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Dragonfarm im Gamezone-Test


1 Bilder Dragonfarm im Gamezone-Test

Vor langer Zeit regierten die Drachen die Welt, diese edlen und starken Tiere. Sie bevölkerten nicht nur das Land sondern auch die Lüfte und die See. Doch eines Tages erschien das größte Raubtier auf den Antlitz der Erde, der Mensch. Mit seinem Erscheinen war das Ende der Drachen besiegelt. Sie wurden zurückgedrängt auf eine einzige Insel, das sogenannte Drachenland. Dort siedelten sich sodann die Drachenzüchter und Jäger an um ihrer Profession nachzukommen.
So beginnt die Geschichte zu "Dragonfarm" hinter dem sich nichts Anderes versteckt als eine allseits beliebte Tierzucht-Simulation, wie sie uns von den Pokémon nur zu gut bekannt sind.

Wir regieren das Spiel aus einer Vogelperspektive die uns Sicht auf die Dracheninsel gewährt. Dort sehen wir ein Dorf, welches zum Erwerb der Drachen und deren Futter dient, sowie dem Anwerben von Jägern, welche die Drachen in den Wäldern fangen. Daneben existieren noch die eigene sowie die Drachenfarm der Konkurrenten. Diese können neben einem Stall noch mit einem Gehege ausgestattet werden, für den Freilauf der Drachen, und auch mit einer Kuppel, damit die Flugdrachen nicht entkommen können. Um den eigenen Drachen für die bevorstehenden Tourniere auszubilden benötigen wir noch eine Trainingsstätte, welche ebenfalls auf der Farm ihren Platz findet. In Verbindung mit dem erhältlichen Kraft- oder Spezialfutter züchten wir uns so einen stattlichen Drachen heran, welcher natürlich nicht unser Einziger bleiben soll. So dauert es nicht lange bis wir von der Konkurrenz herausgefordert werden oder eines der vielen Tourniere ansteht. Klar, dass so ein Kampf Geld kostet und nur bei einem Gewinn sich auch rechnet. So ist besonders der aller erste Drachen sehr gefährdet, denn stirbt er ist das Spiel zuende. Wir sollten uns also schleunigst einen weiteren verdienen.

Das Gameplay gestaltet sich recht eintönig, da man praktisch die ganze Zeit zwischen der Dorf und der Farm-Ansicht hin- und herschalten muss, um für Nahrung und Training des oder der Drachen zu sorgen. Leider wird dieser Umschaltprozess immer von einem mehrere Sekunden dauernden Ladebildschirm unterbrochen, was den Spielfluss doch empfindlich stört. Schon das Öffnen der eintreffenden Benachrichtigungen zieht wieder diesen Ladebildschirm nach sich. Hat man sich daran aber erst einmal gewöhnt geht die Bedienung recht flott von der Hand, da es im Grunde nicht besonders viel zu tun gibt. Futter kaufen, evtl. auch Heilkräuter zur Gesundung des Tierchens, Drachen trainieren und immer wieder Matches austragen um Geld zu verdienen. Dabei ist einer der spannendsten Momente im Game das kaufen eines neuen Drachens, oder noch viel besser, man beauftragt einen Jäger der aus dem gewünschten Gebiet einen Drachen fängt. Denn die verschiedenen Drachenrassen unterscheiden sich ganz erheblich und im Laufe des Spiels lernt man so manch positive Eigenschaft derer kennen. So ist der Überraschungsmoment bei der Übergabe eines frisch gefangenen Drachens recht hoch.

Der Soundtrack gibt sich alle Mühe möglichst belanglos zu klingen. Da jedoch jeder Standort seine eigene Melodie besitzt, man aber ständig zwischen diesen hin- und herschaltet, hört man auch ständig die ersten wenigen Takte der selben Melodie immer und immer wieder. So gut kann so ein Stück überhaupt nicht sein, als das es einen nicht schon nach kurzer Spielzeit mächtig auf die Nerven geht. An Geräuschen gibt es ebenfalls nicht viel Abwechslung. Die Drachen schnauben in der Arena oder stapfen im Trainingslager, mehr gibt es kaum. Selbst im Kampf in der schmucklosen Arena gibt es bis auf das zusätzliche Fauchen der Drachen nichts aufregendes zu hören.

Die grafische Präsentation entspricht gutem Durchschnitt, schafft es aber nicht Begeisterungsstürme auszulösen. Besonders, da man die gleichen Standorte immer wieder aufsuchen muss, hat man sich schnell an der Farm oder der Stadt abgesehen. Dafür sind die Drachen selber recht liebevoll gestaltet und animiert und auch in ausreichender Anzahl vorhanden. Den Blick auf die Örtlichkeiten kann man übrigens frei positionieren und drehen, ganz dem eigenen Geschmack nach.

  • Peter Grubmair"-"
  • Wer Spaß an dem Sammeln diverser Tiere und deren Training hat, der wird mit "Dragonfarm" gut bedient. Das Spiel scheint ausgereift ohne Kinderkrankheiten oder spielverderbende Bugs. Bis auf das Tieraufzuchtprogramm aber bietet das Spiel kaum Innovationen, so dass es für Einsteiger in das Genre zwar gut geeignet ist, der geübte Profispieler aber bald an die Grenzen des Programms gelangen wird.
Dragonfarm (PC)
  • Singleplayer
  • 6,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Leichter Einstieg und ebenso leichte Steuerung
Lästige Ladezeiten
wenige Locations
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