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Driver 2: Teilweise unfair schwierig... - Leser-Test von harhuettne


1 Bilder Driver 2: Teilweise unfair schwierig... - Leser-Test von harhuettne
Dieser oder ähnliche Sprüche sind mir beim Spielen von Driver 2 mehrmals über die Lippen gekommen. Die Gründe erfahrt ihr im Verlauf dieses Berichtes.

Driver 2 habe ich mir vor Allem aufgrund des Vorgängers gekauft. Es war für mich damals sensationell, riesige Städte komplett befahren zu können. Außerdem hat mir der gesamte Hintergrund und die sehr gut gemachte Undercover-Geschichte gefallen.

Allein schon deswegen und aufgrund der vielen Neuerungen, die der Nachfolger versprach, habe ich mir Driver 2 gekauft, in der Hoffnung, ein Spiel auf dem gleichen oder gar höherem Niveau des Vorgängers zu bekommen.
Die Verpackung versprach jedenfalls genau die Neuerungen, die ich mir schon bei Driver gewünscht hatte. Beispielsweise kann man jetzt endlich auch mal aus dem Auto aussteigen und andere Autos klauen oder auf der Straße aufhalten und ähnlich wie bei GTA kapern und den eigentlichen Besitzer rausschmeißen. Ein interessanter Mulitplayermodus wurde ebenfalls versprochen, und ich freute mich schon auf interessante Verfolgungsjagden mit meiner Schwester, mit der ich in letzter Zeit häufiger Playstation- oder N64-Spiele gemeinsam zocke.

Beim Spielen stellte ich aber fest, daß dieses Spiel teilweise enorme Macken hat, die durchaus imstande sind, den Spielspaß vollkommen zu ersticken. Doch dazu später mehr. Positiv sind mir anfangs gleich mehrere Dinge aufgefallen. Beispielsweise war ich froh, daß man nicht wie bei Teil 1 erst eine Aufnahmeprüfung einer Gangsterbande bestehen mußte. Meiner Meinung nach war diese Prüfung gemeinsam mit der letzten Präsidenten-Mission das schwerste und frustrierendste an Driver. Man kann hingegen in Driver 2 gleich voll mit den eigentlichen Missionen durchstarten.

Da die Playstation nun mal eine überalterte Konsole mit mittlerweile sehr eingeschränkten grafischen Fähigkeiten ist, hatte ich auch keine grafischen Verbesserungen erwartet, und genauso war es auch. Mehr als in Driver 2 ist für die PS1 einfach technisch nicht möglich. Die Musik hingegen finde ich sehr passend und gut gelungen. Es handelt sich um Musik im Stil der 70er Jahre, sehr funky.

Unangenehm aufgefallen sind mir aber extrem häufig auftretende sehr störende Slowdowns. Dieses Ruckeln kann dazu führen, daß man teilweise schwere Fahrfehler macht, da man ohne einen flüssigen Bildaufbau den momentanen Streckenverlauf manchmal nur erahnen kann. Das ist jedoch nur das kleinste Manko an Driver 2, es stört den Gesamteindruck aber schon gewaltig. Es ist mir ein Rätsel, wie die Entwickler solche Probleme überhaupt zustande bringen, wo sie doch offensichtlich noch die gleiche Engine verwenden wie beim ersten Teil, wo solche Ruckler nicht ein einziges Mal aufgetreten sind. Ein weiterer, zwar selten auftretender, aber trotzdem störender Mangel ist das gelegentliche komplette Einfrieren des Bildes für teilweise mehrere Sekunden.

Einmal ist es mir sogar passiert, daß das Spiel komplett angehalten hat, wie bei einem Absturz bei PC-Spielen. Ich bin der Meinung, daß so etwas einfach nicht passieren darf und bei Konsolenspielen noch weniger toleriert wird als bei Spielen für den PC, wo so etwas ja beinahe schon Alltag ist. Tatsache ist aber, daß mir in meiner nun 7jährigen Videospielgeschichte so etwas noch nie passiert ist. Aber gut, das Alles ist meiner Meinung nach noch nicht Grund genug, von einer Empfehlung des Spieles abzusehen. Dafür gibt es aber wahrlich noch genug andere Gründe...

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