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Empire Earth: Vom Neandertaler zur Weltmacht - Leser-Test von gromit666


1 Bilder Empire Earth: Vom Neandertaler zur Weltmacht - Leser-Test von gromit666
Die kleine Gruppe von Rittern legte nahe des Waldes eine kleine Rast ein. Richard Löwenherz hatte sie ausgesandt, an der Landesgrenze zu patrouillieren. Fröhlich und voller Tatendrang rasselten sie mit ihren mächtigen Schwertern und scheuchten damit Bären auf, die auf der Futtersuche waren. Aus purem Vergnügen am Kampf fielen sie über die Bären her, die gegen die eisernen Rüstungen und die messerscharfen Klingen der Angreifer kaum eine Chance hatten. Die Bären flüchteten schutzsuchend in den Wald. Die Ritter hatten aber von ihrem grausamen Spiel noch nicht genug und verfolgten die Bären. Das starke Dickicht des Waldes trübte die Sicht, doch irgendwo in der Nähe konnten die Ritter das Unterholz brechen hören. Leise schlichen sie am Waldrand entlang, immer nach ihrer wehrlosen Beute Ausschau haltend. Wieder vernahmen sie das Knacken von zerbrechendem Holz. Die fünf Ritter stellten sich im Halbkreis vor dem Wald auf, die Schwerter im Anschlag, um dem nahenden Bären den Garaus zu machen. Sie konnten bereits die funkelnden Augen im Dunkel des Waldes erkennen und fieberten der erneuten grausigen Treibjagd entgegen. Doch als die Äste am Waldrand auseinander gedrückt wurden, gefrierte ihnen das Blut in den Adern. Etwas, das sie noch nie gesehen hatten, stand ihnen keine 10 Meter gegenüber. Es war ein Kampf-Cyborg vom Typ Pandora. Noch bevor sie überhaupt wussten, was dieses Ungetüm aus Stahl zu bedeuten hatte, wurden ihre Gedanken jäh durch den eigenen Tod unterbrochen. Der Cyborg nahm kaum Notiz von seinen Gegenern und setzte seinen Streifzug fort, zurück blieben nur fünf tote Ritter und ein paar Bären, die nun wussten, daß auch die einstigen Jäger zu Gejagten wurden.

So oder ähnlich könnte sich eine kleine Spielpassage im neuen Strategie-Knüller "Empire Earth" von Sierra abspielen.

Nun, das Spiel wartet mit einer wunderbaren 3D-Welt auf, die bei Ausschöpfung aller Optionen die Leisung eines PCs voll ausreizen wird. Auf den ersten Blick scheint es viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Strategiespielen zu geben, doch im Spiel selbst bekommt man die Unterschiede sehr schnell zu spüren.

Allgemeines zum Spiel:

"Empire Earth" ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das die ganze Zeit einer Zivilisation, vom Aufstieg zu einer Weltmacht oder vom Niedergang einer gesamten Kultur umfasst. Das ganze spielt sich in 12 Epochen ab; angefangen in der Vorzeit, wo noch Keulenträger die mächtigsten Krieger waren, über das Zeitalter der Renaissance, dem Atomzeitalter, bis hin zur Zukunft der Nanotechnologien. In jeder Epoche können neue Technologien entwickelt werden, neue Waffen ersetzen alte und der Fortschritt macht auch vor der Wirtschaft nicht halt. Diese Prinzip ist neu, denn dadurch kann es tatsächlich sein, daß man im Atomzeitalter zwischen Marinesoldaten und Heckenschützen noch Armbrust-Schützen herumlaufen hat. Denn manche Technologien werden komplett neu erschaffen, während andere mit der Zeit komplett aus dem Spielgeschehen fallen.
Ebenfalls neu ist der sogenannte Zivilisations-Baukasten. Dieser Baukasten hat die Aufgabe, bestimmte Fähigkeiten der Zivilisation (wirtschaftliche, technologische und soziale) aufzurüsten. So kann man die Bevölkerungszahl von vornherein etwas anheben, Einheiten besser panzern, den Abbau von Rohstoffen beschleunigen, etc.).
In den Kampagnen erhält man die "Zivilisations-Punkte" immer nach gelösten Aufgaben, die man nach und nach einsetzen kann. Hat man die "zufallskarte gewählt, kann man sich einen kompletten eigenen Baukasten erstellen, oder einen von mehreren Vorgaben auswählen.

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