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Driving Emotion Type-S: Nur ein Haufen Schrott - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Driving Emotion Type-S: Nur ein Haufen Schrott - Leser-Test von HALLofGAME
Selten wurde ein Spiel von der Kritik so abgebügelt, wie die japanische Version von Driving Emotion Type-S. Mit Recht konnte man sich fragen, welcher Teufel Squaresoft geritten haben muss, dieses Spiel zu publishen. Wie schlecht ist Driving Emotion Type-S wirklich?

Obwohl der Hauptkritikpunkt an der japanischen Version ganz klar das völlig indiskutable Fahrverhalten war, lässt auch schon der Blick ins Optionsmenü ehrlich gesagt Böses erahnen: Von den Pflichtelementen Time Attack und 2-Spieler-Modus abgesehen, bietet Driving Emotion Type-S gerade noch zwei andere Spielmöglichkeiten, den Type-S Arcade Modus und das sogenannte Spurtraining. Da es im japanischen Original nahezu unmöglich gewesen sein soll, auch nur 50 Meter geradeaus zu fahren, bietet sich als Erstes der Blick ins Spurtraining an. Im Spurtraining sind die Kurse mit einer möglichst akkurat abzufahrenden Ideallinie versehen, die verschiedenen Bremszonen sind gesondert gekennzeichnet.

Hört sich soweit ganz gut an, nützt aber alles nichts, denn bereits nach wenigen Momenten ist klar: Driving Emotion Type S hat auch in der überarbeiteten PAL-Version immer noch ein massives Lenkproblem! Es ist kaum möglich, den Wagen auf der Linie zu halten, jede noch so kleine Lenkbewegung bringt den Wagen ins Schwimmen. Gegenlenken verschlimmert das Malheur meisst noch, gelegentlich bis hin zum totalen Kontrollverlust.

Unter diesen Umständen ein ganzes Rennen zu absolvieren, geschweige denn zu gewinnen, dürfte selbst versierten Joypad Akrobaten mehr als schwer fallen. Bliebe es dabei, wäre jetzt der Moment, in dem 90% der Käufer die Disc auf Nimmerwiedersehen im Spieleschrank verschwinden lassen würden, verständlich und zu recht. Doch zum Glück darf auch bei Driving Emotion Type-S an jedem Fahrzeug geschraubt werden und zwar in fast 20 Kategorien. Von der Bremse über die Lenkung bis hin zur Übersetzung könnt, oder besser gesagt müsst Ihr, jeden Eurer Flitzer wunschgemäss konfigurieren. Habt Ihr Eure Sache richtig gemacht, wird aus Driving Emotion Type-S zwar noch längst kein Racing Überflieger, immerhin stellt sich dadurch aber erstmals so etwas wie Spielbarkeit ein!

So gerüstet wird es Zeit, sich in den Hauptmodus, die Type-S Arcade Rennen zu wagen. Hier stehen Euch einige Strecken zur Verfügung (im gesamten Spiel gibt es 14, von denen aber einige im Spurttraining nicht wirklich die Bezeichnung "Strecke" verdient haben), die leider allesamt nur in Einzelrennen (Standard: 2 Runden) gefahren werden dürfen, das jedoch in jeweils vier Rennklassen.

Diese vier Divisionen sind definiert durch die Fahrzeuge, die hier normalerweise an den Start gehen. Während in der leichtesten Division 3 z. B. Fahrzeuge wie der Mazda MX 5 oder der Nissan Primera den Ton angeben, reicht das Spektrum in Division 1 bis hin zu Herstellern wie Porsche und sogar Ferrari. In den finalen GT Mode Läufen geht es dann sogar mit waschechten Rennmodifikationen auf die Pisten.

Zum GT Mode erhaltet Ihr übrigens nur Zugang, wenn vorher jedes Rennen der anderen drei Divisionen gewonnen wurde, dummerweise haben die Entwickler hier aber eine dem Spielspaß eher abträgliche Mogelmöglichkeit zugelassen. So ist es in den drei niedrigeren Divisionen nämlich durchaus möglich, einen Kurs auszulassen und später mit einem z.B. in Division 3 gewonnen besseren Fahrzeug die untermotorisierte Division 1 Konkurrenz doch noch zu versägen. Fairerweise sollte man an dieser Stelle sagen, dass dies noch eine der kleineren nervtötenden Besonderheiten von Driving Emotion Type-S ist, von den anderen später mehr.

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