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Earthworm Jim: Regenwürmer und Psychokrähen - Leser-Test von Ceilan


1 Bilder Earthworm Jim: Regenwürmer und Psychokrähen  - Leser-Test von Ceilan
Man könnte meinen dass ein Wurm nicht unbedingt der optimale Held für ein Jump&Run ist, denn allein die Genre-Bezeichnung macht schon sehr deutlich welche Fähigkeiten in einem solchen Spiel gefragt sind. Und in Ermangelung irgendwelcher Extremitäten dürfte das Rennen und Springen den Durchschnittwürmern sicherlich einige Probleme bereiten ;) Aber Earthworm Jim ist nun mal kein normaler Regenwurm. Zumindest seit eines Tages ein mächtiger High Tech-Anzug vom Himmel fiel, denn seitdem ist nichts mehr so wie vorher. Aus dem schleimigen Kriecher wird ein echter Superheld mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, der vor allem auch mit zwei Beinen sowie Armen ausgestattet ist (was in diesem Fall überaus praktisch ist). Die Hintergrundgeschichte des Spiels ist genauso seltsam wie der Protagonist und der Rest der Earthworm-Welt. Auf den ersten Blick gibt es nichts Besonderes zu berichten, denn wie in jedem zweiten Jump&Run muss unter anderem eine Prinzessin befreit werden. Ansonsten ist die Story deutlich abgefahrener als in herkömmlichen Spielen und das wird schon allein bei den Namen der Figuren deutlich. So heißt die Prinzessin in diesem Fall nicht Daisy oder Peach sondern What's-Her-Name und auch sonst werden viele Elemente aus anderen Game parodiert. Der mieseste Bösewicht ist ein außerirdischer Kopfgeldjäger namens Psycrow und wie man sich schon denken kann ist eine Krähe für den Wurm Jim ganz besonders gefährlich (Vögel fressen bekanntlich Würmer ;))
So viel zur Geschichte, denn an dieser Stelle soll ja noch nicht alles verraten werden. Earthworm Jim gehört schon seit vielen Jahren zu den bekanntesten Jump&Run-Charakteren und die Game Boy Advance-Version ist eine detailgetreue Umsetzung der klassischen Super Nintendo-Variante aus dem 16 Bit-Zeitalter. Neben vielen Stärken wurden aber leider auch diverse Schwächen übernommen und darüber hinaus sind dummerweise weitere Mängel dazugekommen. Doch dazu später mehr.

Das Gameplay: Genretypisch rennt und hüpft man durch verschiedene Levels (in diesem Fall insgesamt sechs) und in den Abschnitten lauern natürlich zahllose Hindernisse wie etwa tiefe Schluchten und vor allem auch zahlreiche schlechtgelaunte Gegner. Anders als der wohl berühmteste Videospielheld Mario verlässt sich Jim beim Bekämpfen der Gegner nicht auf irgendwelche Sprungattacken sondern er setzt viel lieber einige interessante Schießeisen ein. In den Levels sollte man deshalb immer genug Munition einsammeln. Falls diese doch mal knapp wird gibt es aber auch noch eine zweite Möglichkeit um den Gegnern den Garaus zu machen, denn Jims Körper ist selbst eine gefährliche Waffe. Mit seinem peitschenähnlichen Kopf kann er die Feinde nämlich wunderbar verprügeln und auch sonst ist das Haupt des Wurms mehr als praktisch. Jim kann sich so beispielweise an verschiedenen Objekten festhalten um herumzuschwingen und so etwa Abgründe zu überwinden. Der Kopf kann außerdem als Propeller eingesetzt werden so dass der Held langsamer nach unten schwebt wenn zum Beispiel über eine Schlucht springen möchte. Am Ende der Welten lauert jeweils ein besonders gemeiner Bossgegner wie etwa der berühmtberüchtigte Professor Monkey For A Head (man sieht allso dass nicht nur die Prinzessin einen komischen Namen hat *g*). Die anderen Fieslinge sind genauso ungewöhnlich und man kann eigentlich an jeder Ecke irgendwelche verrückten Ideen entdecken. Anders als in vielen Jump&Runs (zum Beispiel Spyro: Season of Ice) geht es in diesem Spiel eigentlich nicht um das Einsammeln irgendwelcher Schätze. Jim muss nur ans Ziel kommen und ansonsten gibt es eigentlich keine besonderen Aufgaben, wobei das Ganze nicht so langweilig ist wie es sich anhört.

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