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Enclave im Gamezone-Test


1 Bilder Enclave im Gamezone-Test

Light vs. Darkness

Mit Enclave präsentieren uns die Starbreeze Studios ein klassisches Hack'n'Slay Spiel mit einigen RPG-Elementen. Allerdings bietet Enclave im direkten Vergleich zu Genrevertretern einiges mehr.

Zu Beginn des Spiels finden wir uns erst mal im Gefängnis wieder. Durch großes Glück gelingt es uns während eines feindlichen Angriffs auf die Stadt Celenheim zu entkommen. Da wir in diesem Zusammenhang auch noch die Stadt von den bösen Angreifern befreit haben, gewährt uns die Königin die Freiheit unter der Voraussetzung, dass wir weiterhin unsere Dienste für Celenheim zur Verfügung stellen.

Das Spiel findet in der klassischen 3rd Person Ansicht statt, es besteht aber auch die Möglichkeit auf die Ego-Perspektive umzuschalten. Waffen, Schilde und Items die wir bei uns tragen werden zu Gunsten der Übersichtlichkeit dabei halbtransparent dargestellt. Die Hardware wird an vielen Stellen im Spiel gut ausgereizt, vor allem beim Bump-Mapping haben die Entwickler nicht gegeizt. Wände wirken sehr realistisch, aber auch die Models der Gegner und unserer Kämpfer sind sehr detailreich gestaltet worden. Ein packender mittelalterlicher Hintergrundsound und Effekte mit sehr gut gemachten Raumklang schaffen, dazu passend, die richtige Atmosphäre.

Ein klassisches Problem bei Spielen in 3rd Person Ansicht ist natürlich die Kameraführung. Auch bei Enclave hat man öfters das Problem, vor allem in Kämpfen, die Übersicht zu verlieren oder aber in engen Kellergewölben die Orientierung zu verlieren. Die Ansicht aus der Ego-Perspektive hat zwar keine Kameraprobleme, dafür hat man hier nicht genug Übersicht und die Gegner lassen sich nur noch sehr schlecht anvisieren.

Das Gameplay ist vor allem ab dem zweiten Level, erfrischend abwechslungsreich. Man hat mit der Zeit immer mehr Charaktere zur Auswahl, die dazugehörigen Waffen und ein kleiner Shop zwischen den Leveln geben dem Spieler sehr viele Kombinationsmöglichkeiten, die man bei manchen Genrevertretern vergeblich sucht. Da man meist die Auswahl zwischen einer Fern- und einer Nahkampfwaffe hat, sind unterschiedliche Möglichkeiten geboten, sich gegen die nicht gerade selten auftretenden Feine zur Wehr zu setzten. Wer das Spiel übrigens auf der Seite der "guten" durchgespielt hat, kann danach die dunkle Kampagne auswählen und das Spiel noch mal von der anderen Seite aus mit völlig neuen Charakteren genießen.

Ein größeres Problem von Enclave ist die Speichermöglichkeit: Diese Existiert leider nur zwischen den Leveln. Wer nun kurz vor Ende des Levels das Handtuch werfen muss, darf wieder von vorne Anfangen, was relativ schnell Frust aufkommen lässt. Auch sind manche Stellen im Gameplay nicht sonderlich gut ausgewogen und man muss genau aus diesem Grund auch öfters mal den selben Level wiederholen.

Die Steuerung ist ganz gut gelungen, man hat sich die klassische X-Box-Halo Steuerung zu nutze gemacht, hier dürfte sich jeder in kürzester Zeit sehr gut zurechtfinden.

  • - GreenAcid"-"
  • Enclave ist zwar kein Megahit, dafür bietet es einfach nicht genug Innovationen und leidet unter zu vielen Ungereimtheiten in Gameplay und der Kameraführung. Im Vergleich zu "Hunter - The Reckoning" bietet "Enclave" aber eine wesentlich packendere Story und viel mehr Abwechslung im Gameplay. Wer also für die leicht bekömmliche Monsterjagd für zwischendurch noch kein passendes Spiel gefunden hat, ist mit diesem Spiel sehr gut beraten!
Enclave (XB)
  • Singleplayer
  • 7,7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
packendes Mittelalterfeeling
12 unterschiedliche Charaktäre
zwei unterschiedliche Kampagnen
unfaire Stellen im Gameplay
manchmal starke Kameraprobleme
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