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Emperor: Die Schlacht um Dune - Westwood´s neuer Sandkasten - Leser-Test von Dieter


1 Bilder Emperor: Die Schlacht um Dune - Westwood´s neuer Sandkasten - Leser-Test von Dieter
Sand, endlose Dünen, elende Hitze, doch die Wüste lebt. Kein Wunder, so befinden wir uns auf Arrakis - auch Dune genannt. Westwood Studios schickt die Spieler abermals in den heißen Wüstensand, der in Emperor - Die Schlacht um Dune aber zum ersten Mal aus dreidimensionales Terrain besteht.

Es herrscht mal wieder Krieg auf dem Wüstenplaneten. Nach dem Tod des Imperators fordert die Gilde der Raumfahrer die drei mächtigsten Adelshäuser - die Atreides, Harkonnen und Ordos - zu einem gemäßigten Krieg auf, um das herrschende Haus auf Arrakis zu bestimmen. Der Gilde ist es egal, wer gewinnt - nur eines ist wichtig: das Spice muss fließen!

Der Spieler hat wieder die Wahl zwischen den edlen Atreides, den bösartigen Harkonnen und den hinterlistigen Ordos. Sie waren auch schon im direkten Vorgänger Dune 2000 mit von der Partie und haben sich gegenseitig das Leben schwer gemacht. Neu ist, daß in Emperor fünf Unterhäuser fleißig mitmischen. Diese verbünden sich zum Teil auch mit den großen Adelshäusern.

Hat man sich nun für eine der drei Seiten entschieden, geht auch schon los. Die Bedienung orientiert sich dabei an Command & Conquer Alarmstufe Rot 2. Das Baumenü ist wieder in der einzelne Gruppen unterteilt: Gebäude, Infanterie und Fahrzeuge. Dazu kann man wie in Dune 2000 die Gebäude upgraden, um bessere Einheiten bauen zu können oder im Bauhof die Gebäude schneller produzieren zu lassen. An Einheiten hat sich gegenüber Dune 2000 kaum etwas verändert, nur die Truppen der fünf Unterhäuser sind wirklich neu. Dune 2000-Veteranen werden sich jedenfalls sofort zurechtfinden. Dazu gewinnen die Einheiten jetzt - wie schon in Command & Conquer 3 und Red Alert - an Erfahrungen und werden mit der Zeit zu wahren Killern. Sobald eine Einheit die letzte Erfahrungsstufe erreicht hat, bekommt sie eine Zusatzfähigkeit. Es lohnt sich also, seine Truppen zu pflegen.

Westwood-typisch bietet auch Emperor wieder fantastische Video-Sequenzen, die in alter Tradition wieder mit richtigen Schauspielern verwirklicht wurden.

Ein echte Neuigkeit ist die Strategiekarte. Man kann so seinen Eroberungsstreifzug auf Arrakis erst mal richtig planen. Aus bereits eroberten Territorien, die an das aktuelle Schlachtfeld angrenzen, kommen Euch immer wieder Unterstützungstruppen zu Hilfe, die vom Computer zufallsgeneriert werden. Eroberte Gebiet müssen auch gegen eine Rückeroberung verteidigt werden.

Grafisch gesehen wagt sich Westwood mit Emperor erstmals in dreidimensionale Welten. Für ihr Erstlingswerk in 3D ist ihnen das auch sehr gut gelungen. Die Grafik - egal ob, Gebäude, Einheiten oder Landschaft - ist beeindruckend, aber leider auch ein Ressourcenfresser. Dafür sind die Animationen hervorragend gelungen, besonders die Infanterie beeindruckt. Ebenfalls gut gelungen sind die Natureffekte, wie die Sandstürme oder die riesigen Sandwürmer.

Auch ein Mulitplayermodus ist wieder an Bord. Neben dem normalen Deathmatch-Modus (erlaubt allerdings Allianzen zwischen den Spielern), ist noch ein Kooperativ-Modus vorhanden, bei dem man zusammen mit anderen Spielern die Kampagnen nachspielen kann. Insgesamt werden 34 Karten mitgeliefert.

Mit Emperor ist Westwood wieder ein Top RTS Titel gelungen: Es fehlen zwar - wie fast schon üblich - wirkliche Innovationen, aber es macht einfach Spaß auf dem Wüstenplaneten um die Herrschaft über das Spice zu kämpfen. Heiße Action, tolle atmosphärischen Video-Sequenzen und eine klasse 3D-Grafik haben's mir angetan. Ein richtiges Kleinod ist auch die neue Strategie-Karte. Endlich kann man seinen Feldzug gezielt planen und hat ein wirkliches Schlachtfeld vor sich, da der KI-Gegner ja gleiche Möglichkeiten besitzt und diese auch nutzt. Wer schon Command & Conquer mochte kann wieder mal blind zugreifen. Einzige Bedingung ist ein schneller Rechner, da die 3D-Engine ein wahrer Resourcenfresser ist.

Negative Aspekte:
wenig neues, Grafikengine ist ein Resourcenfresser

Positive Aspekte:
gute Grafik, Strategiekarte

Infos zur Spielzeit:
Dieter hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Dieter
  • 9.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 9/10
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