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Earthworm Jim 2 im Gamezone-Test


1 Bilder Earthworm Jim 2 im Gamezone-Test

Groovy!?

Was bei "Earthworm Jim" und eigentlich allen Spielen von Shiny immer absolut genial gelungen ist, sind die Charakterdesigns. Besonders bei "Earthworm Jim" fragt man sich mehrmals, auf was für Drogen die Spieleentwickler wohl waren, als sie dieses total abgedrehte Spiel gestaltet haben. Angefangen mit Jim selbst, der ja ein Regenwurm in einem Super-Kampfanzug ist, über die bösen Omas im Treppenhaus bis hin zu den tyrannischen Goldfischen oder den sprechenden Kühen, alles ist total abgefahren und es gibt sehr viele Stellen in diesem Spiel wo man sich das Lachen einfach nicht mehr verkneifen kann. Auch die Interaktion mit der Umwelt ist einzigartig. Manchmal muss man ein paar Schweine als Türöffner missbrauchen oder mit einer Art Bohrer den Sand in einem Level gezielt von der Decke schießen um so weiter nach oben kommen zu können. Außerdem gibt es immer mal wieder witzige Schalter und Hebel, die allerlei witzige Sachen auslösen können. Das Gameplay ist also sehr abwechslungsreich, das Spiel als klassisches Jump'n'Run zu bezeichnen, wäre fast schon eine Beleidigung, denn es ist weit mehr als dies. Es stammt aus einer Zeit, in der selbst Spiele dieser simplen Machart noch neue Maßstäbe für kreatives Spieldesign setzen konnten.

"Earthworm Jim 2" hat aber auch einige Ungereimtheiten, vor allem bei dieser Umsetzung für den GBA: Manche Felsvorsprünge und Kanten greift der heldenhafte Regenwurm nicht immer dann wenn er soll, da kommt stellenweise schon mal ein bisschen Frust auf. Das Sprungverhalten von Jim war bei den Originalen auf dem SNES und Megadrive wesentlich besser und präziser. Auch die Passwortspeicher-Funktion ist wohl mittlerweile stark überholt, total kompliziert und hätte beim GBA durch eine Batterie ersetzt werden können. Es gibt sogar erschreckende Berichte von falsch ausgegebenen Passwörtern, die das Spiel beim Wiedereinstieg abstürzen lassen, wir konnten dies allerdings nicht nachvollziehen.

Grafik und Sound sind auf dem Level der alten 16-Bit-Versionen, also für Gameboy Advance Verhältnisse durchaus brauchbar. Der Sound klingt zwar stellenweise etwas blechern, die witzigen Sprachsamples von Jim machen dies aber wieder gut.

  • - GreenAcid"-"
  • "Earthworm Jim 2" erinnert einen an die gute alte Zeit, in der alles viel besser war. Ein paar der witzigsten Charaktere und der abgefahrensten Leveldesigns die es jemals zu bestaunen gab findet man in diesem Spiel. Leider ist auch Jim nicht mehr der jüngste und muss sich mit anderen, mittlerweile starken, Konkurrenten auseinandersetzen. Im Vergleich mit den vielen anderen, sehr guten Jump´n´Runs auf dem GBA zieht Earthworm Jim zwar nicht unbedingt den kürzeren, sticht aber auch nicht besonders positiv heraus. Die Umsetzung ist leider auch von so manchem Patzer überschattet, den es beim Original nicht zu bemängeln gab. Ansonsten ist "Earthworm Jim 2" selbst nach all den Jahren immer noch gutes Spiel, das für jeden zu empfehlen ist, auch wenn die misslungene Speicherfunktion mit Vorsicht zu genießen ist. Wer allerdings die Möglichkeit hat, das Original auf einem Megadrive zu spielen, der sollte dies der Umsetzung für den GBA vorziehen, gebrauchte Geräte und Spiele gibt es mittlerweile fast zum selben Preis.
Earthworm Jim 2 (GBA)
  • Singleplayer
  • 6,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
geniales Charakter- und Leveldesign
stellenweise ungenaue Steuerung
sehr umständliche Speicherfunktion
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