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Emperor: Die Schlacht um Dune - Der bisher beste Teil - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Emperor: Die Schlacht um Dune - Der bisher beste Teil - Leser-Test von CONQUEROR
Dune...Wüste...Sand wohin das Auge reicht – und: Fortsetzungen und Remakes wohin das Auge reicht. Nach den frühen Echtzeitstrategiespielen wie Dune 2, bei denen man noch einzelne Einheiten anwählen musste gab es zwischenzeitlich ein Remake und nun ist der neueste Teil der Spiele zum berühmten Wüstenplaneten da: Emperor: Battle for Dune.
Die Stimmung ist alles andere als gut: Der Imperator ist tot – ermordet von seiner Konkubine. Ein Nachfolger muss her und es gibt nur 3 Häuser, die überhaupt die nötigen Ressourcen und Machtmittel hätten. Das wären zum einen die edlen Atreides, unter ihrem Herzog, die in ihren Methoden eher friedlich und um Bündnisse bemüht sind. Die hinterhältigen Ordos setzen auf schnelle Antigrav-Panzer sowie einige fiese Spezialwaffen. Die bösartigen Harkonnen schließlich greifen immer wieder gerne zur Brachialgewalt um ihren Zielen näher zu kommen. Diese drei Parteien stehen sich nun zum Kampf um Dune gegenüber, denn nur wer ihn kontrolliert, kontrolliert das Spice, jene bewusstseinserweiternde Substanz, die für Raumfahrt usw. unverzichtbar ist. Sie entscheiden sich nun für eines der drei Häuser um es zum Sieg über seine Feinde zu führen. Auf einer Strategiekarte sehen sie die in Segmente unterteilte Oberfläche von Arrakis. Jede Seite besitzt zu Anfang je ein Drittel. Sie wählen hier ihre Angriffsziele aus, verschieben Reservetruppen usw. Jeder Spieler hat einen Zug. In ihrem können sie dann z.B. einen Angriff auf einen von Ordos besetzten Sektor befehlen. In der darauf folgenden Mission müssen sie sowohl den Gegner von der Karte verjagen, als auch eine Spezialaufgabe erfüllen, z.B. die Rettung von Flüchtlingen. Dies alles geschieht nun in einer wunderschönen, frei drehbaren Grafikpracht, wie man sie in einem Echtzeitstrategiespiel nur selten zu sehen bekommt. Riesige Sandstürme ziehen umher, Sammelfahrzeuge werden von Carryalls durch die Lüfte getragen und die Einheiten liefern sich effektvolle Gefechte mit dem Gegner. Hierbei können sie soweit hereinzoomen, bis sie praktisch auf gleicher Höhe mit den Einheiten stehen. So können sie die Details sehr gut bestaunen, allerdings empfiehlt es sich wieder herauszuzoomen, wenn mehr Übersicht gefragt ist. Genau wie bei Command & Conquer und Co. Können sie mittels einem sogenannten MBF (Mobiles Baufahrzeug) eine Basis errichten. Dies ist vor allem dann nötig, wenn sie in einen feindlichen Sektor einfallen. Der Clou: Das Teil lässt sich sogar wieder abbauen, um eine neue Basis an anderer Stelle zu errichten. Die Gebäude sind meist aus anderen Titeln schon bekannt. Die Windfalle ersetzt das handelsübliche Kraftwerk, statt Tiberium wird in der hiesigen Raffinerie Spice verarbeitet. In Fabriken können sie Fahrzeuge produzieren, währed in der Infantriekaserne Fußsoldaten trainiert werden. Auch einen Hangar können sie bauen, um dort später Militär-Carryalls und, wie z.B. bei Haus Atreides, Luftkampfeinheiten wie den Ornithopter zu produzieren. Die wichtigsten Gebäude lassen sich zudem aufrüsten. So können sie die besseren Infanteristen und Panzer der jeweiligen Seite nur durch ein Upgrade der Infantriekaserne, bzw. der Fabrik möglich machen. Sehr schön: Upgraden sie ihre Raffinerie, werden dort bis zu 2 zusätzliche Andockstellen für Sammler ausgefahren, was ihnen 3 mal so schnell die Kassen füllt. Der Spice-Abbau geht hier übrigens sehr einfach vonstatten, wenn man sich seine Carryalls nicht vom Himmel holen lässt. Diese holen ihre Sammler nämlich immer wieder vom Feld ab und bringen sie auch wieder dorthin. Ebenso erfreulich: Jedes Haus kann einen Palast bauen, nach dessen Fertigstellung eine Spezialattacke aufgeladen wird – ähnlich dem Ionenwerfer der GDI in C&C 1. Die Spezialattacke richtet sich dabei nach dem jeweiligen Haus – während die Atreides mit ihrem „Falkenschlag“ Angst unter den gegnerischen Einheiten verbreiten, feuern die Harkonnen ihre „Todeshand“ ab, eine fiese Nuklearrakete. Die Gebäude sehen dabei bei jeder Partei etwas anders aus. Die Atreides haben meist anmutige Bauwerke in ihrer Basis stehen, die Harkonnen dagegen düstere Bollwerke. Zur Verteidigung ihrer Basis können sie 2 Arten von Türmen bauen. Die Atreides errichten einen MG-Turm zur Abwehr unliebsamer Infanteristen und einen Raketenturm für die richtig dicken Brocken. Die Ordos setzen Tarntürme und Gastürme ein. Ähnlich wie bei den Gebäuden verhält es sich bei den Einheiten. Die Atreides setzen auf schnittige Einheiten sowie z.B. auch auf die Schallwellentechnologie. Die Harkonnen führen meist plumpe und eher hässliche, aber äusserst kampfstarke Einheiten ins Rennen. Jedes Haus spielt sich somit grundsätzlich anders. Doch einer der wichtigsten Punkte wurde noch nicht erwähnt: Sie können sich nun die Unterstützung mehrer Unterhäuser sichern und haben dann Zugriff auf deren Einheiten. Die Sardukar zum Beispiel bilden mächtige Infanteristen mit schweren Maschinengewehren und Laserpistolen aus. Die Tleilaxu führen ihre Kontaminatoren und Egel ins Feld, wobei ersterer der Infantrie und letzteres den Fahrzeugen zusetzt. Sichern sie sich die Unterstützung mehrerer Häuser zu, stehen ihnen auch größere taktische Möglichkeiten offen, was insbesondere im Multiplayer für Spaß sorgt. Um für Atmosphäre zu sorgen hat Westwood eine große Menge sehr guter Videosequenzen produziert, in denen echte Schauspieler agieren. Diese bekommen sie meist dann zu sehen, wenn sie zwischendurch spezielle Aufgaben erledigen müssen, die sie unter anderem in ein Raumschiff und auf andere Planeten führen. Insgesamt ist Emperor ein rundum gelungerner Hit. Top-Grafik, Top-Spieldesign, guter Sound, was will das Spielerherz mehr? Das Spaßpaket kommt in einer Doppel-DVD-Box zu ihnen, in der sich sage und schreibe 4 (!) CDs befinden. Mögen sie den Roman, haben sie den Film gesehen, einen Vorgänger gespielt oder sonst irgendwie schon mal was mit Dune zu tun gehabt? Völlig egal, solange sie den Preis aufwenden können, sollte dieses Spiel auf keinen Fall in ihrer Sammlung fehlen, meine Kaufempfehlung an sie !

FAZIT: Ein Ausnahmespiel, unbedingt empfehlenswert

Negative Aspekte:
nichts

Positive Aspekte:
Spitzen-Grafik und Präsentation, umfangreich

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 9.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 10/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 10/10
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