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Erik Zabels Cycling Manager im Gamezone-Test


1 Bilder Erik Zabels Cycling Manager im Gamezone-Test

Ist der Radsport Deine Passion, fieberst Du auch mit wenn die Sportler sich jeden Meter in der Tour de France erarbeiten, kannst Du Dich auch nicht der Faszination erwehren die der Radsport ausübt? Möchtest Du vielleicht sogar einen kompletten Rennstall managen und zum Sieg führen? Ihre Geschicke leiten, Sponsoren suchen und die Fahrer trainieren? Wenn dem so ist, dann kaufe Dir lieber ein Fahrrad statt dieser Simulation. Was uns hier die französischen Programmierer aufs Auge drücken ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man solch eine Idee eben nicht umsetzen darf. Langeweile von A bis Z wird einem hier geboten wie man sie so geballt nur selten in einem einzigen Produkt findet. Trotz 32bit Farbtiefe und maximalen Details sehen die Strecken aus wie im Home-Editor selbst erstellt, die Zuschauer sind flache Objekte welche aufs übelste ins Geschehen hineingeklebt wurden und neben den Pappkarton-Häusern existiert nur noch die flache grüne Wiese. Um die langweilige Grafik nicht so einsam stehen zu lassen, dudelt noch viel langweiligere Musik im Hintergrund, wie sie sich nicht einmal die nächtlichen Radiosender zu senden trauen. Dazu gesellt sich ein ebenso langweiliges Gameplay, meist verbringt man seine Zeit damit in irgendwelchen Tabellen zu blättern oder wieder einmal dem Fortschrittsbalken zuzuschauen, das einem innerhalb kürzester Zeit jedwede Motivation raubt. Hat man sich endlich durch die bunten und nichtssagenden Menüs geklickt und kommt endlich zum Rennen, darf man den Radlern dabei zusehen, wie sie wie auf Schienen die immer gleich aussehenden Strassen lang gurken bis sie wieder einmal in einem großen Haufen übereinander fallen. Um den Spieler während eines Rennens nicht ganz zur Untätigkeit zu verdammen, hat man noch diverse Einflussmöglichkeiten auf die Fahrer des eigenen Teams, wie sie einen Sprint ausführen zu lassen oder die Gegner zu blockieren.

So quält man sich vom Training zum Rennen und so weiter, bis man das Gähnen nicht mehr unterdrücken kann und das Game endlich beendet. Ich weiß wirklich nicht was sich die Entwickler bei diesem Titel gedacht haben. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass nicht einmal die Programmierer selbst auch nur den geringsten Spaß an diesem Titel hatten, denn alleine schon das gebotene Userinterface darf man getrost als Misslungen bezeichnen. Die wichtigste Taste im Game, betitelt mit "nächstes Rennen", befindet sich nicht nur völlig außerhalb aller anderen Bedienelemente, sondern ist auch noch winzig klein in die obere rechte Ecke gequetscht. Die anderen Elemente besitzen alle wunderbar animierte Icons, allerdings keinerlei Text, denn dieser wird in die Statuszeile oben links eingeblendet wo kein Mensch hinschaut. Dieses Chaos zieht sich durch das komplette Interface. Die wichtigsten Dinge verschwinden im versauten Design und das was einem ins Auge sticht ist für das weitere Vorankommen im Spiel absolut unnötig.

Einzig das Feature eigene MP3s im Game abspielen zu können gefällt, wahrscheinlich aber wurde dies auch nur integriert weil den Programmierern selbst der mitgelieferte Sound auf den Keks ging, der sogar für französische Ohren unerträglich einschläfernd sein dürfte.

  • Peter Grubmair"-"
  • Erik Zabel hätte bei seinen Leisten bleiben sollen und seinen Namen nicht für dieses Machwerk hergeben dürfen, denn außer seinem Ruf zu schaden wird dieses Game keine weiteren Spuren hinterlassen. Gäbe es einen Langeweiler-Award, hätte "Cycling Manager 2" gleich zehn Stück davon gewonnen, so penetrant langweilig ist die gesamte Präsentation dieses Sportmanagers. Die Grafik ist ein Witz, das Gameplay sowieso und die Musik gibt einem den Rest. Fallen dann noch alle Radrennsportler wieder einmal in einem großen Haufen übereinander, kann man nur noch abschalten und sich ärgern. Nur gut, dass die eMail-Adresse des Herstellers im Handbuch vermerkt ist.
Erik Zabels Cycling Manager (PC)
  • Singleplayer
  • 2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 3/10 
    Sound 1/10 
    Steuerung 2/10 
    Gameplay 2/10 
Pro & Contra
Es können eigene MP3s im Game abgespielt werden
Veraltete und extrem detailarme Grafik
chaotisches Menü und Design
langweilige Soundkulisse und ein Gameplay zum weglaufen
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