Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Driving Emotion Type-S im Gamezone-Test


1 Bilder Driving Emotion Type-S im Gamezone-Test
Die Antwort lautet leider ganz klar "Nein". Der Grund für diese schnelle Beurteilung ist die absolut misslungene Steuerung! Bereits in der japanischen Version war diese eine mittlere Katastrophe. Squaresoft versprach für die deutsche PAL Version eigentlich eine Verbesserung des Lenkverhaltens der Wagen. Von dieser ist in der mir vorliegenden, endgültigen Version des Spiels aber nichts zu erkennen. Die Steuerung ist unglaublich schwammig und träge. Auch übersteuern sämtliche Modelle viel zu schnell, was nicht selten zu wilden Pirouetten mitten auf der Fahrbahn führt. Zu allem Übel gelang offensichtlich auch die Abfrage des Analog Sticks nicht hundertprozentig. Der Unterschied zwischen einem scharfen Einlenken und einer kleinen Kursverbesserung existiert fast gar nicht. Will damit sagen: Ob ihr den Stick voll durchdrückt oder ihn nur leicht berührt kommt mehr oder weniger aufs Gleiche raus! Da hilft auch der gut gemeinte Fahrschul-Modus nicht weiter, in dem ihr auf speziellen Hinderniskursen den Umgang mit eurem Wagen üben könnt.
Eigentlich schade, dass sich Squaresoft dermassen wenig mühe bei der Steuerung gab, denn es sind auch diverse gute Ansätze im Spiel zu entdecken. Da wäre zum Beispiel das teilweise wirklich gelungene und abwechslungsreiche Streckendesign. Von kurvigen Landstrassen über hoch gelegene Gebirgspässe bis hin zu Nachtfahrten in der Stadt ist alles dabei. Auch die Grafik geht eigentlich mehr oder weniger in Ordnung. Zu Bemängeln gäbe es da nur die extrem eintönigen Texturen der Wagen. Ein Rätsel ist auch, wieso die Cockpitperspektive eine dermassen verschwommene Ansicht der Strecke bietet. Soll das etwa den Simulationsanspruch des Games verdeutlichen?
Immerhin machte sich Squaresoft die Mühe, die Lizenzen diverser Autofabrikanten zu sichern. Viele bekannte Autohersteller wie Honda, BMW, Nissan, Toyota oder Mazda sind im Spiel vertreten. Selbst zwei Porsches und zwei Ferraris könnt ihr erspielen. Anfangs müsst ihr euch aber natürlich mit sieben nicht sehr starken Wagen der Marken Nissan und Honda begnügen. Die restlichen Autos müssen erst mühsam freigespielt werden. Dies ist besonders aufgrund der Steuerung kein leichtes Unterfangen...
Zu sagen bleibt, dass es durchaus möglich ist, die Steuerung zu erlernen und die vorderen Plätze in einem Rennen zu belegen. (Der lebende Beweis ist ein guter Kollege von mir...) Dieses Unterfangen ist jedoch ohne Übertreibung eine extreme Nervensache und erfordert einiges an Geduld!

Endfazit:
Nicht unbedingt eine Meisterleistung, was Squaresoft da präsentiert. Wer unbedingt ein Rennspiel mit lizenzierten Wagen braucht der greift lieber auf das Highlight GT3 zurück, und sollte Type S vielleicht erst einmal probespielen. Allen anderen empfehle ich entweder gleich GT3 zu kaufen oder sich das deutlich bessere Ridge Racer V zu besorgen.

Driving Emotion Type-S (PS2)
  • Singleplayer
  • 2,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 4/10 
    Sound 3/10 
    Steuerung 1/10 
    Gameplay 2/10 
e_gz_ArticlePage_Default