichen verschiedensten Charaktere oft die gleichen oder ähnliche Orte und erlebt, wie sich Landschaften oder Rätsel ändern. Kein Chapter ist wirklich gleich, doch ergibt alles einen Sinn, den der Spieler verstehen wird und muss, um das Rätsel der Ermordung des Großvaters zu lösen. Was in einem anfänglichen Mysterium beginnt, wandelt sich zu einer Art Verschwörung bis man zur Lösung des überaus durchdachten Rätsels gelangt. Umso weiter man voranschreitet, umso klarer wird, dass das Ende logischer, aber katastrophaler wird.

Das Gameplay selbst erinnert anfänglich an Spiele wie Tomb Raider, Shadow Man oder Indiana Jones. So steuert man seine Figur durch die abwechslungsreichen Orte, die von Höhlensystemen bis zu riesigen Klosteranlagen reichen. Dank des Tone of Eternal Darkness besitzt man jedoch die Fähigkeit, ein im Laufe des Spiels komplexer werdendes Magiesystem zu nutzen. Nicht nur die an die Jahrhunderte angepassten Waffen (Schwert, Pistole, Gewehr... ) benötigt man, um gegnerische Zombies zu erlegen und Rätsel zu lösen, sondern auch die ständig wachsenden Zauber-Fähigkeiten. Kann man mit den herkömmlichen Waffen z. B. bestimmte Körperteile der Feinde anvisieren, um effektiver zu töten, so helfen die Zauber z. B. beim Auffrischen der Charakter-Energie oder dem Auflösen magischer Barrieren. 3 Artefakte(rot, grün, blau) erhält man im Spielverlauf, die die Fähigkeiten beeinflussen. Diese Magiefarben sind z. B. dann wichtig, wenn man sie an den richtigen Stellen nutzt. So werden z. B. grüne Schalter oder Hindernisse durch rote Magie aufgehoben, ebenso z. B. blaue durch grüne. Durch das Einsammeln von Runensteinen und Schriftrollen darf man neue Zauber entdecken, die bestimmte Dinge ermöglichen. Von Heilung bis zu effektiven Waffen hat man die Qual der Wahl, denn jede Spielfigur hat nur eine bestimmte Magiekraft, die auch ausgeschöpft werden kann. Alle entdeckten Zaubersprüche sind in den 3 Magiefarben möglich und später auch in 3 unterschiedlichen Stärken. Beginnt man noch mit Magiestärke 3, so hat man zum Ende die Ehre, überaus mächtige Zauber nutzen zu dürfen (Stärke 8). Schnell weiß man das innovative Magiesystem zu schätzen, ebenso wie die Ausführungen der Zauber in Kombination mit Handwaffen. So ist beispielsweise ein verzaubertes Schwert wirksamer bei der Vernichtung der Gegner. Das besagte zielgenaue Abschlagen von Körperteilen und die finalen Schläge helfen dabei, bestimmte Gegner an bestimmten Stellen zu treffen und diese schneller zu töten. Besonders der finale Schlag ist ungemein wichtig, denn die Spielfigur hat einen Verstand, der leidet.

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