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Driven: Kinoflop auf dem GameCube - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Driven: Kinoflop auf dem GameCube - Leser-Test von buckshot
Videospielumsetzungen gleichnamiger Kinofilme sind meist mit Vorsicht zu genießen. Anstelle das Budget in eine innovative Spielidee zu stecken, investieren die Publisher hier lieber in eine teure Lizenz mit deren Namen die Verkäufe im Idealfall zum Selbstläufer werden. Wie der Kassenflop Driven zu dieser Ehre kommt bleibt jedoch auf immer ein Geheimnis.

Wie im Leinwandpendant dreht sich natürlich auch auf dem GameCube alles um PS starke Boliden, die nach Vorbild der Formel 1 an fiktiven Grand Prix teilnehmen. Für Abwechslung sollen ein Arcade-, Story- und Zweispieler-Modus sorgen. In der Arcade nimmt der Möchtegern-Schumi an einzelnen Rennen gegen die CPU teil, verbessert seine Rundenzeiten um schließlich an verschiedenen Meisterschaften zu starten.

Das Herzstück des Spiels bildet der Storymodus, der auf den "bekannten" Szenen des Kinostreifens basiert. In Trainingsläufen, macht sich der Spieler mit der Steuerung vertraut, um anschließend vorgegebene Aufgaben zu erfüllen. Neben gewöhnlichen Rennen, bei denen es gilt als Erster die Ziellinie zu überqueren bzw. seinem Teamkollegen den Rücken freizuhalten und Überholmanöver anderer Rennställe zu verhindern, kann der Autonarr an Kopf-an-Kopf Wettkämpfen teilnehmen, bei denen es darum geht einen direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen oder illegale Straßenrennen veranstalten.

Schlängelt sich der PS Pilot geschickt durch die kurvenreichen Parcours ohne dabei mit anderen Gefährten zu kollidieren, Randstreifen oder Streckenbegrenzungen zu berühren, lädt sich am linken unteren Bildschirmrand langsam eine Leiste auf, die letztendlich als Power Up den Zoneeffekt auslöst. Hier zeigt sich der Bildschirmrand dann recht verzerrt, was wohl den Tunnelblick simulieren soll, und die Geschwindigkeit des Wagens erhöht sich merklich. So gut dieses Feature grundsätzlich auch gedacht sein mag, so nachteilig wirkt es sich im Endeffekt aus. Durch die verschwommenen Außenseiten des Screens wird das kontrollierte Einlenken in den verwinkelten Kursen zum Ding der Unmöglichkeit, da die richtigen Bremspunkte und exakten Kurveneinfahrten nur per Zufall getroffen werden. Dieser Zustand hält so lange an bis man sich einen fahrerischen Fehler leistet - was meist nicht allzu lange auf sich warten lässt - bei dem das Aufladen der Leiste dann wieder von vorne beginnt.

Die unterschiedlichen Spielmodi, wie auch das Zone-Feature können zu keinem Zeitpunkt darüber hinwegtäuschen, dass man es bei Driven mit einem eher unterdurchschnittlichen Rennspiel zu tun hat. Weder das Streckendesign, die Fahrphysik, Steuerung oder künstliche Intelligenz der CPU Fahrer weiß nachhaltig zu überzeugen. Selbiges trifft auf die technische Umsetzung zu. Grafik und Sound wirken reichlich unspektakulär, nicht die Spur von Detailreichtum oder Eye Candy um die Hardwarepower des GameCube zu demonstrieren. Langweilige Texturen, hingepappte Bäume und Fassaden, die irgendwie eine sterile Atmosphäre erzeugen. Die Umgebung leidet unter Animationsarmut, nichts wirkt lebendig oder markant am Streckenrand. Ein weiterer Kritikpunkt ist das fehlende Geschwindigkeitsgefühl in den Rennen. Trotz 60 Hz Modus läuft das Spiel viel zu langsam. Auch wenn der Tacho eine Geschwindigkeit von 350 Km/h anzeigt, wird man den Eindruck nicht los höchstens mit 100 Sachen über die Strecken zu "heizen". Neben den monotonen Motorgeräuschen kann Driven immerhin mit der deutschen Original-Synchronstimme von Sylvester Stallone aufwarten. Ein Feature das wohl höchstens für Fans des Films von Bedeutung sein wird, sofern es solche überhaupt gibt. In dieser Form wird dem Videospiel Driven wohl ein ähnlich bescheidener Erfolg beschieden sein, wie dem vorangegangenen Kinoauftritt.

Trotz des bisher eher bescheidenen Angebotes an echten Racern für die GameCube Konsole, sollten Rennspielfreunde derzeit eher zu Burnout oder XG3 greifen und darauf hoffen, dass F1 2002 demnächst für mehr Spaß sorgen kann.

Negative Aspekte:
wer braucht so ein Spiel?

Positive Aspekte:
interessante Spielmodi

Infos zur Spielzeit:
buckshot hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    buckshot
  • 4.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 4.8/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 4/10
    Steuerung: 4/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 4/10
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