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Driven im Gamezone-Test


1 Bilder Driven im Gamezone-Test
"Driven" entstand nach dem gleichnamigen Kinofilm mit Sylvester Stallone und Till Schweiger. Bam Entertainment hat in diesem Rennspiel versucht einige neue Komponenten einzuführen, was aber, soviel darf man verraten, ziemlich daneben gegangen ist. Hält man als unbedarfter Videospieler dieses Game das erste mal in Händen und versucht sich an einem Einzelrennen, fallen zuerst die schlechte und wirklich nicht mehr zeitgemäße Grafik auf und als nächstes ein gelber Balken unten Links am Bildschirm, der sich mit Dauer der gefahrenen Endgeschwindigkeit zu füllen beginnt. Ist er am Anschlag angelangt, wird es plötzlich ganz still, kein Motor ist mehr zu hören, die Reifen quietschen nicht mehr, lediglich ein leiser Windhauch ist noch zu vernehmen. Ein Bug? Nein, volle Absicht! In diesem Augenblick befindet man sich nämlich "in the zone", was so eine Art Geschwindigkeitsrausch sein soll. Gleichzeitig verbessert(!) sich die Straßenlage des Boliden etwas und die Geschwindigkeit nimmt noch etwas zu. Erst wenn man wieder vom Gas geht oder einen Gegner oder die Bande berührt, fällt man wieder in den Normalzustand zurück.
Statt der Einzelrennen gibt es noch einen Arcade Mode, welcher sich von selbst erklärt, da er nichts Neues beherbergt. Was "Driven" wirklich ausmacht ist der "Film Modus". In einfachsten Cell-Shading-Look sehen wir Stallones Gesicht und aus dem Off brabbelt er
unzusammenhängende Sätze wie "Ich war wie im Rausch" während zwei Sprecher krampfhaft versuchen irgendetwas zu kommentieren. Dabei geht es im "Film Modus" meistens nicht ums schnöde Gewinnen sondern man hat diverse Aufgaben zu erfüllen. Eine der ersten Aufgaben besteht darin eine komplette Runde "in the zone" zu fahren, später muss man Teamkollegen vor den Angriffen der anderen Fahrer schützen oder den Weg für sie frei machen.
All das geschieht in einfachster 3D-Grafik wie sie einer PSOne gut zu Gesicht stehen würde aber eben nicht einer PS2. Die neuen Komponenten wie der Geschwindigkeitsrausch oder die Aufgaben schaffen es auch nicht Begeisterung aufkommen zu lassen. Wenigstens wurde für Stallone die originale deutsche Synchronstimme verwendet, das war es dann aber auch mit Hollywood. Der restliche Sound hält sich eher im Hintergrund, genau so wie der Spielspaß.

Zusammenfassend lässt sich resümieren, dass "Driven" wohl keine große Zielgruppe hat. Ambitionierte Rennspieler werden ihm nichts abgewinnen können und die Filmfans werden ebenfalls enttäuscht, da bis auf die Handlung kaum Parallelen zum Film bestehen. Die Grafik ist durch die Bank schmuck- und lieblos Gestaltet, ebenso die Soundkulisse, welche auch technisch nur Mono und Stereo zu bieten hat. Die Steuerung reagiert ziemlich direkt hat aber mit realen Fahrverhalten kaum etwas gemein. Besonders "in the zone" fahren die Boliden wie auf Schienen. Wer sich also für Rennspiele begeistert wird mit diesem Programm keine Freude haben.

Driven (PS2)
  • Singleplayer
  • 4,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 4/10 
    Sound 4/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 5/10 
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